Tschechischer Premier Fiala empfängt Bundeskanzler Nehammer

Der tschechische Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) sagte auf der Pressekonferenz nach den Gesprächen mit dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer in Prag, es tue ihm leid, dass die EU bei den Verhandlungen über das Öl-Embargo gegen Russland nicht einheitlich wirkt. Die Stärke des bisherigen Vorgehens der EU-Länder bestand laut Fiala darin, dass sie in der Frage der Unterstützung für die Ukraine und der Sanktionen gegen Russland nach außen einheitlich auftraten. Nehammer ist laut Fiala bereit, die Erweiterung der Kapazität der Transalpinen Pipeline (TAL) zu unterstützen. Damit könnte eine genügende Kapazität für Tschechien für den Fall garantiert werden, dass es das Erdöl aus Russland nicht nutzen könnte.

Der tschechische EU-Ratsvorsitz soll sich Fiala und Nehammer zufolge auch mit dem EU-Beitritt der Westbalkan-Länder beschäftigen. Laut dem Bundeskanzler darf der Westbalkan wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine nicht vergessen werden. Tschechien denkt daran, einen EU-Gipfel mit Teilnahme von Vertretern der Westbalkan-Länder zu organisieren.