• 23.09.2021

    In Prag hat die Verkehrsdichte erneut zugenommen. So ist die Zahl der Autos auf den Straßen der Hauptstadt im September dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen. Bei einer jüngst durchgeführten Zählung aller Fahrzeuge registrierte die Technische Straßenverwaltung (TSK) auf von ihr  ausgewählten Straßen im Schnitt täglich rund 655.300 Pkw, im September vergangenen Jahr waren es noch rund 643.300 Pkw gewesen. Demgegenüber sind es im Vergleich zum September 2019, als es noch keine Corona-Pandemie gab, jetzt 0,3 Prozent weniger Autos, die durch die Metropole fahren. Zu den am stärksten befahrenen Straßen zählen der Blanka-Tunnel in zentraler Lage sowie die Straßen Průmyslová, Chodovská und Bohdalecká im zehnten Stadtbezirk.

    Die Straßenverwaltung sammelt die Daten immer in der 36. Kalenderwoche des Jahres. Der größte Rückgang im Prager Verkehr wurde während der Lockdowns im letzten Frühjahr oder im vergangenen Winter verzeichnet. In diesen Perioden hatte die Regierung mithin sogar die Fortbewegung zwischen den einzelnen Bezirken (analog der deutschen Landkreise) im Land verboten. Daher konnten so gut wie keine Fahrzeuge von außerhalb Prags die Hauptstadt passieren.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Der tschechische Außenminister Jakub Kulhánek wird am Donnerstagabend Ortszeit (am Freitag um 1.20 Uhr MEZ) vor den Delegierten der 76. Sitzung der UN-Vollversammlung in New York sprechen. Das teilte das Außenministerium der Nachrichtenagentur ČTK mit. Ursprünglich sollte er seine Rede erst am Samstag halten.

    Kulhánek ist bereits am vergangenen Sonntag in die USA geflogen, um unter anderem mit den europäischen Außenministern über die Lage in Afghanistan zu diskutieren. Zu Beginn der UN-Verhandlungen sprach der Chef der tschechischen Diplomatie zudem mit Vertretern amerikanisch-jüdischer Organisationen. Er traf sich ebenso mit dem stellvertretenden UN-Generalsekretär Jean-Pierre Lacroix, der für Friedenseinsätze zuständig ist.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Der erfolgreichste tschechische Ruderer aller Zeiten, Ondřej Synek, beendet seine aktive Laufbahn. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen war der fünffache Weltmeister und dreifache olympische Medaillengewinner im Einer in dieser Saison kaum in Aktion gewesen. Auch die Olympischen Spiele in Tokio hat der 38-Jährige deswegen ausgelassen. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag verkündete er nun das Ende seiner Erfolgskarriere im Spitzensport. Sein neuer Tätigkeitsbereich wird schon in Kürze der Ruderverein von Dukla Prag sein, dem er als leitender Funktionär vorstehen wird.

    „Im September 1995 kam ich zum Bootshaus in Brandýs nad Labem (Brandeis an der Elbe), wo ich mit 13 Jahren mit dem Rudern begann. Im September 1999 ging ich zu Dukla Prag, wo mich Trainer Milan Doleček unter seiner Fittiche nahm. Und im September 2021 möchte ich verkünden, dass ich meine Reise im Leistungssport Rudern beende. Ich werde keine Rennen mehr bestreiten und auch kein Spitzenathlet mehr sein", sagte Synek auf der Pressekonferenz.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Mehrere Politiker aus Mittel- und Osteuropa, darunter der tschechische Premier Andrej Babiš (Ano), lehnen eine gezielte Einwanderung auf Kosten der Familienförderung vor dem Hintergrund einer alternden europäischen Bevölkerung ab. Ihre Einwände äußerten sie am Donnerstag auf dem internationalen Gipfel für Bevölkerungswissenschaft in Budapest. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán und der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence machten dabei auf die weitere Zunahme der Weltbevölkerung aufmerksam ebenso wie auf eine notwendige finanzielle Unterstützung und andere Hilfen für junge Familien.

    Auf dem vierten Gipfel dieser Art wurde wiederholt betont, dass man gegen die allgemeine Alterung der Bevölkerung in den westlichen Ländern nur ankomme, wenn man junge Familien stärke und sie für höhere Geburtenraten begeistern könne. Dies sei der einzig richtige Weg, und nicht die massenhafte Einwanderung Fremder, die Orbán seit langem ablehnt. Der ungarische Politiker, der sich als Beschützer konservativer und christlicher Werte versteht, hat sich bisher auch stets geweigert, im Zusammenhang mit der Familie über Angehörige sexueller Minderheiten zu sprechen. Dafür wurde Orbán in Europa schon mehrfach kritisiert.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Nur einen Tag nach der Entlassung von Staatspräsident Miloš Zeman aus dem Zentralen Militärkrankenhaus in Prag wurde sein Amtsvorgänger Václav Klaus das zweite Mal binnen kurzer Zeit in dieselbe Klinik eingewiesen. Der 80-Jährige sei zur Nachbehandlung eines früheren Leidens erschienen, heißt es in der Tageszeitung „Blesk“. Diese Information hat Petr Macinka vom Václav-Klaus-Institut bestätigt. Es wird erwartet, dass sich das ehemalige Staatsoberhaupt für drei Tage in der medizinischen Einrichtung aufhalten wird.

