Verteidigungsministerium startet Ausschreibung für neue Kampffahrzeuge

Das Verteidigungsministerium hat am Mittwoch vier potenzielle Lieferanten mit den Bedingungen für die Teilnahme an einer Ausschreibung für 210 neue Kettenfahrzeuge in einem Gesamtwert von rund 50 Milliarden Kronen (2 Milliarden Euro) bekannt gemacht.

Zu Verhandlungen wurden vier Firmen eingeladen. Der Vertrag für den größten Auftrag in der Geschichte der Tschechischen Republik soll bis September unterzeichnet werden. Entscheidend bei der Wahl des Siegers sollen laut Verteidigungsminister Lubomír Metnar der Preis, die Erfüllung der technischen Forderungen sowie das Kriterium, inwieweit sich die tschechische Rüstungsindustrie an der Lieferung beteiligt.

Neueste Nachrichten

  • Tennis: Sabalenka gewinnt Hallenturnier in Ostrau

    26.10.2020

    Die Tennisspielerin Aryna Sabalenka hat das WTA-Turnier in Ostrava / Ostrau gewonnen. Im rein weißrussischen Finale besiegte sie Victoria Azarenka mit 6:2 und 6:2. Wegen der Corona-Auflagen wurde das Hallenturnier ohne Zuschauer ausgetragen.

    Für die tschechischen Tennisspielerinnen lief es in Ostrau nicht sonderlich gut. Im Einzel war spätestens im Achtelfinale Schluss. Und im Doppel mussten sich Barbora Krejčíková und Kateřina Siniaková vom Halbfinale abmelden, weil Krejčíková erkrankt war.

    Autor: Till Janzer
  • Coronavirus: Zahl der Neuinfektionen am Sontag in Tschechien gesunken

    26.10.2020

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Sonntag in Tschechien erstmals nach fünf Tagen wieder unter 10.000 gesunken. Es wurden 7301 Menschen positiv auf das Virus getestet. Allerdings war dies die höchste Zahl an einem Sonntag seit dem Ausbruch der Epidemie. Dies geht aus den aktuellen Daten des Gesundheitsministeriums hervor.

    Insgesamt sind hierzulande derzeit 158.515 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten von ihnen haben nur geringe Krankheitssymptome oder sind symptomfrei. Dennoch ist in den vergangenen Tagen sowohl die Zahl der schweren Krankheitsfälle als auch der Todesfälle deutlich angestiegen. 2201 Menschen starben bisher in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, davon ein Drittel in der vergangenen Woche.

    Autor: Till Janzer
  • Babiš kündigt weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen an

    25.10.2020

    Falls kein Wunder geschehe, werde die tschechische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronovirus noch verschärfen müssen. Das sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Sonntag in einer Videobotschaft auf Youtube. Erneut rief er die Menschen im Land dazu auf, die Vorschriften einzuhalten. Für die seit Donnerstag geltenden Restriktionen gäbe es zu viele Ausnahmen, so Babiš weiter. Er kündigte auch an, vom Gesundheitsministerium ein Projekt zur schnelleren Kontaktverfolgung und Testung einfordern zu wollen.

    Der noch amtierende Minister Roman Prymula (parteilos) hatte am Sonntag im Tschechischen Fernsehen ebenfalls von einer Verschärfung der Maßnahmen gesprochen, wenn bis Dienstag die Tageszahlen an Corona-Neuinfektionen nicht zurückgehen. Wenn sie dann nicht erweitert werden, könnten die aktuell geltenden Einschränkungen noch bis Weihnachten gelten, so Prymula.

  • Ökonom: Tschechien hat derzeit keinen Finanzhaushalt

    25.10.2020

    Das tschechische Finanzministerium hat keinen Überblick über die staatlichen Geldmittel, somit hat der Staat aktuell keinen Haushalt. Das sagte der Ökonom und ehemalige Vizegouverneur der tschechischen Nationalbank, Mojmír Hampl, am Sonntag in einer Diskussionssendung des privaten Fernsehsenders CNN Prima News. Er halte es für unverantwortlich, dass die anstehende makroökonomische Prognose vom November auf den Januar verschoben wurde, so Hampl weiter. Laut der Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) könne in der jetzigen Zeit großer Unsicherheit keine Prognose gemacht werden.

    Der Begriff Haushalt beinhalte eine vernünftige Schätzung über die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben. Diese gäbe es derzeit nicht, sagte Hampl, der außerdem Gründungsmitglied der Plattform KoroNERV-20 ist. Das Finanzministerium habe seiner Ansicht nach keine Vorstellung darüber, wie es weiter verfahren werde.

  • Das Wetter für Montag, den 26. Oktober

    25.10.2020

    Am Montag ist es in Tschechien meist bedeckt. Gebietsweise klart es etwas auf, vor allem in den Hochlagen. Vereinzelt kann es regnen oder nieseln. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 10 bis 14 Grad Ceslius. Dort, wo die Sonne durchkommt, können es auch 16 Grad Celsius werden.

