• 25.01.2022

    Die Antwort der EU- und Nato-Mitglieder auf eine mögliche Invasion Russlands in der Ukraine müsse schnell erfolgen und stark sein. Dies erklärte Außenminister Jan Lipavský (Piraten) am Dienstag bei einem Pressebriefing nach der Sitzung des tschechischen Krisenstabs in Prag. Auf damit verknüpfte Sanktionen gegen Russland sei man vorbereitet. Tschechien hoffe ständig auf eine diplomatische Lösung der angespannten Lage, was aber nicht gelinge, weil Russland seine Aktivitäten gegen das Nachbarland weiter verschärfe. Er werde deshalb am 7. und 8. Februar zur Berührungslinie im Gebiet östlich von Donezk reisen, um der Ukraine die Unterstützung Tschechiens zu versichern, ergänzte Lipavský. Bei dem Flug dorthin sollen ihn seine Amtskollegen aus der Slowakei und Österreich, Ivan Korčok und Alexander Schallenberg, begleiten.

    Tschechien belässt seine Diplomaten und deren Familienangehörige weiter in der Botschaft in Kiew. Die Weisung zur Evakuierung der Einrichtung wird vorerst nicht erteilt, bestätigte Lipavský eine Information vom Montag. Gleichzeitig richtete er den Appell an alle Tschechen, nicht in die Grenzgebiete im Norden und Osten der Ukraine zu reisen.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Im Falle einer Verschärfung der Lage in der Ukraine sollten Tschechien und die Slowakei gemeinsam handeln. Tschechien wäre hierzu bereit, Bratislava beim Schutz der slowakisch-ukrainischen Grenze zu helfen. Dies erklärte Innenminister Vít Rakušan (Stan) am Dienstag nach dem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Roman Mikulec in Prag.

    Die slowakisch-ukrainische Grenze ist gleichzeitig Teil der EU-Außengrenze, die den Schengen-Raum der Freizügigkeit umschließt. Kiew und die westlichen Länder befürchten eine mögliche russische Invasion in der Ukraine, an deren Grenzen Moskau Zehntausende Soldaten in Stellung gebracht hat.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Das Orientalische Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik feiert sein 100-jähriges Bestehen. Der Beginn seiner Tätigkeit ist auf den 25. Januar 1922 datiert. An jenem Tag hat die Nationalversammlung der Tschechoslowakei das Gesetz zur Gründung des Instituts verabschiedet. Das Jubiläum wird die Bildungseinrichtung jedoch das ganze Jahr über mit Veranstaltungen feiern, und zwar mit Vorträgen, einer Ausstellung sowie einer Jurte, die im Zentrum Prags aufgestellt wird.

    Gegenwärtig wird das Institut von der Sinologin Táňa Dluhošová geleitet, ihr Stellvertreter ist der Arabist Bronislav Ostřanský. Wie der Vizechef am Dienstag erklärte, habe das Institut bereits mit der ersten Vortragsreihe begonnen. Laut Ostřanský wird die Jurte die größte Attraktion des Programms zu den Feierlichkeiten sein. Sie wird im Herbst auf der Schützeninsel errichtet, in ihrem Inneren werden Ausstellungen, Autorenlesungen und Diskussionsrunden stattfinden, so Ostřanský.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Als Wahlbündnis Spolu wollen die Bürgerdemokraten (ODS), die Christdemokraten (KDU-ČSL) und die Partei Top 09 nun auch zu den Prager Kommunalwahlen im Herbst dieses Jahres antreten. Darauf haben sich die Vorsitzenden der Hauptstadt-Organisationen der drei Parteien, Marek Benda (ODS), Jiří Pospíšil (TOP 09) und Vít Šolle (KDU-ČSL) geeinigt. Den entsprechenden Koalitionsvertrag wolle man bis Ende März ausarbeiten, sagten die Parteigruppen-Chefs bei der Unterzeichnung ihrer Absichtserklärung am Dienstag.

    Das Drei-Parteien-Bündnis Spolu (Gemeinsam) hatte sich vergangenen Oktober bei den Parlamentswahlen knapp vor der Partei Ano als Sieger durchgesetzt. Die Prager Koalition will bei den Wahlen zum Magistrat im Herbst ein Ergebnis von über 30 Prozent erzielen. Derzeit stehen Top 09 und die Christdemokraten in der Gruppierung Spojené síly pro Prahu (Vereinte Kräfte für Prag) gemeinsam mit den Piraten und der Vereinigung Praha Sobě in der Regierungsverantwortung. Die Bürgerdemokraten sind in der Opposition. Prags Oberbürgermeister ist Zdeněk Hřib von den Piraten.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Die Verkehrsstärke auf dem tschechischen Autobahn- und Straßennetz hat im Vergleich zu 2016 um rund zehn Prozent zugenommen. Den größten Zuwachs bei der Menge an Fahrzeugen auf den Autobahnen gab es bei den Lastkraftwagen, und zwar mit über 20 Prozent. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen der letztjährigen nationalen Verkehrszählung hervor, die von der Autobahn- und Straßendirektion (ŘSD) am Dienstag gemeldet wurden.

