• Erneuerung der Baude Libušín beendet – Wiedereröffnung am Donnerstag

    28.07.2020

    Die Erneuerung der architektonisch wertvollen Baude Libušín im mährischen Pustevny ist nach sechs Jahren abgeschlossen. Am Donnerstag wird das nationale Kulturdenkmal wiedereröffnet. Die Bergbaude, die als Restaurant diente, brannte in der Nacht vom 2. zum 3. März 2014 ab. Sie wurde 1899 nach dem Entwurf des renommierten Architekten Dušan Jurkovič erbaut. Das Freilichtmuseum in Rožnov pod Radhoštěm, das die Baude verwaltete, hatte danach beschlossen, den massiven Holzbau wieder zu errichten.

    Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau der Baude Libušín belaufen sich auf 117,5 Millionen Kronen (5,2 Millionen Euro), sagte der Generaldirektor des Freilichtmuseums, Jindřich Ondruš, am Dienstag auf einer Pressekonferenz im mährischen Prostřední Bečva. Nach dem Brand vor sechs Jahren wurde angegeben, dass das Feuer einen Gesamtschaden von umgerechnet 2,9 Millionen Euro angerichtet hat.

    Autor: Lothar Martin
  • Staat und ČEZ unterzeichnen Verträge zum Reaktorbau in Dukovany

    28.07.2020

    Der tschechische Staat und das halbstaatliche Energieunternehmen ČEZ haben am Dienstag einen schon länger vorbereiteten Vertrag über die Errichtung eines neuen Reaktorblocks im südmährischen Atomkraftwerk Dukovany abgeschlossen. Dabei unterzeichneten der Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček (parteilos), und ČEZ-Generaldirektor Daniel Beneš neben einem Dachabkommen auch einen Vertrag über die Bebauungsgenehmigung für den Reaktorstandort und die Auswahl des Lieferanten bis zum Jahr 2024. Laut Aussage von Beneš wolle ČEZ bis Ende 2022 das Auswahlverfahren über den Auftragnehmer zum Bau des Atommeilers abschließen, das noch im Dezember dieses Jahres ausgeschrieben werden soll.

    Vor Journalisten bestätigte Havlíček, dass der Bau des neuen Reaktors wie geplant im Jahr 2029 beginnen soll. Sieben Jahre später sollte er demnach in Betrieb gehen.

    Autor: Lothar Martin
  • Fußball: Auftaktspiele in Nations League finden ohne Zuschauer statt

    28.07.2020

    Die beiden Auftaktpartien in der Nations League, die die tschechische Fußball-Nationalmannschaft Anfang September bestreitet, finden wegen der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer statt. Es handelt sich dabei um das Auswärtsspiel am 4. September in Bratislava gegen Gastgeber Slowakei sowie das Heimspiel gegen Schottland drei Tage später in Olomouc / Olmütz. Das habe die Uefa so entschieden, teilte der tschechische Fußballverband (FAČR) am Dienstag in einer Pressemeldung mit.

    Die Anordnung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) gelte für alle europäischen Wettbewerbe auf Club- und Länderebene der Männer und Frauen bis auf Widerruf, bestätigte der tschechische Verband. Deswegen werde man für die Begegnung mit Schottland auch keine Tickets verkaufen. Sollte die Uefa indes ihre Meinung ändern, sei man vorbereitet, sofort darauf zu reagieren, heißt es in einer Erklärung des FAČR.

    Der dritte und letzte Gegner in der Gruppe 2 der Liga B für die Schützlinge von Nationaltrainer Jaroslav Šilhavý ist Israel. Gegen die Israeli tritt Tschechien am 11. Oktober zunächst auswärts an, bevor Mitte November das Rückspiel und die zweite Heimpartie gegen die Slowakei anstehen. Zudem muss Tschechien am 14. Oktober noch auswärts bei den Schotten antreten.

