• 20.01.2021

    Die Lieferanten für Corona-Impfstoffe Pfizer und BioNTech haben der tschechischen Regierung bisher nicht mitgeteilt, wie viele Dosen sie in der nächsten Woche liefern werden. Das stelle ein großes Problem dar, sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) der Presseagentur ČTK am Mittwoch. Das Firmen-Duo hätte den gesamten Zeitplan storniert, die Lieferung für diese Woche eingeschränkt und versprochen, die Bestellungen bis Mitte Februar nachzuliefern, so der Premier weiter.

    Tschechien und weitere EU-Staaten haben am Dienstag den Europäischen Rat aufgefordert, ein klares Signal zur schnellen Genehmigung weiterer bestellter Impfstoffe zu geben. Den Ausfall erklärten Pfizer und BioNTech damit, Kapazitäten zur Produktionssteigerung freimachen zu müssen.

    In Tschechien sind bis Dienstagmittag schon insgesamt 129.829 Impfdosen verabreicht worden. Damit sind laut Angaben von Gesundheitsminister Jan Blatný (parteilos) 1,3 Prozent der Gesamtbevölkerung immunisiert. Bis Ende Januar sollen es insgesamt 346.625 Menschen sein, im Februar sollen 271.600 Menschen und im März 662.400 Menschen folgen.

  • 20.01.2021

    In Tschechien waren am Mittwochmorgen Erschütterungen zu spüren, die von einem Erdbeben in Österreich stammten. Das betraf die Gebiete um České Budějovice / Budweis, Plzeň / Pilsen, Prag, Zlín und Pardubice / Pardubitz. Der Direktor des Geophysikalischen Instituts, Aleš Špičák, sagte gegenüber der Presseagentur ČTK, dass die Erschütterungen hierzulande schwächer waren als etwa die Auswirkungen des Erdbebens in Kroatien im Dezember.

    Das Beben vom Mittwochmorgen hatte eine Stärke von 4,5. Sein Epizentrum lag laut Angaben der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der Nähe der Stadt Admont in der Steiermark. Schäden vermeldete bisher nur die Wallfahrtskirche Frauenberg.

  • 20.01.2021

    Für den Verkauf von Lebensmitteln zweiter Klasse könnte in Tschechien zukünftig eine Strafe von bis zu 50 Millionen Kronen (1,9 Millionen Euro) drohen. Das bezieht sich auf Produkte, die es auch in weiteren EU-Staaten gibt, aber hierzulande in anderer Zusammensetzung verkauft werden. Darüber stimmte am Mittwoch das Abgeordnetenhaus im Rahmen einer Novelle des Lebensmittelgesetzes ab. Der Entwurf muss nun noch vom Senat verhandelt werden.

    Die untere Parlamentskammer verabschiedete zudem eine Quote für den Verkauf einheimischer Lebensmittel. Demnach soll ab kommendem Jahr in Lebensmittelgeschäften ab 400 Quadratmetern ein verpflichtender Anteil von 55 Prozent an Produkten angeboten werden, die hierzulande hergestellt wurden. Zuvor hatten acht EU-Länder Tschechien vor diesem Schritt gewarnt, wie die Zeitung „Hospodářské noviny“ informiert. Der Vorsitzende der tschechischen Vereinigung der privaten Landwirtschaft, Jaroslav Šebek, hatte den Entwurf schon zu einem früheren Zeitpunkt als Sieg des Populismus bezeichnet.

  • 20.01.2021

    Am Donnerstag ist es in Tschechien heiter bis wolkig, verbreitet gibt es auch Hochnebel. Die Tageshöchsttemperaturen betragen 3 bis 7 Grad Celsius, bei Hochnebel nur 1 Grad Celsius.

  • 20.01.2021

    Die tschechische Regierung hat eine Informationskampagne zu den neuen elektronischen Autobahnvignetten gestartet. Sie soll darüber aufklären, wie das Online-System zum Kauf der Vignetten funktioniert, das bereits seit Dezember vergangenen Jahres zugänglich ist. Damit sollen häufige Fehler beseitigt werden, die bisher etwa drei Prozent der Nutzer machen. Zumeist handelt es sich um die falsche Eingabe des Kfz-Kennzeichens. Darüber informierte der Verkehrsminister Karel Havlíček (parteilos) am Dienstag in einer Pressekonferenz.

