• 07.07.2026

    Die Umsätze des tschechischen Einzelhandels haben im Mai weiter zugelegt. Das Plus lag im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres bei 4,7 Prozent, im April waren es nur 0,8 Prozent gewesen. Dies geht aus den Daten des Statistikamtes (ČSÚ) hervor.

    Die Umsatzsteigerungen gehen demnach sowohl auf den Handel mit Nicht-Lebensmitteln als auch auf den Verkauf von Lebensmitteln zurück. Die besten Ergebnisse hätte im Mai der Spezialhandel von Kleidung und Schuhen erzielt, hieß es.

    Autor: Till Janzer
  • 07.07.2026

    Die tschechische Regierung will die Verteidigungsausgaben des Landes im kommenden Jahr auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erhöhen. Die sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Dienstag in Prag vor dem Abflug zum Nato-Gipfel in Ankara. Laut dem Regierungschef bedeutet dies eine Erhöhung des Verteidigungsetats um 36 Milliarden Kronen (1,49 Milliarden Euro).

    Der tschechischen Armee stehen in diesem Jahr knapp 155 Milliarden Kronen (6,4 Milliarden Euro) aus dem Staatshaushalt zur Verfügung. Dies entspricht 1,8 Prozent des BIP. Damit kommt Tschechien nicht den Vorgaben der Nato nach, diese fordert von ihren Mitgliedern jährliche Verteidigungsausgaben von mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

    Autor: Till Janzer
  • 04.07.2026

    Europa muss mehr Verantwortung für seine eigene Verteidigung übernehmen, und die Unterstützung der Ukraine ist von strategischer Bedeutung für die europäische Sicherheit. Das sagte der tschechische Präsident Petr Pavel der türkischen Tageszeitung „Türkiye“ im Vorfeld des bevorstehenden Nato-Gipfels in Ankara. Zudem betonte Pavel, dass die Türkei ein unverzichtbarer Verbündeter für die kollektive Sicherheit der Nato sei.

    Auf die Frage, was er vom Nato-Gipfel in Ankara erwarte, antwortete Pavel: „Konkrete Fortschritte bei den Verteidigungsinvestitionen, die Stärkung unserer Verteidigungsindustrie und die Behebung von Defiziten in kritischen Bereichen wie der Luft- und Raketenabwehr sowie der militärischen Mobilität“.

  • 04.07.2026

    Am Sonntag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, mit Schauern oder zeitweisem Regen in den meisten Gebieten, vereinzelt auch mit Gewittern. Im Südwesten nehmen die Niederschläge erst ab dem Nachmittag zu. Die Höchsttemperaturen liegen bei 20 bis 24 Grad, im Süden Mährens erreichen sie 26 Grad.

  • 04.07.2026

    Eine gemeinsame Sitzung der Regierungen Tschechiens und Ungarns könnte noch in diesem Herbst stattfinden. Das erklärte der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) nach einem Treffen mit seiner neuen ungarischen Amtskollegin Anita Orbán am Freitag in Budapest. Die Vorbereitung dieser Regierungskonsultationen, auf die sich die Premiers beider Länder bereits im Juni geeinigt hatten, war eines der Hauptthemen ihres Gesprächs. Zudem sprachen Macinka und Orbán über die Zusammenarbeit innerhalb der Visegrád-Gruppe (V4) sowie über den EU-Beitrittsprozess der Ukraine.

    Da beide Länder kürzlich Parlamentswahlen hinter sich haben, betonte Macinka die langfristige Perspektive der Partnerschaft. Dies biete beiden Staaten die Möglichkeit, langfristige Projekte zu planen und strategisch enger zusammenzuarbeiten, so der tschechische Außenminister.

  • 04.07.2026

    Im südmährischen Wallfahrtsort Velehrad finden die zweitägigen „Tage des guten Willens“ statt. Diese Kyrill-und-Method-Feierlichkeiten gehören zu den bedeutendsten religiösen Feiertagen in Tschechien. Sie erinnern an die Ankunft der slawischen Glaubensboten Kyrill und Method im Großmährischen Reich im 9. Jahrhundert und ziehen jährlich zehntausende Menschen an.

    In diesem Jahr sind die Feierlichkeiten den Ärzten, Krankenschwestern, Rettungskräften und allen Beschäftigten im Gesundheitswesen gewidmet. Aus diesem Anlass ist in der Basilika der Schädel des heiligen Lukas ausgestellt, der als Schutzpatron der Mediziner und Pflegenden verehrt wird.

