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30.06.2026
Ein Prager Berufungsgericht hat am Dienstag die Haftstrafen für zwei Frauen wegen des Mordes an einem Sektenführer aus Kutná Hora rechtskräftig auf 12 und 9 Jahre verkürzt. Das Gericht entsprach damit teilweise ihrer Berufung.
Das Stadtgericht in Prag hatte eine Seniorin und eine Zahnärztin im vergangenen Jahr zunächst zu 13 und 12 Jahren Haft verurteilt. Beide Täterinnen gaben als Verteidigung an, nur den ausdrücklichen Todeswunsch des Mannes erfüllt zu haben.
Der 50-jährige Sektenführer hatte im Oktober 2022 zwei Anhängerinnen dazu gebracht, ihn zu töten. Er wurde in seiner Wohnung in Prag durch ein Anästhetikum betäubt und mit einem Skalpell ums Leben gebracht. Nach eigenen Aussagen glaubten die beiden Frauen, ihr Guru würde dadurch in eine andere Welt gelangen.
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30.06.2026
Insgesamt 53 Expertinnen und Experten aus den Beiräten, Ausschüssen und Arbeitsgruppen der tschechischen Regierung zum Thema Menschenrechte sind zum Ende Juni zurückgetreten. Sie reagieren damit auf den Beschluss des Kabinetts, die entsprechenden Zuständigkeiten vom Regierungsamt auf drei unterschiedliche Ministerien zu übertragen. Schätzungen zufolge verliert die Regierung damit rund ein Drittel ihrer ehrenamtlichen Fachkräfte in diesem Bereich.
In einer gemeinsamen Erklärung an die Presseagentur ČTK kritisieren die zurückgetretenen Mitglieder zwei zentrale Punkte. Laut ihnen schwächt der Schritt der Regierung den Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen, denn eine ressortübergreifende Steuerung dafür sei notwendig. Zudem habe das Kabinett die Reformen im Vorfeld nicht mit seinen eigenen Beratungsgremien besprochen und spätere offizielle Stellungnahmen der Experten ignoriert, heißt es weiter.
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30.06.2026
Die tschechische Wirtschaft hat im ersten Quartal 2026 ein Wachstum von 2,2 Prozent verzeichnet. Die revidierte Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bestätigte damit das zuvor prognostizierte Wachstum. Dies geht aus den aktuellen Daten hervor, die das tschechische Statistikamt (ČSÚ) am Dienstag publizierte.
Des Weiteren veröffentlichte die Behörde Eckpunkte zur wirtschaftlichen Entwicklung der Privathaushalte und Unternehmen in den ersten drei Monaten des Jahres. Demnach stiegen die Realeinkommen der Privathaushalte im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, während der Pro-Kopf-Konsum ein Plus von 2,9 Prozent verbuchte. Das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen aus Angestelltenarbeit belief sich auf 53.132 Kronen (2190 Euro). Dies entspricht einem Zuwachs von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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30.06.2026
Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel hat am Dienstag auf der Prager Burg Generalleutnant Miroslav Hlaváč offiziell zum neuen Generalstabschef der tschechischen Armee ernannt. Hlaváč übernimmt das Amt mit Wirkung zum 1. Juli 2026. Er folgt auf General Karel Řehka, den der Präsident zeitgleich abberufen hat.
Miroslav Hlaváč dient seit den 1980er Jahren in den Streitkräften und bekleidete im Laufe seiner Karriere zahlreiche Führungs- und Stabsfunktionen, vor allem im Bereich der Artillerie und der Landstreitkräfte. Seit Sommer 2023 war er erster Stellvertreter von Karel Řehka. Als eine seiner Prioritäten nannte Hlaváč den Abschluss des Aufbaus der Schweren Brigade.
Präsident Pavel betonte während der feierlichen Ernennung, dass den neuen Armeechef eine anspruchsvolle Amtszeit erwarte, da sich die europäische Verteidigung auf einen teilweisen strategischen Rückzug der USA aus Europa einstellen müsse.
Dies erfordert laut dem Staatsoberhaupt eine deutliche Steigerung der militärischen Kapazitäten in einem sehr kurzen Zeitfenster, und zwar vor dem Hintergrund eines vergleichsweise begrenzten Finanzrahmens und Debatten über Prioritäten.
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30.06.2026
Der tschechische Staat übernimmt die Verwaltung des Flughafens in Karlovy Vary / Karlsbad von dem Karlsbader Kreis. Dies hat die Regierung auf ihrer Sitzung am Montag beschlossen.
Neben dem bisherigen zivilen Flugverkehr wird der Flughafen künftig auch vom Militär genutzt und als Station des Luftrettungsdienstes dienen. Um die notwendigen Kriterien für Nato-Einsätze zu erfüllen, übernimmt das Verteidigungsministerium die Modernisierung der Start- und Landebahn.