  • Deutsch-tschechische Cembalistin Willi neue Chefin der Brünner Musikfakultät

    25.10.2020

    Die Cembalistin und Pianistin Barbara Maria Willi wird neue Dekanin der Musikfakultät an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brno / Brünn. Darüber hat der akademische Senat am Freitag in geheimer Abstimmung entschieden.

    Die deutschstämmige Willi hatte bei der Bewerbung um das vierjährige Amt nur einen Gegenkandidaten. Sie bekam fünf von neun Stimmen. Bisher hat sie an der Fakultät die Abteilung für Orgel- und historische Musik geleitet.

  • In Tschechien treffen Beatmungsmaschinen aus verschiedenen Ländern ein

    25.10.2020

    Die tschechische Feuerwehr nimmt am Sonntag 150 Lungenbeatmungsmaschinen aus Ungarn entgegen. Sie sollen für Patienten mit einer Corona-Infektion eingesetzt werden. Der zentrale Krisenstab wird sie je nach Bedarf an die hiesigen Krankenhäuser verteilen.

    Schon am Samstag ist im Land eine Lieferung von 30 Beatmungsmaschinen eingetroffen. Sie stammen aus den Krisenvorräten der EU in Rumänien. Weitere solcher Geräte werden in nächster Zeit aus den Niederlanden, Österreich und aus den Nato-Beständen nach Tschechien geliefert.

    Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass das Land insgesamt 600 Beatmungsmaschinen kaufen und 60 als Leihgabe oder Spende bekommen wird. Das Kabinett hat die dafür nötigen Finanzmittel von 406 Millionen Kronen (14,9 Millionen Euro) auf 700 Millionen (25,7 Millionen Euro) aufgestockt.

  • Prymula schließt Rücktritt nicht mehr aus

    25.10.2020

    Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) schließt nicht mehr aus, dass er am Montag seinen Rücktritt einreicht. Das sagte er in einem Interview mit dem Server idnes.cz, das am Sonntag veröffentlicht wurde. Erneut erklärte er, dass es bei seinem Treffen mit dem Ano-Fraktionsvorsitzenden Jaroslav Faltýnek am Mittwoch in einem eigentlich geschlossenen Restaurant zu keinem Verstoß gegen die Anti-Corona-Maßnahmen gekommen sei. Er räumte aber ein, für „zwei Sekunden“ keinen Mund-Nasen-Schutz getragen zu haben.

    Mit seinem Rücktritt würde Prymula Premier Andrej Babiš (Partei Ano) zuvorkommen, der am Freitag bei Präsident Zeman um die Abberufung des Gesundheitsministers gebeten hat. Der Verfassung nach sollte der Präsident der Bitte entsprechen. Auf die Nachfrage, ob er stattdessen mit einer Unterstützung von Seiten Zemans rechne, gab Prymula an, die Angelegenheit nicht auf eine politische Ebene treiben zu wollen.

  • Mehr als 12.000 neue Corona-Fälle am Samstag

    25.10.2020

    Am Samstag wurden in Tschechien 12.472 neue Corona-Fälle registriert. Das ist ein neuer Rekord für einen Wochenendtag. Noch vor einer Woche war die Zahl um die Hälfte niedriger. Im Land sind derzeit etwa 154.000 Menschen infiziert. Im Krankenhaus werden derzeit 5314 Covid-19-Patienten behandelt. Bei 772 von ihnen nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf.

    Seit Beginn der Pandemie im März wurde das Coronavirus hierzulande schon bei mehr als 250.000 Menschen nachgewiesen. In den vergangenen drei Tagen kamen allein 50.000 Fälle hinzu. Am Freitag vermeldeten die Labore einen neuen Rekord an positiven Testergebnissen. Von 44.215 an diesem Tag getesteten Personen waren 34,5 Prozent infiziert.

  • Corona-Pandemie: In Tschechien schon mehr als 2000 Todesfälle

    25.10.2020

    In Tschechien hat die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind, am Samstag die Marke von 2000 überschritten. Sie lag zum Abend bei 2077. Damit hat sie sich innerhalb von zwei Wochen verdoppelt. Die meisten Todesfälle an einem Tag wurden vergangenen Mittwoch verzeichnet, als ihre Zahl 118 betrug.

    Nach den Angaben der Zeitung New York Times wurde in Tschechien in der zu Ende gehenden Woche weltweit die zweithöchste Todesrate erhoben, gemessen auf je 100.000 Einwohner. Schlimmer ist die Situation nur in Andorra. Für die gesamte Zeit der Pandemie seit März liegt Tschechien diesbezüglich weltweit an 46. Stelle, innerhalb Europas an 11. Stelle. Hier stammt die schlimmste Bilanz aus Belgien und Spanien.