    Die Feierlichkeiten gipfeln am Sonntag mit einer feierlichen Pilgermesse, bei der der Prager Erzbischof Stanislav Přibyl Hauptzelebrant ist.

  • 04.07.2026

    Forscher der Masaryk-Universität in Brno / Brünn (MU) haben die digitale Datenbank „MIHOO“ veröffentlicht, die erstmals alle Schriften des Kirchenreformers Jan Hus systematisch erfasst. Das neue Online-Angebot bündelt Informationen zu rund 500 lateinischen und tschechischen Manuskripten, historischen Drucken sowie weiteren Quellen. Damit vollenden die Wissenschaftler eine über ein Jahrhundert andauernde Forschungsarbeit. Die Plattform richtet sich gleichermaßen an Historiker, Philologen und die interessierte Öffentlichkeit.

    Der Theologe und Prediger Jan Hus (ca. 1371–1415) verfasste zeitlebens rund 140 Traktate, Auslegungen und Predigten und hinterließ einen umfangreichen Briefwechsel. Seine Lehren gaben den Anstoß für die Hussitenbewegung und tiefgreifende Kirchenreformen. Am 6. Juli 1415 wurde Hus für seine Überzeugungen beim Konzil von Konstanz auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

  • 04.07.2026

    In Tschechien ist in den Jahren vor der Corona-Pandemie ein Fünftel der Menschen aus der Arbeitslosigkeit in den Ruhestand gegangen. Bei den Frührentnern traf dies sogar auf zwei Fünftel zu. Dies zeigt eine Analyse des tschechischen Arbeitsministeriums zu den Motiven für den vorzeitigen Renteneintritt. Für viele Menschen dient die Arbeitslosigkeit als Brücke und Ausstiegsstrategie aus dem Arbeitsmarkt, um die Zeit bis zur Rente finanziell zu überbrücken. Am häufigsten meldeten sich die Arbeitnehmer 11 bis 12 Monate vor Rentenbeginn beim Arbeitsamt an.

    Die tschechische Sozialverwaltung (ČSSZ) bewilligte in den Jahren 2017 bis 2019 insgesamt 288.000 Altersrenten. Davon beantragten drei Fünftel die Rente mit Erreichen des regulären Rentenalters, 28 Prozent gingen vorzeitig in den Ruhestand, bei acht Prozent wandelte sich die Invalidenrente in eine Altersrente um und vier Prozent arbeiteten über das Rentenalter hinaus weiter.

  • 04.07.2026

    Die tschechische Polizei hat in Zusammenarbeit mit türkischen Behörden ein betrügerisches Callcenter in Istanbul zerschlagen und 51 Verdächtige festgenommen. Darunter befinden sich auch sechs tschechische Staatsbürger. Die kriminelle Organisation wird mit mindestens 1173 Betrugsfällen zum Nachteil tschechischer Bürger in Verbindung gebracht, bei denen ein Gesamtschaden von über 553 Millionen Kronen (22,86 Millionen Euro) entstand.

    Laut der tschechischen Nationalen Zentrale gegen Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität (NCTEKK) agierte das Callcenter als eine geführte, mafiöse Struktur mit klarer Arbeitsteilung. Die Callcenter-Mitarbeiter gaben sich als Bankberater, Angestellte der tschechischen Nationalbank (ČNB) oder Polizisten aus. Den Opfern wurde eingeredet, ihr Geld sei in Gefahr. Unter extremem Stress wurden sie dazu gedrängt, Ersparnisse auf „sichere Konten“ zu überweisen, Kredite aufzunehmen oder Bargeld an Kuriere zu übergeben.

  • 04.07.2026

    Das Tschechische Statistikamt (ČSÚ) rechnet in seiner ersten Schätzung mit einem deutlichen Ernteeinbruch. Wegen einer extremen Frühjahrsdürre sollen in diesem Jahr nur rund 6,47 Millionen Tonnen Getreide geerntet werden – ein Minus von 15,9 Prozent zum Vorjahr. Beim Raps sinkt die erwartete Menge um 17,1 Prozent auf 847.000 Tonnen.

    Beide Werte liegen weit unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Die Ernte hat bereits in Südmähren begonnen.

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