• 20.04.2021

    Bei einer Blutprobe der Geherin Anežka Drahotová aus dem Jahr 2018 wurde ein Dopingbefund festgestellt. Die zweifache Medaillengewinnerin bei Europameisterschaften wurde darüber durch dem tschechischen Antidopingausschuss informiert. Um welche verbotene Substanz es sich konkret handelt, wurde noch nicht mitgeteilt. Drahotová streitet die Beschuldigung ab, wird aber bis zur Klärung des Falls an keinem Wettkampf teilnehmen.

    Die betreffende Probe stammt vom 31. Juli 2018. Kurz darauf gewann Drahotová Silber bei der EM in Berlin.

  • 20.04.2021

    Am Mittwoch ist es in Tschechien meist bewölkt. Nachmittags kann es örtlich regnen. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 13 bis 17 Grad Celsius.

  • 20.04.2021

    Die Leuchtprojektion, mit der in der Nacht zum Dienstag das Wort „Hochverrat“ an die Prager Burg projiziert wurde, wird von der Polizei als möglicher Gesetzesverstoß untersucht. Auf Anfrage der Presseagentur ČTK bestätigte dies der Sprecher der Prager Polizei, Jan Rybanský. Zudem veröffentlichte die Organisation „Zastavme velezradu“ (Stoppen wir den Hochverrat) in der Nacht einen Aufruf an das Parlament, gegen Präsident Miloš Zeman eine Verfassungsklage wegen Hochverrats einzureichen. Parallel dazu veröffentlichte sie auch Fotos von der Leuchtschrift.

    Laut Rybanský tauchte die blaue Schrift an den Mauern der Prager Burg zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens auf. Präsidentensprecher Jiří Ovčáček kommentierte dies auf Twitter als „weiteren beschämenden Ausdruck“ dafür, dass die Opposition schon seit mehr als einem Jahr systematisch lüge und Hass verbreite.

  • 20.04.2021

    Die Corona-Pandemie hat weltweit negative Auswirkungen auf die Pressefreiheit. In mehr als 130 Ländern der Erde wird die journalistische Berufsausübung voll oder teilweise blockiert. Das geht aus dem alljährlichen Bericht der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Tschechien hält sich demnach unter insgesamt 180 beobachteten Ländern auf Platz 40. Die größte Pressefreiheit herrscht weiterhin in den skandinavischen Ländern, am schlechtesten ist die Lage in Eritrea, Nordkorea, Turkmenistan und China.

    Zu den größten Herausforderungen in Tschechien zählen dem Bericht nach die Bedrohung öffentlich-rechtlicher Medien durch staatlich kontrollierte Aufsichtsorgane, Hasskampagnen im Internet oder die Verbreitung sogenannter alternativen Medien. Das umfassende Misstrauen in journalistische Arbeit würde bestärkt durch die verbalen Ausfälle von Präsident Miloš Zeman und weiterer hoher Staatsvertreter, schreibt die Organisation. Als problematisch sieht sie außerdem die Konzentration medialer Macht in den Händen von Oligarchen an.

  • 20.04.2021

    Am Montag sind in Tschechien 3301 neue Corona-Fälle registriert worden. Das waren etwa 570 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche. Damit setzt sich der abnehmende Trend der letzten Wochen fort. Aktuell stagniert aber die Zahl der Covid-19-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, bei ungefähr 4000. Dennoch ist dies um ein Viertel weniger als sieben Tage zuvor.

    Am Montag wurden landesweist 55.085 Dosen an Corona-Impfstoffen verabreicht. Das waren etwa 7000 weniger als vor einer Woche. Dies geht aus den aktuellen Daten des Gesundheitsministeriums hervor.

  • 20.04.2021

    Die Volleyballer vom VK Karlovarsko können ihren zweiten Extraliga-Titel feiern. Das Team von Trainer Jiří Novák hat sich im entscheidenden fünften Finalspiel mit 3:1 gegen die Mannschaft aus České Budějovice /Budweis durchgesetzt. Die gesamte Finalserie konnten die Karlsbader mit 3:2 nach Spielen für sich entscheiden.

