• 24.10.2026

    Der slowakische Premier Robert Fico (Smer-SD) wird am Dienstag zu einem offiziellen Besuch in Tschechien erwartet. Gemeinsam mit dem tschechischen Regierungschef Andrej Babiš (Partei Ano) wird er im Garten vor dem Sitz des Regierungsamtes eine Statue der tschechisch-slowakischen Freundschaft enthüllen. Dies gab das Regierungsamt am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt.

    Das Kabinett Babiš pflegt seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr deutlich engere Beziehungen zur Slowakei als die Vorgängerregierung. Erst im März dieses Jahres fand nach einer dreijährigen Pause wieder eine gemeinsame Regierungssitzung statt, nachdem das Kabinett von Petr Fiala (Bürgerdemokraten) die Konsultationen aufgrund unterschiedlicher Haltungen zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine vorübergehend ausgesetzt hatte.

    Babiš hatte die Slowakei bereits bei seiner ersten offiziellen Auslandsreise nach seinem Amtsantritt besucht.

  • 24.10.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat das Vorgehen bei der Verhandlung über die Abschaffung der Rundfunkgebühren scharf kritisiert. Die unerwartete Aufnahme in die Tagesordnung und die nächtliche Abstimmung über den Gesetzesentwurf, der die Gebühren für das Tschechische Fernsehen (ČT) und den Tschechischen Rundfunk (ČRo) abschaffen soll, untergrabe den Glauben an gute Absichten, erklärte Pavel am Samstag auf der Plattform X. Dies führt ihm zufolge zu ernsthaften Zweifeln an den Absichten der Antragsteller. Der Präsident betonte zudem, dass er die öffentlich-rechtlichen Medien zu den Grundpfeilern der tschechischen Demokratie zählt.

    Pavel rief die Politiker dazu auf, die Emotionen zu beruhigen und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Zudem forderte er die Einhaltung der etablierten Regeln des Abgeordnetenhauses sowie die Wiederherstellung eines grundlegenden Respekts zwischen der Regierungskoalition und der Opposition.

  • 24.10.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Samstag in den sozialen Medien erklärt, dass die künftige Finanzierung des Tschechischen Fernsehens (ČT) und des Tschechischen Rundfunks (ČRo) nach der geplanten Abschaffung der Rundfunkgebühren gesetzlich als Pflichtausgabe des Staates verankert und an die Inflationsrate gekoppelt werden soll. Laut Babiš werden die öffentlich-rechtlichen Medien dadurch mehr Sicherheit, Stabilität und Unabhängigkeit gewinnen.

    Zuvor hatte das Abgeordnetenhaus nach einer hitzigen, die ganze Nacht andauernden Debatte und trotz des heftigen Widerstands der Opposition einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Rundfunkgebühren in die zweite Lesung verwiesen. Der Regierungschef forderte die Opposition zeitgleich erneut auf, die Situation in der Gesellschaft nicht weiter zu eskalieren.

    Der vorliegende Entwurf sieht im Vergleich zum aktuellen Status quo eine Kürzung der Budgets beider Medienanstalten vor. Die Intendanten von ČT und ČRo bezeichneten die Pläne bereits als existenzbedrohend und fordern wirksame Mechanismen zur Absicherung ihrer Unabhängigkeit.

  • 24.10.2026

    In Jihlava hat am Freitag das 30. Internationale Dokumentarfilmfestival „Ji.hlava“ begonnen. Zum Auftakt wurde die renommierte Dokumentarfilmerin Helena Třeštíková für ihren Beitrag zur internationalen Kinematographie geehrt. In ihrer Dankesrede griff Třeštíková auch die aktuellen Pläne der tschechischen Regierung auf, das öffentlich-rechtliche Fernsehen (ČT) und den Rundfunk (ČRo) künftig direkt aus dem Staatsbudget zu finanzieren. Das Vorhaben, die Rundfunkgebühren abzuschaffen, bezeichnete die Regisseurin als existenzielle Bedrohung für die gesamte audiovisuelle Produktion des Landes.

    Das Internationale Dokumentarfilmfestival „Ji.hlava“ gilt als die größte Veranstaltung ihrer Art in Mittel- und Osteuropa. Bis zum 1. November präsentiert das Festival in seinen wettbewerbsorientierten und außerordentlichen Sektionen mehr als 350 Filme.

  • 24.10.2026

    Das tschechische Abgeordnetenhaus hat nach einer hitzigen nächtlichen Debatte den Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Rundfunkgebühren für das öffentlich-rechtliche Fernsehen (ČT) und den Rundfunk (ČRo) in die zweite Lesung geschickt. Die Neuregelung sieht vor, die Medien künftig direkt aus dem Staatsbudget zu finanzieren. Der Entwurf wurde um 4:36 Uhr morgens mit den Stimmen der Regierungskoalition aus den Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) und Motoristé sobě angenommen. Anträge der Opposition, die Vorlage gänzlich abzulehnen oder zur Überarbeitung an die Regierung zurückzuweisen, scheiterten. Die Oppositionsfraktionen kündigten an, den Entwurf im weiteren Gesetzgebungsverfahren mit allen parlamentarischen Mitteln und weiteren Obstruktionen zu bekämpfen.

