Verbände und Vereine: Lage des tschechischen Sports so schlecht wie nie

Der tschechische Sport befinde sich in einer Lage, die so schlecht sei wie noch nie zuvor. Dies haben die Verbände und Vereine des Landes bei ihrer Vollversammlung am Mittwoch im mittelböhmischen Nymburk konstatiert. Wegen sinkender staatlicher Zuwendungen und der Inflation bei den Energiepreisen stünden zahlreiche Sportanlagen vor der Schließung und Sportvereine vor dem Aus, konstatierten die Delegierten der sogenannten Sport-Union. In dem Zusammenschluss sind mehr als 7000 Sportvereine vertreten.

Der Vorsitzende der Sport-Union, Miroslav Jansta, sprach von der schwersten Zeit in der gesamten Geschichte des tschechischen Sports. Wie der Funktionär kritisierte, hat die neue Regierung die Ausgaben für den Sport in diesem Jahr um ein Viertel gesenkt. Sie sollen bei 4,6 Milliarden Kronen (186 Millionen Euro). Jansta erinnerte zugleich die Regierungskoalition an ihr Versprechen, bis 2025 die staatliche Unterstützung auf 19 Milliarden Kronen im Jahr (768 Millionen Euro) anzuheben.

Autor: Till Janzer