Veterinäre: Lidl muss 17,5 Tonnen Schweinefleisch wegen Antibiotika vom Markt nehmen

Tierärzte der der Staatlichen Veterinärverwaltung (SVS) in Tschechien haben gegenüber der Handelskette Lidl angeordnet, rund 17,5 Tonnen Schweinefleisch, das aus Polen stammt, vom Markt zu nehmen. Bei der Untersuchung von Proben dieser Lieferung wurde festgestellt, dass der Grenzwert für Antibiotika im Fleisch um das 60-fache überschritten wurde. In Tschechien wurde die Ware von der Firma Maso uzeniny Polička zu Hackfleisch verarbeitet. Die Verbraucher wurden dazu aufgerufen, kein solches Hackfleisch zu konsumieren. Sie können es vielmehr in dem Geschäft zurückgeben, in dem sie es gekauft haben, erklärte Petr Majer von der Veterinärverwaltung am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK. Laut Lidl liege die alleinige Verantwortung für die entstandene Situation beim Lieferanten aus Polička / Politschka, denn im Gegensatz zur ostböhmischen Firma habe man keine Vereinbarungen für Fleischlieferungen aus Polen getroffen, argumentiert Lidl.

Nach Angaben der Firma Maso uzeniny Polička wurde die Probe bei regelmäßigen Kontrollen entnommen, dies sei der erste Antibiotika-Befund in der Geschichte dieser Tests. Laut Maso uzeniny tätige man auch Einkäufe, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgingen. Das Unternehmen gab bekannt, es sei in dieser Angelegenheit in der Rolle des Geschädigten und werde daher rechtliche Schritte gegen den Fleischlieferanten einleiten.

Autor: Lothar Martin