Tschechisches Außenministerium wirft Belarus „stalinistische Praktiken“ vor

Das tschechische Außenministerium hat dem Regime von Lukaschenko in Belarus „stalinistische Praktiken“ vorgeworfen. Damit reagierte Prag auf ein Interview des weißrussischen Staatsfernsehens mit dem oppositionellen Blogger Roman Protassewitsch, der vor knapp zwei Wochen ins Minsk nach der erzwungenen Landung eines Flugzeugs verhaftet worden war.

Das Interview, in dem Protassewitsch sogar Bewunderung gegenüber Machthaber Lukaschenko äußert, sei erzwungen und offensichtlich manipuliert, heißt es in einer Erklärung des tschechischen Außenministeriums. Solche Methoden gehörten nicht in ein zivilisiertes Europa. Das Ministerium rief daher das Regime in Minsk dazu auf, Protassewitsch und weitere politische Gefangene unverzüglich freizulassen.

Autor: Till Janzer