• 29.10.2026

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitgliedsstaat der Nato oder der Europäischen Union angegriffen wird, steigt laut der Analyse Tschechiens deutlich an. Dieses Risiko bestehe vor allem von Seiten Russlands, das auch die größte Gefahr für Tschechien darstelle. Dies steht in der neuen Konzeption zum Ausbau der tschechischen Armee bis 2040, aus der die Presseagentur ČTK zitiert. Das Papier soll am Montag vom Regierungskabinett bewilligt werden.

    Darin heißt es auch, dass die tschechische Armee bis 2030 auf mindestens 32.000 Berufssoldaten und 10.000 Reservesoldaten anwachsen soll. Anfang Juni 2026 bestanden die Streitkräfte aus gut 25.700 Berufssoldaten und über 5000 Reservesoldaten.

  • 29.10.2026

    Der Intendant des Tschechischen Fernsehens (ČT), Hynek Chudárek, wird am Donnerstagabend mit Premier Andrej Babiš (Partei Ano) über die geplante Abschaffung der Rundfunkgebühren verhandeln. Chudárek werde dabei auf eine Weiterfinanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien in Tschechien durch die Gebühren bestehen, heißt es in einer entsprechenden ČT-Presseerklärung.

    Noch am Montag hatte Babiš ein ähnliches Anliegen des Generaldirektors des Tschechischen Rundfunks (ČRo), René Zavoral, abgelehnt. Wegen dessen Forderung nach einer öffentlichen Diskussion äußerte Babiš, im Gegensatz zu Chudárek sei Zavoral ein aktivistischer Intendant.

    Die Regierung will die Rundfunkgebühren in Tschechien abschaffen und die Finanzierung der beiden Medienhäuser durch dem Staatshaushalt gewährleisten. Der anvisierte Etat wird dabei um rund 15 Prozent kleiner sein, als die Öffentlich-Rechtlichen derzeit zur Verfügung haben.

  • 29.10.2026

    In dem Fall der illegalen Müllhalden in Tschechien, in die Windkraftschrott aus Deutschland verbracht wurde, hat die Bezirksstaatsanwaltschaft in Bruntál Anklage erhoben. Die Polizei beschuldigt dabei vier Personen und vier Firmen. Einen Termin für die Gerichtsverhandlung gebe es noch nicht, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag der Presseagentur ČTK mitteilte.

    Es geht um 600 Tonnen Gefahrenmülls. Er wurde seit Juni 2024 vor allem in Jiříkov und in dem Brünner Stadtteil Horní Heršpice abgelagert. Der damalige Chef der deutschen Firma Roth International ist deswegen vergangene Woche in Weiden zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

  • 29.10.2026

    Der Freitag wird in Tschechien ein typischer Herbsttag. Morgens gibt es vor allem im böhmischen Landesteil verbreitet Nebel. Der Himmel ist tagesüber dann bewölkt, mitunter zeigt sich die Sonne. Vereinzelt nieselt es, am ehesten im Norden und Nordosten. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 9 bis 13 Grad.

  • 29.10.2026

    Die tschechische Kriminalpolizei beschuldigt drei Männer der Einflussnahme bei den Kommunalwahlen in einer Gemeinde im westböhmischen Bezirk Louny. Sie sollen mehreren Menschen Geld angeboten haben für eine Ummeldung des Wohnsitzes in die betreffende Gemeinde sowie für eine Stimmabgabe nach vorherigen Instruktionen. Darüber informierte die Polizei am Donnerstag, ohne aber den Ortsnamen anzuführen.

    Die Kommunalwahlen fanden in Tschechien am 9. und 10. Oktober statt. Zu der verabredeten Stimmabgabe soll es letztlich nicht gekommen sein, so die Polizei weiter. Den drei Männern drohen für den Manipulationsversuch bis zu drei Jahre Haft.

