Zeman: Institut für das Studium totalitärer Regimes soll von einem renommierten Historiker geleitet werden

Präsident Miloš Zeman hat sich gegenüber der Tageszeitung Právo zum Streit im Institut für das Studium totalitärer Regimes geäußert, der sich seit einer Woche zugespitzt hat. Ein historisches Institut solle von einem renommierten Historiker geleitet werden. Weder ein ehemaliger Sprecher der Bischofskonferenz, noch eine ehemalige Übersetzerin aus dem Polnischen solle es leiten, führte Zeman an.

Der Institutsleiter Daniel Herman, der in der Vergangenheit Sprecher der Bischofskonferenz war, wurde in der vergangenen Woche durch den von Sozialdemokraten dominierten Rat des Instituts vorzeitig abberufen. Innerhalb eines Jahres soll per Ausschreibung ein neuer Chef gefunden werden. Bis dahin führt die ehemalige Leiterin des Tschechischen Zentrums in Warschau, Pavla Foglová, das Institut kommissarisch. Das Institut zum Studium totalitärer Regime (ÚSTR) mit Sitz in Prag wurde 2007 gegründet und soll eigentlich die wichtigste tschechische Forschungsinstitution für die Zeit des Kommunismus sein.