    Autor: Lothar Martin
  • Das Wetter am Mittwoch, dem 29. Juli 2020

    28.07.2020

    Am Mittwoch ist es in Tschechien überwiegend heiter. Nur im Osten des Landes ist es zu Tagesbeginn bedeckt mit örtlichen Schauern. Zum Abend klart der Himmel zum Teil völlig auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 24 und 28 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter bewegen sich die Höchstwerte um 20 Grad Celsius. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest.

    Autor: Lothar Martin
  • Innenministerium schlägt vier Optionen zur Stimmabgabe in Quarantäne vor

    28.07.2020

    Das Innenministerium hat vier Alternativen für eine Stimmabgabe in Quarantäne zu den Kreis- und Senatswahlen im Oktober vorbereitet. Dies sind die sogenannte Drive-In-Abstimmung von einem Auto in einem speziellen Wahllokal, Extra-Wahlbezirke, die beispielsweise in geschlossenen Seniorenheimen eingerichtet sind, die Möglichkeit, einen Vertreter zur Durchführung der Wahl zu ermächtigen, sowie eine mobile Wahlkommission mit einer tragbaren Wahlurne. Dies sagte Innenminister Jan Hamáček (ČSSD) am Dienstag nach einem Treffen mit Vertretern der Parlamentsparteien.

    Der Minister bezeichnete es als optimal, wenn alle Möglichkeiten akzeptiert würden, weil man sich nur so an alle Lebenssituationen der Wähler anpassen könne. Die Vertreter mehrerer Oppositionsparteien (ODS, Piraten, Stan und Top 09) unterstützten besonders die ersten beiden Optionen, das heißt die Abstimmung aus einem Auto heraus und die speziellen Wahlbezirke in unter Quarantäne gestellten Einrichtungen. Die Oppositionspolitiker waren sich mit dem Minister einig, dass die Wahlen so sicher wie möglich sein sollten und die Menschen keine Angst davor haben dürfen, wählen zu gehen.

    Autor: Lothar Martin
  • Re-Start der NHL: Auch 22 Tschechen setzen die Saison in Übersee fort

    28.07.2020

    Wenn die beste Eishockey-Liga der Welt, die nordamerikanische National Hockey League (NHL), am Samstag ihre wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison 2019/20 fortsetzen wird, dann werden auch bis zu 22 Tschechen am Start sein. Die Spielpause in der NHL dauert schon über vier Monate. Um die Saison überhaupt noch zu Ende spielen zu können, wurde auf die restlichen Hauptrundenspiele verzichtet. Stattdessen nehmen am diesjährigen Stanley Cup, der ohne Zuschauer stattfindet, 24 statt wie üblich 16 Mannschaften teil. Der neue Titelträger in der NHL soll bis Anfang Oktober feststehen.

    Die meisten Tschechen in einer Mannschaft, die am Stanley Cup teilnimmt, stehen bei den Boston Bruins unter Vertrag: Es sind fünf, darunter der Torschützenkönig der frühzeitig abgebrochenen Hauptrunde, David Pastrňák. Der 24-Jährige hat wie der Russe Alexander Owetschkin (Washington) 48 Mal ins Schwarze getroffen. In Vorbereitung auf den Stanley Cup musste Pastrňák allerdings wie sein tschechischer Teamkollege Ondřej Kaše eine zweiwöchige Quarantäne einhalten. Es heißt, es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, weil Pastrňák mit einer Person in Kontakt gekommen war, die sich mit dem Covid-19-Errger infiziert habe. Bei dem Angreifer selbst aber sei das Virus nicht festgestellt worden.

    Autor: Lothar Martin
  • Anmeldungsfrist für Kreis- und Senatswahlen endet am Dienstag

    28.07.2020

    Für Parteien und politische Bewegungen endet am Dienstag um 16 Uhr die Möglichkeit, ihre Kandidaten für die Kreis- und Senatswahlen im Herbst dieses Jahres aufzustellen. Darüber, welche Gruppierungen letztlich zu den Wahlen zugelassen werden, entscheidet eine Registrierungsbehörde bis Mitte August. Die Wahlen in den Kreisen sowie die erste Runde der Ergänzungswahlen zum Senat finden am 2. und 3. Oktober statt.