    Mit ihrem Sieg vom Montag knüpfen die Westböhmen an ihren Erfolg von 2018 an. Den Titel übernehmen sie eben von den Budweisern, die den Wettbewerb 2019 zum zehnten Mal gewonnen hatten. Im vergangenen Jahr war das Turnier wegen der Corona-Pandemie ohne Ermittlung eines Siegers abgebrochen worden.

  • 20.04.2021

    Ungarn, Polen und die Slowakei haben in einer gemeinsamen Stellungnahme ihrer Außenminister Tschechien ihre Solidarität ausgesprochen im Fall der 18 ausgewiesenen Mitarbeiter der russischen Botschaft in Prag. In dem Schreiben, das auf den Webseiten des polnischen Ministeriums veröffentlicht wurde, verurteilen die drei Diplomaten jegliche Aktivitäten, die die Sicherheitslage souveräner Staaten und ihrer Bürger bedrohen sollen. Dies gelte sowohl für einzelne Länder als auch für die Verbündeten in Nato und EU, hieß es weiter.

  • 19.04.2021

    Die Explosion in Vrbětice war kein Akt des Staatsterrorismus, sondern ein Angriff auf die Güter eines bulgarischen Geschäftsmannes, erklärte Premierminister Andrej Babiš (ANO) nach der Regierungssitzung am Montag vor Journalisten. Gleichzeitig bezeichnete er die Aktivitäten von Agenten des russischen Geheimdienstes GRU in der Tschechischen Republik als inakzeptabel.

    Das Kabinett hat am Montag den Bericht des Nachrichtendienstes (BIS) nicht freigegeben, wie Babiš vorgeschlagen hat, da die Behörden ihre Ermittlungen noch fortsetzen.

    Die Ermittler arbeiten mit der Version, dass das Ziel des Angriffs in Vrbětice Material war, das nach Bulgarien transportiert werden sollte, sagte der oberste Staatsanwalt Pavel Zeman am Montag vor Journalisten.

  • 19.04.2021

    Die tschechische Regierung hat das russische Unternehmen Rosatom aus der Ausschreibung zum Reaktorbau im AKW Dukovany ausgeschlossen. Das sagte der Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček (parteilos) auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am Montag. Zur vorherigen Sicherheitsüberprüfung werden nur die französische EdF, die südkoreanische Firma KHNP und das amerikanische Unternehmen Westinghouse eingeladen, so der Minister.

    Die Regierung reagierte mit dieser Entscheidung auf Informationen, dass der russische Geheimdienst 2014 vermutlich in die Explosion eines Munitionslagers in Vrbětice verwickelt war.

  • 19.04.2021

    Die Ermittlungsergebnisse der tschechischen Behörden zu den Umständen des Munitionslagers 2014 in Vrbětice gäben Anlass zur Sorge, so dass Deutschland an einer Klärung des Vorfalls interessiert sei. Berlin möchte jedoch bisher nicht über eine mögliche Reaktion auf die Vorwürfe gegen Russland sprechen. Dies sagte am Montag die Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, auf Anfrage der Nachrichtenagentur ČTK. Tschechien behauptet, dass die russischen Geheimdienste hinter der Explosion stecken, Russland lehnt ab.

    Auf den Vorfall reagierte auch die Sprecherin des Auswärtigen Amtes Maria Adebahr, indem sie auf einen Tweet des deutschen Botschafters in Prag vom Sonntag verwies: „Die Ermittlungsergebnisse der tschechischen Behörden zu den Ereignissen in Vrbětice sind ein Grund zu großer Sorge. Deutschland steht an der Seite seiner tschechischen Partner und Freunde.“ Auch Adebahr wollte eine mögliche deutsche Reaktion nicht vorwegnehmen.

Pages