    Laut Tageszeitung „Právo“ verbrachte Klaus am vorvergangenen Wochenende zwei Nächte im Krankenhaus. Am Dienstag, dem 14. September, kehrte er jedoch kurzfristig ins Krankenhaus zurück und wurde am Freitag entlassen. Bei seiner Entlassung sagte er gegenüber Journalisten, dass er sehr hohen Blutdruck sowie Magenkomplikationen habe.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Im Industriepalast des Prager Messegeländes wurden am Donnerstag die 26. Internationale Buchmesse und das Literatur-Festival „Welt des Buches“ eröffnet. Eine große Anzahl von Publikationen wird an 152 Ständen gezeigt, nur wenige Minuten nach Ausstellungsbeginn wurden sie bereits von Hunderten Besuchern aufgesucht. In den zurückliegenden Jahren wurde die Messe von rund 50.000 Literaturinteressierten besucht.

    Wie Mit-Organisatorin Jana Chalupová gegenüber Medien erklärte, erwarte man in diesem Jahr nicht so viele Besucher. Ein Grund dafür seien die Anti-Pandemie-Maßnahmen, von denen einige immer noch gelten. Das Festival, zu dem fast dreihundert Aussteller und sechshundert Mitwirkende aus 27 Ländern und Regionen eingetroffen sind, dauert bis zum 26. September. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautet „Mein Zuhause liegt in der Sprache“. Die Rolle des repräsentativen Gastlandes nimmt in diesem Jahr Frankreich ein.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Am Freitag ist es in Tschechien wolkig bis bedeckt, am Morgen Schauer oder leichter Regen. Im Tagesverlauf klart der Himmel allmählich auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 16 bis 20 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter Höhe liegen die Maximalwerte um 12 Grad Celsius. Es weht ein frischer Wind aus Nordwest bis West, der gegen Abend abschwächt.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Der Titel „Baum des Jahres 2021“ in Tschechien wurde an die sogenannte „Singende Linde“ aus der ostböhmischen Gemeinde Telecí unweit von Svitavy / Zwittau verliehen. In der ökologisch-orientierten Umfrage nach den sympathischsten Baumarten in Tschechien belegte eine Eiche aus Kozlovice in der nordmährischen Region Frýdek-Místek / Friedek-Mistek den zweiten Platz. Der dritte Rang ging an eine Fichte aus einem Brünner Außenbezirk in der Ramešova-Straße.

    Die Umfrage wurde zum 20. Male von der Stiftung Partnerství (Partnerschaft) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch in Brno / Brünn bekanntgegeben.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    In Tschechien sind am Mittwoch 526 neue Corona-Fälle bestätigt worden, das ist in etwa die gleiche Anzahl wie in der Vorwoche. Vor sieben Tagen wurden lediglich fünf Neuinfizierte weniger registriert. In den tschechischen Krankenhäusern wurden am Mittwoch 165 Covid-19-Patienten gezählt, von ihnen haben 24 einen schweren Krankheitsverlauf. Die Reproduktionszahl liegt weiter bei einem Wert von 1,05, was bedeutet, dass sich die Virusausbreitung nur geringfügig beschleunigt. Darüber informierte das Gesundheitsministerium in Prag am Donnerstag auf seiner Webseite.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach wie vor bei 29 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner. Regional betrachtet gibt es jedoch Unterschiede. Am höchsten ist die Inzidenz in der Hauptstadt Prag mit 49 Corona-Fällen auf 100.000 Einwohner, am niedrigsten im Kreis Hradec Kralové / Königgrätz mit rund elf Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner.

    Autor: Lothar Martin
  • 23.09.2021

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Ano) und sein ungarischer Amtskollege Viktor Orbán haben die Europäische Union dafür kritisiert, dass sie nach Meinung beider Politiker ihre Außengrenze nicht ausreichend vor illegaler Migration schütze. Beide Regierungschefs trafen sich am Mittwoch beim ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke, der beidseits von einem Zaun umgeben ist. Diesen hatte die ungarische Regierung im Jahr 2015 errichten lassen, um auf dem Höhepunkt der damaligen Migrationskrise den endlosen Strömen mit Flüchtlingen und Migranten Herr zu werden.

    Beide Premiers sind sich einig, dass man der illegalen Migration in Europa vorbeugen könne. „Tschechien wird keine Migranten aufnehmen, ihnen aber in ihren Ländern helfen“, sagte Babiš. Derzeit gehe es ihm zufolge beispielsweise um Verhandlungen mit der radikalen Taliban-Bewegung, die im August die Macht in Afghanistan übernommen hat, oder um eine aktive Lösung der Lage in Syrien und Libyen.

    Autor: Lothar Martin

Pages