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01.09.2002
Die tschechische Regierung werde den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden bis zu 70 Prozent der Kosten für die Aktualisierung der Landespläne ersetzten. Der tschechische Premier Vladimir Spidla glaubt, dass diese Maßnahme zur Senkung von Schäden bei weiteren möglichen Überschwemmungen beitragen könnte. In den neuen Landesplänen sollten sich die Erfahrungen mit den Überschwemmungen wiederspiegeln, sagte Premier Spidla am Sonntag in einer Diskussionssendung des Privatfernsehens Prima.
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01.09.2002
Zwei Wochen nach den verheerenden Überschwemmungen in Tschechien ist am Sonntag in Südböhmen erneut die höchste Stufe der Hochwasserwarnung ausgerufen worden. Nach heftigen Regenfällen seien im Raum Budweis zahlreiche Bäche über die Ufer getreten, hätten Bahngleise unterspült und Keller überflutet, sagte ein Behördensprecher. Menschen seien jedoch nicht gefährdet. Mit einer Verschärfung der Lage werde nicht gerechnet.
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31.08.2002
Unter speziellen Sicherheitsmaßnahmen wurde am Samstag die Verlagerung des Chlors im mittelböhmischen Chemiewerk Spolana Neratovice, das bei den Überschwemmungen überflutet wurde, in ein neues Depot beendet. Damit konnte auch die zweite Alarmstufe in der Fabrik wieder aufgehoben werden. Der Nachrichtenagentur CTK sagte dies der Sprecher des Chemiewerks Spolana Jan Martinek. Aus der überfluteten Fabrik sind Hunderte von Kilogramm des Stoffs zum ersten mal am 15. August entwichen, der letzte Fall wurde am 23. August verzeichnet, wenn bei den Reinigungsarbeiten in einem Lager die Leitung durchbrach.
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31.08.2002
Die tschechische Regierung bereitet aufgrund des rapiden Anstiegs der Migration der Roma Änderungen im System der Auszahlung von Sozialhilfen vor. In einer Sendung des Tschechischen Rundfunks sagte dies am Freitag der tschechische Premier Vladimir Spidla. Nur in Großbritannien ist seit April bis Juni die Zahl der Asylanträge tschechischer Staatsbürger im Vergleich zum ersten Quartal sieben mal gestiegen. Das Ziel der Regierung sei, die Migration der Roma, die mehrere Gründe habe, zu unterbinden, sagte Spidla.
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30.08.2002
Unter speziellen Sicherheitsmaßnahmen wurde am Freitag Nachmittag die Verlagerung des Chlors im mittelböhmischen Chemiewerk Spolana Neratovice in ein neues Depot fortgesetzt. Noch sind zwei Tonnen Chlorgas zu verlagern. Die Firma setzt voraus, dass die Verlagerung des verbleibenden Stoffs im Laufe des Samstags beendet wird. Dann wird auch die zweite Stufe des Alarms abberufen. Der Nachrichtenagentur CTK teilte dies am Freitag der Sprecher der Gesellschaft Unipetrol mit, die Spolana führt.
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30.08.2002
Der Prager Oberbürgermeister Igor Nemec hat am Freitag für einige Prager Stadtviertel den Gefahrenzustand ausgerufen. Dieser wird ab dem 1. September in den Bezirken 1, 7 und 8, sowie Radotin, Chuchle, Lipence, Troja, Lysolaje und Modrany gelten. Es sei kein Geheimnis, dass die Stadt in einigen ihrer Viertel mit der Beseitigung der Folgen des Hochwassers Schwierigkeiten hat, sagte nach einer Pressekonferenz der Oberbürgermeister. Der Gefahrenzustand wird den Notstand ersetzen, der für Prag und weitere Landkreise von der Regierung erklärt worden war. Dieser Notstand geht am 31. August um Mitternacht zu Ende. Der Gefahrenzustand soll 20 Tage dauern, beide Maßnahmen unterscheiden sich praktisch nicht voneinander, sagte Igor Nemec.
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30.08.2002
Die größten tschechischen Versicherungsgesellschaften verzeichnen die meisten Schadensmeldungen im Zusammenhang mit den Überschwemmungen in Südböhmen. Weitere stark betroffene Landkreise sind Mittelböhmen und Prag. Die höchsten Geldbeträge werden die Versicherungsgesellschaften wahrscheinlich in Prag auszahlen. Dies erfolgt aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur CTK, die am Freitag veröffentlicht wurde.
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30.08.2002
Weitere humanitäre Hilfe kommt nach Tschechien. In Ungarn wird ein Projekt Stars für vom Hochwasser betroffenen Länder organisiert, Bulgarien wird demnächst 20 Tonnen von chemischen Reinigungsmitteln schicken, die finanzielle Hilfe der Hörer eines polnischen Privatradios erreichte bereits an die 5 Millionen Kronen.
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29.08.2002
Die Tschechische Republik erhält als EU-Kandidat zur Beseitigung der Hochwasserschäden im Lande voraussichtlich 58 Millionen Euro von der Europäischen Union. Das bestätigte EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen am Donnerstag in Prag bei einem Treffen mit Ministerpräsident Vladimír Spidla. Nach Angaben des Premiers rechnet Tschechien mit Schäden in einer Gesamthöhe von umgerechnet 3,3 Milliarden Euro. Die Prager Regierung will zur Deckung der Kosten unter anderem die Steuern für Treibstoff und Tabak erhöhen. Die EU sei sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Beitrittskandidaten bewusst, sagte Verheugen. Laut Spidla hat sein Kabinett noch nicht entschieden, für welche Projekte die EU-Mittel verwendet werden.
Vor seinem Treffen mit Spidla war Verheugen mit Staatspräsident Vaclav Havel zusammen getroffen. Havel dankte ihm für die Hilfe, die die Europäische Union Tschechien zur Beseitigung der Hochwasserschäden gewähren will. Neben der Flutkatastrophe diskutierten Havel und Verheugen auch über die EU- Erweiterung und über die Lage in Tschechien nach den Abgeordnetenhauswahlen.
Bei seiner Unterredung mit Tschechiens Außenminister Cyril Svoboda betonte Verheugen, dass die Tschechische Republik bereits jetzt mit der Vorbereitung von großen Projekten zum Wiederaufbau des Landes nach den Überschwemmungen beginnen solle, um im Jahr 2004 entsprechende Gelder aus den Strukturfonds der Union beziehen zu können. Verheugen bestätigte damit erneut, dass im Jahr 2004 eine Erweiterung der EU vorgesehen ist.
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29.08.2002
Auf dem sogenannten "Hochwasserkonto" der Organisation American Friends of Czech Republic" sind inzwischen mehr als 32.000 US-Dollar eingegangen und es werden ständig weitere finanzielle Mittel auf das Konto überwiesen. Spender sind in den USA lebende Tschechen, aber auch US-Bürger und Organisationen. In diesen Tagen beraten die Vertreter der tschechischen Botschaft in Washington mit der Führung von "American Friends" über konkrete Projekte, die von dieser Spendensaktion finanziert werden könnten. Die US-Regierung gewährte Tschechien bislang eine kurzfristige technische und humanitäre Hilfe im Wert von ca. 500.000 US-Dollar. Jetzt werde sich die US- Regierung auf langfristige Projekte konzentrieren, hieß es.
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