Vorsitzender des Verfassungsgerichts kritisiert die Präsidentenkanzlei

Der Vorsitzende des Verfassungsgerichts, Pavel Rychteský, wird an der feierlichen Verleihung der Staatsauszeichnungen am 28. Oktober auf der Prager Burg teilnehmen. Es sei ein Ausdruck des Respekts gegenüber dem Staatsfeiertag, teilte Rychetský in einer Erklärung am Mittwoch mit. Er kritisierte jedoch das Verhalten der Präsidentenkanzlei gegenüber dem Holocaust-Überlebenden Jiří Brady. Der Vorsitzende des Verfassungsgerichts bezeichnete zudem die Loyalitäts-Erklärung der vier ranghöchsten Politiker gegenüber China im Zusammenhang mit dem Besuch des Dalai Lama als unglücklich. Die Erklärung schade der Autorität der vier Politiker, so Rychetský.

Wegen des Skandals um die Ehrung für Brady sagten unter anderem die Parlamentarier der christdemokratischen und der bürgerdemokratischen Partei, der Partei Top 09 sowie die Mehrheit der Hochschulrektoren ihre Teilnahme an der Zeremonie auf der Prager Burg ab.