  • 29.10.2026

    Die tschechische Produktion „Plevel“ (Unkraut) von der russischstämmigen Regisseurin Pola Kazak hat den europäischen Emile-Preis in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm gewonnen. In dem 14-Minüter geht es um eine Gärtnerin, die inmitten eines Feldes voller Unkraut einen Blumengarten pflegt und diesen auf Leben und Tod verteidigen muss.

    Die europäischen Animationspreise Emile wurden bereits zum fünften Mal vergeben. Die diesjährige Zeremonie fand am Mittwoch im polnischen Krakau statt. In der Spielfilm-Sektion gewann die tschechische Ko-Produktion „Život k sežrání“ (Hungrig aufs Leben) von Regisseurin Kristina Dufková die Auszeichnung „Best of the Best“ (Das Beste vom Besten).

  • 29.10.2026

    In Prag findet am Donnerstag die erste gemeinsame Regierungssitzung der Kabinette aus Tschechien und aus Ungarn statt. Als Themen stehen die Konkurrenzfähigkeit Europas, Energiesicherheit, Migration, der EU-Haushalt und die EU-Erweiterung auf dem Programm.

    Am Rande der Konsultation wird Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) separat mit seinem ungarischen Amtskollegen Péter Magyar verhandeln. Ebenso wollen sich die Minister mit dem jeweils gleichen Ressort einzeln austauschen. Magyar wird zudem am Nachmittag von Staatspräsident Petr Pavel auf der Prager Burg empfangen.

  • 29.10.2026

    Am Donnerstag haben für die Schülerinnen und Schüler in Tschechien die Herbstferien begonnen. Nach dem Feiertag am Mittwoch folgen damit zwei freie Tage. In die Schulbänke kehren die Kinder und Jugendlichen hierzulande dann am Montag kommender Woche zurück.

    Einige Schulen hatten den Unterricht bereits an den beiden Tage vor dem Staatsfeiertag vom 28. Oktober ausgesetzt. Somit haben die Klassen dort eine ganze Woche schulfrei.

  • 29.10.2026

    Der Außenminister der USA, Marco Rubio, hat Tschechien am Mittwoch zum Feiertag gratuliert, mit dem die Gründung der demokratischen Tschechoslowakei vor 108 Jahren gewürdigt wurde. In seiner Erklärung, die auf der Website seines Ressorts veröffentlicht wurde, bezeichnete Rubio Tschechien als einen fähigen und vertrauenswürdigen Sicherheitspartner.

    Zugleich erinnerte der US-amerikanische Chefdiplomat an Tschechiens Verpflichtung, die Verteidigungsausgaben aufzustocken. Beide Staaten träten für eine starke Nato ein, so Rubio, was in den kommenden zehn Jahren höhere Investitionen erfordere.

    Tschechien erfüllt derzeit nur knapp die Nato-Vorgabe eines Verteidigungsetats von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Alle Bündnisstaaten sollen dies bis 2035 auf fünf Prozent anheben.

  • 29.10.2026

    Anlässlich des tschechischen Staatsfeiertages am Mittwoch hat Präsident Petr Pavel traditionell wieder die höchsten offiziellen Auszeichnungen vergeben. Den Orden des Weißen Löwen bekamen in memoriam die Turnerin Věra Čáslavská und der Regisseur Miloš Forman. Außerdem nahmen ihn die ehemalige Vorsitzende der tschechischen Akademie der Wissenschaften, Helena Illnerová, und die Schauspielerin Iva Janžurová entgegen.

    Die feierliche Zeremonie fand am Abend im Vladislav-Saal der Prager Burg statt. Pavel überreichte dabei auch den Masaryk-Orden, die Medaille für Heldentum sowie die Verdienstmedaille. Insgesamt wurden 51 Personen geehrt. In seiner Rede kritisierte das Staatsoberhaupt, die heutigen Politiker würden nicht ihre Verantwortung erfüllen in Sachen Sicherheit, öffentlicher Finanzen, Naturschutz und in ihrer Haltung zu öffentlichen Debatten.

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