    Bei den letzten Kreiswahlen im Jahr 2016 hatten sich 89 Gruppierungen gemeldet, aber nur sechs von ihnen schafften den Einzug in alle 13 Kreisverwaltungen. Für die Senatswahlen im Jahr 2014, die in denselben Wahlbezirken wie dieses Jahr vorgenommen wurden, hatten sich 260 Kandidaten beworben. In Tschechien werden die Senatswahlen aller zwei Jahre in einem Drittel der Wahlkreise durchgeführt. Die Legislaturperiode eines gewählten Senators dauert demzufolge sechs Jahre.

    Autor: Lothar Martin
  • Coronavirus: 195 Neuinfizierte am Montag

    28.07.2020

    Am Montag hat die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus wie erwartet wieder zugenommen. Wurden am Samstag und Sonntag auch aufgrund geringerer Testdurchführungen noch 131 beziehungsweise 115 neue Fälle registriert, so kamen am Montag 195 positiv auf Covid-19 getestete Personen hinzu. Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus hierzulande bei insgesamt 15.516 Menschen festgestellt. Das geht aus den Angaben hervor, die das Gesundheitsministerium in Prag am Dienstagmorgen veröffentlicht hat.

    Bislang sind in Tschechien 373 Patienten an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Über 70 Prozent der bisher Infizierten seien mittlerweile von der Erkrankung genesen, heißt es. Die Zahl der aktuell infizierten Personen nimmt indes weiter zu: Am Montag wurde sie mit 3828 Menschen angegeben, das ist die höchste Anzahl seit dem 20. April.

    Autor: Lothar Martin
  • Coronavirus in Altenheim bei Hradec Králové: Fünf Angestellte infiziert, aber kein Rentner

    28.07.2020

    Im Altersheim in Černožice bei Hradec Králové / Königgrätz haben sich fünf Beschäftigte des Hauses mit dem Coronavirus angesteckt, einschließlich einer Krankenschwester. Überraschenderweise aber ist keiner der Bewohner des Altenheims mit dem Covid-19-Erreger infiziert, informierte am Dienstagmorgen ein Vertreter der Kreisverwaltung in Hradec Králové. Am Montag war ein umfassender Test bei den 83 Angestellten des Seniorenheims und den Hunderten Bewohnern der Einrichtung durchgeführt worden.

    Die Krankheit war zunächst am Freitag bei einer Beschäftigten festgestellt worden, die aus der Ukraine zurückgekehrt ist. Es war der erste bestätigte Covid-19-Fall in einem Altenheim des Kreises, der weiterhin zu den Regionen des Landes zählt, die eine ziemlich niedrige Ansteckungsrate haben. Im Kreis Hradec Králové wurden bislang 51,3 Corona-Fälle auf 100.000 Einwohner festgestellt. Besser in Tschechien ist nur der Kreis Südböhmen mit 43,63Fällen auf 100.000 Einwohner. Die Ansteckung bei der Krankenschwester wurde zufällig entdeckt. Sie spürte keine Symptome einer Erkrankung, ließ sich aber testen, weil ihrem Mann eine Infektion nachgewiesen wurde.

    Autor: Lothar Martin
  • Borkenkäfergefahr auf der Hälfte des tschechischen Staatsgebiets

    27.07.2020

    Fast die Hälfte der tschechischen Wälder ist mittlerweile vom Borkenkäfer befallen oder unmittelbar bedroht. Dies geht aus den neuen Daten des Landwirtschaftsministeriums hervor. Demnach sind 6109 von insgesamt 13.078 Gemarkungen hierzulande als sogenannte rote Zonen eingestuft.

    In diesen am stärksten betroffenen Zonen sind außergewöhnliche Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Schädlingen erlaubt. Laut Landwirtschaftsminister Miroslav Toman bietet die Borkenkäferkatastrophe aber auch die Möglichkeit, bei Aufforstungen die Artenvielfalt in den tschechischen Wäldern zu verbessern.

    Autor: Till Janzer

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