    Der am meisten frequentierte Streckenabschnitt in Tschechien ist ein Teilstück der Autobahn D1 zwischen Modletice und Říčany südöstlich von Prag. Hier verkehren 103.000 Fahrzeuge täglich. Die Ergebnisse der Verkehrszählung dienen als Grundlage für die Vorbereitung von Verkehrsbauten und zur Entscheidungsfindung für zentrale Institutionen und regionale Behörden.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Am Mittwoch ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, nur vereinzelt heiter. Morgens örtlich Frühnebel. Im Norden und Nordosten des Landes wird es gelegentlich etwas schneien. In Lagen unter 400 Meter geht der Schnee in Schneeregen oder Regen über. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 1 bis 5 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter Höhe erreichen die Maximalwerte -2 Grad Celsius. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Nach Angaben des tschechischen Umweltministeriums garantiere das vor dem Abschluss stehende zwischenstaatliche Abkommen zum umstrittenen Braunkohlentagebau Turów den Umweltschutz an der Grenze zu Polen. Es

    biete zudem umfassendere Kontrollmöglichkeiten als die derzeitige europäische Gesetzgebung, sagte Ondřej Charvát vom Ministerium am Dienstag der Presseagentur ČTK.

    Charvát reagierte damit auf die Erklärung der Umweltplattform „Gemeinsam für Wasser“ vom Montag. Ihrer Meinung nach wird die geplante unterirdische Mauer den Wasserverlust aus dem tschechischen Gebiet nicht verhindern. Der Abschluss des Abkommens in seiner jetzigen Fassung würde daher im Widerspruch stehen zu tschechischen und europäischen Gesetzen, die keine Zustimmung zu Schäden für die Umwelt und das eigene Territorium zulassen.

    Laut Tschechiens Umweltministerin Anna Hubáčková (Christdemokraten) sollen die Verhandlungen zwischen Prag und Warschau zu Turów noch bis Ende Januar wiederaufgenommen werden.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Die deutsche Polizei hat am Montag ihre Ermittlungen gegen den tschechischen Unternehmer Radim Passer wegen groben Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Passer ist vergangenes Jahr auf einer deutschen Autobahn mit einer Geschwindigkeit von 417 Stundenkilometern gefahren. Laut Deutscher Presse Agentur (dpa) stehe der Tscheche unter dem Verdacht, an einem illegalen Autorennen teilgenommen zu haben.

    Der 58-jährige Passer war nach eigener Aussage mit einem Bugatti unterwegs, den er auf einem fast zehn Kilometer langen Geradeausstück auf der Autobahn A2 von Berlin nach Hannover ausgetestet habe. Er gab an, dass die Sicherheit, für die er Gott danke, für ihn erste Priorität bedeutet habe. Laut dpa war es Passer selbst, der ein Video zu seiner Rekordfahrt ins Internet gestellt hat. Darauf ist zu sehen, dass er dazu kurz vor der Abenddämmerung startete und während der rasanten Fahrt einige Autos überholte.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Am Montag wurde in Tschechien ein neuer Rekordwert für die Ansteckung mit dem Coronavirus registriert. In den Labors wurden 30.350 positive Testergebnisse ermittelt – das ist um rund 50 Prozent mehr als vor einer Woche und der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Gesundheitsminister Vlastimil Válek (Top 09) hat diese Entwicklung indes angekündigt. In einer TV-Talkshow am Sonntag sprach er davon, dass in Tschechien die Omikron-Welle in dieser Woche ihren Höhepunkt erreichen wird. Dabei seien täglich bis zu 80.000 Neuansteckungen mit dem Virus möglich, so Válek.

    Trotz des Rekords an Corona-Fällen nimmt die Zahl der in den Krankenhäusern stationär behandelten Covid-19-Patienten im Wochenvergleich weiter ab. Am Montag wurden 1695 Patienten gezählt, das ist um sieben Prozent weniger als in der Vorwoche. Die schweren Krankheitsverläufe gingen um fast ein Drittel auf 207 Intensivbehandlungen zurück. Dies gab das Gesundheitsministerium in Prag am Dienstagmorgen auf seiner Internetseite bekannt.

    Autor: Lothar Martin
  • 25.01.2022

    Tennisspielerin Barbora Krejčíková ist bei den Australian Open im Viertelfinale ausgeschieden. Die Tschechin unterlag am Dienstag der US-Amerikanerin Madison Keys in zwei Sätzen mit 3:6 und 2:6. Gegen Ende des ersten Satzes klagte Krejčíková über gesundheitliche Probleme und ließ sich den Blutdruck messen. Offenbar war die 26-Jährige bei großer Hitze nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, daher hatte sie im zweiten Satz auch nur wenig entgegenzusetzen.

    Mit dem Vorstoß ins Viertelfinale hat Krejčíková indes ihr bisher bestes Ergebnis im Damen-Einzel bei den Australian Open erzielt. Zuvor war die Tschechin zweimal in der zweiten Runde gescheitert. Gemeinsam mit ihrer tschechischen Partnerin Kateřina Siniaková steht sie zudem in der Runde der besten Acht des Damen-Doppel.

    Autor: Lothar Martin

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