Verteidigungsminister Vondra: kein fatales Versagen bei der Organisation der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft

Verteidigungsminister Alexandr Vondra hat „kein fatales Versagen“ bei der Organisation der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft gefunden. Der Minister erklärte dies am Donnerstag während der außerordentlichen Sitzung des Abgeordnetenhauses zur Causa Promopro. Vondra, der als Vizepremier für die Ratspräsidentschaft vor zwei Jahren zuständig war, wird vorgeworfen, einen überteuerten Auftrag für Audioausstattung ohne Ausschreibung an die Firma Promopro vergeben zu haben. Vondra zufolge habe bisher niemand nachgewiesen, dass die Audioausstattung tatsächlich überteuert gewesen sei. Er wolle auf seine politische Verantwortung nicht verzichten, lehne aber die Behauptung kategorisch ab, sich am Missbrauch öffentlicher Finanzen absichtlich beteiligt zu haben, führte Vondra vor den Abgeordneten aus.

Nach Angaben des Finanzministeriums soll Promopro umgerechnet knapp 22 Millionen Euro kassiert haben, könne aber für 10 Millionen Euro keinen Nachweis über deren Verbleib erbringen.