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29.06.2026
Miroslav Koubek ist nicht mehr Trainer der tschechischen Fußballnationalmannschaft. Nach dem enttäuschenden Aus in der WM-Vorrunde und scharfer Kritik hat der 74-Jährige die Konsequenzen gezogen. Der tschechische Fußballverband (FAČR) bestätigte Koubeks Rücktritt am Montag auf seiner Website.
Koubek verlässt den Posten nach nur sechs Monaten Amtszeit. Er hatte das Team im Winter übernommen und dank der erfolgreichen Qualifikation über zwei Playoff-Spiele die erste WM-Teilnahme für Tschechien seit 20 Jahren erreicht. Dort landete das Team mit lediglich einem Punkt auf dem letzten Gruppenplatz. Nach dem Misserfolg geriet Koubek massiv unter Druck. Neben den schwachen Ergebnissen stand vor allem die unattraktive Spielweise der Mannschaft in der Kritik der Öffentlichkeit.
Wer die Nachfolge von Koubek antritt, ist bislang noch unklar.
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29.06.2026
Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat Staatspräsident Petr Pavel am Freitag für den Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara akkreditiert. Dies bestätigte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Montag nach der Kabinettssitzung. Die Leitung der tschechischen Delegation soll demnach weiter bei Babiš liegen. Pavel sollte großzügig sein und trotz der einstweiligen Verfügung des Verfassungsgerichts nicht am Gipfel teilnehmen, fügte der Premier an. Er informierte zudem, dass für Pavel ein separates Flugzeug genehmigt worden sei.
Der Staatspräsident hatte sich gegen die ursprünglichen Regierungspläne gestellt, nach denen nur Kabinettsmitglieder nach Ankara reisen sollten, und seine Teilnahme vom Verfassungsgericht anordnen lassen. Die Art und Weise, wie dies nun von der Regierung umgesetzt werde, entspreche nicht der Verfügung des Gerichts, schrieb Pavel am Montag auf X. Die Planungen sollten sich an den bisherigen Gepflogenheiten orientieren, nach denen der Präsident Tschechien als Leiter der offiziellen Delegation vertrete, und dies sowohl beim informellen Abendessen als auch bei den Verhandlungen des Nato-Rats, so Pavel.
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29.06.2026
Die Gesamtkosten für die Teilnahme Tschechiens an der Expo 2025 im japanischen Osaka liegen laut Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) wesentlich höher als ursprünglich vorgesehen. Der zunächst festgelegt Etat von 290 Millionen Kronen (12 Millionen Euro) sei auf mehr als 600 Millionen Kronen (24,7 Millionen Euro) angestiegen, teilte Macinka am Montag bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung mit. Es gebe keinen Käufer für den tschechischen Pavillon, und die einzige ökonomische Variante sei dessen Abriss, so die Begründung.
Das Geld, das nun für noch offene Rechnungen und den Abriss aufgewendet werden muss, sei eigentlich für den Immobilienkauf für eine neue tschechische Vertretung in Kiew vorgesehen gewesen, so Macinka weiter. Die finanzielle Umlagerung muss seinen Worten zufolge vom Haushaltsausschuss des tschechischen Abgeordnetenhauses genehmigt werden.
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29.06.2026
Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat sich am Montag für seinen Auftritt beim Folklorefestival im südmährischen Strážnice entschuldigt. Konkret bedauerte er die unbeabsichtigte Werbung für das Festival. Er sei nicht dort hingefahren, um zu provozieren, sagte der Minister bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung.
Nachdem Macinkas Parteifreund und Kulturminister Oto Klempíř am Freitag bei dem Festival vom Publikum ausgepfiffen worden war, bekam Macinka am Samstag die gleiche Reaktion der Besucher. Er bezeichnete sie daraufhin als verrückt und forderte sie auf, das Festival nicht zu politisieren.
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29.06.2026
Die Prager Burg war auch im vergangenen Jahr das meistbesuchte Touristenziel in Tschechien. 2025 wurden dort über 2,7 Millionen Menschen gezählt, was im Jahresvergleich ein Anstieg von 6,5 Prozent ist. Dies teilte die staatliche Agentur CzechTourism Anfang vergangener Woche mit.
An zweiter Stelle der beliebtesten Ausflugsorte platzierte sich der Prager Zoo und an dritter Stelle der Freizeitpark AquaPalace in Čestlice, südöstlich von Prag. Gerade der Mittelböhmische Kreis werde bei Touristen durch seine Angebote für Wassersport und Entspannungsurlaube immer beliebter, so die Analyse von CzechTourism.
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