Vize-Kommissionspräsidentin Jourová: Ratspräsidentschaft könnte Tschechien ins Zentrum der EU rücken

Die anstehende EU-Ratspräsidentschaft bietet für Tschechien die Gelegenheit, in den kommenden Jahren im Zentrum des europäischen Geschehens zu stehen und nicht wie bisher außerhalb. Dies sagte die stellvertretende EU-Kommissionspräsidentin Věra Jourová in einem Interview für die Presseagentur ČTK. Die Vertreterin von Ursula von der Leyen betonte zudem, dass sich Tschechien klar gegenüber den Positionen Ungarns und Polens abgrenzen müsse.

Am 1. Juli übernimmt Tschechien von Frankreich den Vorsitz im Europäischen Rat. Für die kommenden sechs Monate hat Prag die Lage in der Ukraine und die Bewältigung der Kriegsfolgen in den Mittelpunkt gestellt. Jourová sieht es für die EU als Chance an, dass mit Tschechien gerade nun ein Land den Ratsvorsitz innehat, das selbst die russische Aggression in seiner jüngeren Geschichte erlebt hat.

Autor: Till Janzer