Umweltaktivisten fordern vom Staat eine CO2-Neutralität bis 2025

Mehrere Mitglieder der Umweltbewegung Extinction Rebellion haben am Freitagmittag den Eingang zum Ministerium für Regionalentwicklung in Prag blockiert. Mit ihrer Protestaktion forderten sie den Staat auf, die Emissionen aus fossilen Brennstoffen unverzüglich zu verringern und dafür zu sorgen, dass Tschechien im Jahr 2025 die CO2-Neutralität erreicht. Das heißt, die Verwendung eines Brennstoffs oder auch eine menschliche Aktivität dürfen keinen Einfluss auf die Kohlendioxid-Konzentration der Atmosphäre haben und insofern nicht klimaschädlich sein. Das Ministerium für Regionalentwicklung gehört der von der Regierung eingesetzten Kohlekommission an, die sich mit der Verminderung des Kohlebergbaus und der Struktur der Energieerzeugung auseinandersetzen soll.

Die vier Aktivisten postierten sich mehrere Minuten lang mit ihren Körpern und dem Transparent „Rebellion für das Leben“ so vor dem Eingang des Ministeriums, dass ein geregelter Zugang zum Gebäude nicht möglich war. Es kam zu kleineren Scharmützeln zwischen ihnen und Mitarbeitern der Behörde, mehrere Beamte nutzten aber auch den Nebeneingang als Zutritt oder zum Verlassen des Ministeriums. Die Aktivisten haben ihre detaillierten Forderungen in einem Pressebericht hinterlassen.

Autor: Lothar Martin