    Die überraschende Vorziehung des Gesetzesentwurfs am Freitag löste eine sofortige Protestwelle aus: Bereits am Freitagnachmittag versammelten sich Hunderte Menschen auf dem Prager Kleinseitner Ring, viele von ihnen harrten bis zur morgendlichen Abstimmung aus. Am Freitagabend eskalierte die Situation, als Dutzende Demonstranten versuchten, in das Parlamentsgebäude einzudringen. Die Polizei verhinderte den Sturm und sicherte das Abgeordnetenhaus über Nacht ab.

    Aus Protest gegen die geplante Reform haben die Beschäftigten des Tschechischen Fernsehens (ČT) und des Tschechischen Rundfunks (ČRo) für Dienstag, den 3. November, einen ganztägigen Streik angekündigt.

  • 23.10.2026

    Die Beschäftigten des Tschechischen Fernsehens (ČT) und des Tschechischen Rundfunks (ČRo) haben für Dienstag, den 3. November, einen ganztägigen Streik ausgerufen. Dies gaben Vertreter der Initiative Veřejnoprávně (Öffentlich-rechtlich), die die Beschäftigten der öffentlich-rechtlichen Medien zusammenschließt, am Freitag bekannt.

    Der Streik ist die Reaktion auf den Beschluss des Abgeordnetenhauses vom Freitag, die Debatte über die Abschaffung der Rundfunkgebühren vorzuziehen. Vor dem ČRo-Gebäude in Prag erklärten die Vertreter der Initiative vor Journalisten, dass der Plan, die Finanzierung von ČT und ČRo auf den Staat zu übertragen, die Unabhängigkeit und Stabilität beider Medien gefährde und zudem negative Auswirkungen auf den Staatshaushalt haben werde.

  • 23.10.2026

    Am Samstag ist es in Tschechien bedeckt, morgens und vormittags in Böhmen örtlich auch heiter bis wolkig. Örtlich gibt es Regen oder Schauer, in Lagen über 1200 Metern, in Böhmen über 900 Metern, gehen die Niederschläge in Schneeregen oder Schnee über. Gegen Abend nimmt die Bewölkung von Südwesten her ab. Die Höchsttemperaturen liegen bei 8 bis 13 Grad, im Westen Böhmens nur um 6 Grad.

  • 23.10.2026

    Der tschechische Fußball-Abend im Europapokal hat am Donnerstag gemischte Ergebnisse für die Teams gebracht.

    Viktoria Plzeň musste in der Hauptphase der Europa League die dritte Niederlage im dritten Spiel hinnehmen. Gegen die Bulgaren von Levski Sofia gab es zu Hause eine überraschende Pleite, wodurch die Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Runde drastisch gesunken sind.

    Auch für Sparta Prag gab es in Griechenland nichts zu holen. Die Prager verloren knapp mit 0:1 gegen Olympiakos und blieben damit im dritten Spiel der Ligaphase zum ersten Mal komplett ohne Punkte.

    Für eine Überraschung des Spieltags sorgte der FK Jablonec. Im zweiten Spiel der Conference-League-Ligaphase erkämpfte sich das Team zu Hause ein 0:0-Unentschieden gegen den Premier-League-Klub Brighton. Die Engländer werden von den Buchmachern als Top-Favorit auf den Gesamtsieg gehandelt. Für Jablonec ist es der erste Punktgewinn in der laufenden Kampagne.

  • 23.10.2026

    Das tschechische Abgeordnetenhaus hat am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Regierungskoalition die Grundparameter des Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr genehmigt. Das geplante Defizit soll im Vergleich zu diesem Jahr von 310 (12,7 Milliarden Euro) auf 386 Milliarden Kronen (15,8 Milliarden Euro) steigen. Die vorgeschlagenen Einnahmen erhöhen sich gegenüber diesem Jahr um 80,8 Milliarden (3,3 Milliarden Euro) auf 2,199 Billionen Kronen (90,4 Milliarden Euro), während die Ausgaben um 156,8 Milliarden Kronen (6,5 Milliarden Euro) auf 2,585 Billionen Kronen (106,3 Milliarden Euro) anwachsen werden.

    Der Haushaltsentwurf wurde somit in die zweite Lesung überwiesen. Die Abgeordneten können die Grundparameter nun nicht mehr ändern: Sie werden nun die Budgets der einzelnen Ressorts beraten und Mittelverschiebungen innerhalb des Haushalts vorschlagen.

  • 23.10.2026

    Im Kreis Plzeň / Pilsen hat sich in der Nacht zu Freitag ein Erdbeben der Stärke 3,4 auf der Richterskala ereignet. Das Epizentrum lag um 0:34 Uhr in der Nähe von Bělá nad Radbuzou unweit der Grenze zu Bayern. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von etwa neun Kilometern. Dies teilte das Geophysikalische Institut der Akademie der Wissenschaften (GFÚ) mit.

    Die spürbaren Erschütterungen wurden auch vom Bürgermeister der Stadt, Libor Picka, bestätigt. Nach aktuellen Informationen der Behörden hat das nächtliche Beben keine Schäden angerichtet.

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