    Der Beginn der Informationskampagne fällt mit dem Termin zusammen, an dem Ende Januar die Gültigkeit der bisherigen Jahresvignetten ausläuft. Seit Dezember 2020 wurden bereits 690.000 elektronische Vignetten verkauft, weniger als die alten Papiervignetten im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

  • 20.01.2021

    Am Prager Václav-Havel-Flughafen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 3,66 Millionen Passagiere abgefertigt. Im Vergleich zum Vorjahr stellt das einen Rückgang von 79 Prozent dar. Gleichzeitig ist das die niedrigste Zahl an Reisenden seit 25 Jahren. Darüber informierte die Flughafenleitung am Mittwoch in einer Presseerklärung.

    Grund für den Einschnitt und den Wachstumsstopp der vorangegangenen Jahre ist die Corona-Krise. Wegen der Verluste mussten auch Mitarbeiter entlassen werden. Für 2021 wird die schrittweise Wiederaufnahme des Flugbetriebs erwartet.

  • 20.01.2021

    Der Tschechische Modehersteller Pietro Filipi will alle Mitarbeiter seiner 23 Läden entlassen. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung Blesk vom Mittwoch hervor. Laut Handelsregister hatte die für die Läden zuständige Firma Pietro Filipi Stores zum Jahresende 2018 insgesamt 138 Mitarbeiter. Weitere 64 Menschen beschäftigt die Firma Pietro Filipi GmbH, die für die Entwürfe der Kleidung zuständig ist.

    Die Marke Pietro Filipi wurde 1993 gegründet und bietet exklusive Damen- und Herrenmode an. Sie gehört zur Gruppe C2H, die bereits im Dezember eine drohende Insolvenz von Pietro Filipi angekündigt hat. Grund dafür sind die Corona-Krise und angehäufte Schulden, die aber teilweise schon aus dem Jahr 2019 stammen.

  • 20.01.2021

    Die Leitung des tschechischen Handballnationalteams der Männer ist abgewählt worden. Dies hat der Exekutivausschuss des Verbandes nach einer Anhörung der beiden Trainer, von Spielern und von Ärzten in der Nacht auf Mittwoch entschieden. Die Exekutive reagierte damit darauf, dass Verband und Nationalteam vergangene Woche kurzfristig wegen vieler Corona-Fälle die tschechische Teilnahme an der WM in Ägypten abgesagt hatten.

    Nach der Entscheidung legten Verbandspräsident Jaroslav Chvalný und drei Mitglieder des Exekutivausschusses ihre Ämter nieder. Die Exekutive warf der Leitung der Nationalmannschaft Verfehlungen vor. Dies wurde aber nicht konkreter ausgeführt. Kurz vor Start der WM waren zwölf Nationalspieler mit dem Coronavirus infiziert sowie die beiden Nationaltrainer, weitere fielen wegen Verletzungen aus. Mit Verweis auf die mangelnde Konkurrenzfähigkeit des Teams sagte man die WM-Teilnahme ab.

    Autor: Till Janzer
  • 20.01.2021

    Seit Beginn der Pandemie haben sich in Tschechien nachweislich bereits über 900.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus angesteckt. Rund 85 Prozent von ihnen sind von der Infektion genesen. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Am Dienstag kamen 9558 neue Fälle hinzu, das waren rund 1200 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den tschechischen Kliniken sank um etwa 400 auf 6608.

    Beim Corona-Index gab es eine Verschlechterung. Der Wert lag am Dienstag bei 73 von 100 Punkten. Grund war ein Anstieg der Reproduktionszahl von 0,76 auf 0,82. Die weiteren drei Bewertungskriterien verbesserten sich hingegen. Damit befand sich Tschechien bereits den siebten Tag in Folge auf dem Niveau der vierten von fünf Corona-Warnstufen. Allerdings gilt weiter – wie von der Regierung beschlossen – die fünfte Stufe. Für eine offizielle Rückkehr zur vierten Stufe müsse die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern unter 3000 sinken, sagte Gesundheitsminister Jan Blatný (parteilos) am Dienstag.

    Autor: Till Janzer
  • 19.01.2021

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben am Dienstag bei einem gemeinsamen Telefongespräch die Corona-Lage erörtert. Man hätte sich darauf geeinigt, dass es nicht gut wäre, die Grenzen für Berufspendler zu schließen, sagte Babiš in Reaktion auf Diskussionen über eine Verschärfung des Lockdowns in Deutschland. Laut dem tschechischen Premier bieten sich als Lösung zwei Corona-Tests in der Woche für Pendler an. Einen würde Tschechien, den anderen Deutschland zahlen, so Babiš.

    Des Weiteren sprachen beide Regierungschefs über die britische Corona-Mutation, die auch in Tschechien nachgewiesen wurde. Er habe Merkel versichert, dass auch die Experten hierzulande das Vorkommen der Mutation „sehr ernst nehmen“ würden, sagte Babiš.

    Autor: Till Janzer

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