Tschechisches Akw Temelín nach Störfall abgeschaltet

Im tschechischen Atomkraftwerk Temelin ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Nach weniger als einem Tag musste die Inbetriebnahme des zweiten Reaktorblocks abgebrochen werden. Grund war eine Störung am Turbinenlager, wie Akw-Sprecher Marek Svitak am Donnerstag mitteilte. Zuvor wurde dieser Block über drei Monate inspiziert und gerade erst wieder ans System angeschlossen. Wie dieses Vorkommnis von der Atomaufsicht bewertet wird, ist noch nicht bekannt. Fest steht, dass der fehlerhafte Teil der Lagerschmierung erst ausgewechselt wurde.

Temelín deckt normaler weise einen Fünftel des tschechischen Stromverbrauchs. Seit langem stufen Umweltaktivisten das Atomkraftwerk als störanfällig und gefährlich ein. Seit Dezember 2000 nach dem ersten größeren Zwischenfall protestieren viele in Deutschland und Österreich gegen die Atomanlage.