• 25.11.2021

    Die tschechische Regierung hat die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit Gültigkeit ab Freitag 18 Uhr verschärft. Die Veranstaltung von Weihnachtsmärkten wurde verboten. Zudem ist nicht gestattet, in Food Courts der Einkaufszentren zu essen und in der Öffentlichkeit Alkohol zu konsumieren. Dem Regierungsbeschluss vom Donnerstag zufolge müssen Gaststätten, Bars und Diskotheken um 22 Uhr schließen. Die Zahl der Teilnehmer an Großveranstaltungen im Sport- und Kulturbereich wurde auf 1000 Teilnehmern reduziert, an anderen öffentlichen Veranstaltungen dürfen maximal 100 Personen teilnehmen.

    Die Regierung reagierte mit diesen Schritten auf die massiv ansteigenden Corona-Zahlen in Tschechien.

  • 25.11.2021

    In Tschechien wird der Notstand aufgrund der Corona-Pandemie erneut ausgerufen. Die geschäftsführende Regierung beschloss dies auf ihrer Sitzung am Donnerstag. Der Notstand gilt ab Donnerstagmitternacht für 30 Tage, wie Premier Andrej Babiš (Partei Ano) gegenüber der Presseagentur ČTK mitteilte. Die legislative Regelung ist nötig, um einige Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus anordnen zu können.

    Der Notstand galt in Tschechien im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bereits vom 12. März 2020 bis 17. Mai 2020 und vom 5. Oktober 2020 bis 11. April 2021.

  • 25.11.2021

    In einer Debatte über Gewalt an Frauen in der Europäischen Union haben die europäischen Abgeordneten Tschechien und fünf weitere EU-Mitgliedstaaten am Donnerstag aufgefordert, die Istanbul-Konvention zur Bekämpfung häuslicher und sexueller Gewalt unverzüglich zu ratifizieren.

    Tschechien hat die Istanbul-Konvention des Europarats 2016 unterschrieben, die Ratifizierung des Papiers steht aber noch aus. Laut Kritikern, unter anderem den Konservativen und der katholischen Kirche, sei ein solches Abkommen nicht nötig und würde Männer und Frauen gegeneinander stellen. Den Befürwortern zufolge würde das Abkommen die Unzumutbarkeit von Gewalt betonen und den Spielraum für Opferhilfe erweitern. Das Kabinett von Andrej Babiš (Partei Ano) wollte über die Istanbul-Konvention im Juli dieses Jahres diskutieren, die Verhandlungen jedoch verschoben.

  • 25.11.2021

    Die Interpol-Vizepräsidentin für Europa Šárka Havránková wurde nicht zur neuen Präsidentin der Organisation ernannt. Die internationale Polizeiorganisation hat auf ihrer Generalversammlung am Donnerstag Generalmajor Ahmed Nasser al-Raisi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in das Amt gewählt. Gegen Al-Raisis Kandidatur hatte es allerdings Vorbehalte von Menschenrechtlern sowie von Abgeordneten des Europaparlaments gegeben.

    Havránková war die erste tschechische Kandidatin, die seit dem Beitritt des Landes zur Organisation im Jahr 1993 eine Nominierung für den Spitzenposten von Interpol erhielt.

  • 25.11.2021

    Am Freitag ist es in Tschechien bedeckt, im Nordwesten bewölkt. Im südöstlichen Teil des Landes Schneeschauer, in Lagen bis 500 Meter zunächst Regen. Gegen Abend lassen die Niederschläge nach. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 0 bis 4 Grad Celsius.

  • 25.11.2021

    Tschechien kann die Corona-Impfungen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren bald starten. Die ersten 300.000 Dosen für diese Altersgruppe werden in der Woche nach dem 20. Dezember hierzulande eintreffen. Dies gaben Vertreter des Projekts Smart Quarantäne am Donnerstag auf Twitter bekannt.

    Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gab am Donnerstag grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/BioNTech für Kinder ab fünf Jahren. In Tschechien betrifft dies etwa 390.000 Kinder der entsprechenden Altersgruppe.

  • 25.11.2021

    Präsident Miloš Zeman wird den Vorsitzenden der Bürgerdemokraten, Petr Fiala, am Freitag um 12 Uhr im Schloss Lány zum neuen Premierminister ernennen. Dies teilte der Leiter der Präsidialkanzlei, Vratislav Mynář, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag mit.

    Der anstehende Regierungschef will eine Koalition aus insgesamt fünf Parteien (Bürgerdemokraten, Christdemokraten, Partei Top 09, Bürgermeisterpartei Stan, Piraten) anführen. Bevor Zeman seine Regierung ernennt, will es sich mit allen Anwärtern für die Ministerposten treffen. Als ersten empfängt er am kommenden Montag den Parteichef der Piraten, Ivan Bartoš, der für das Amt des Ministers für regionale Entwicklung kandidiert.

    Zeman plant zudem, an einer Videokonferenz der Präsidenten der Länder der Visegrád-Gruppe (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn) teilzunehmen, wie Mynář mitteilte.

  • 25.11.2021

    Tschechiens Präsident Miloš Zeman wurde am Donnerstagvormittag nach 46 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen. Das Staatsoberhaupt soll sich nun im Schloss in Lány aufhalten. Dort wird Zeman am Freitag Petr Fiala (Bürgerdemokraten) zum neuen Ministerpräsidenten ernennen.

    Das Zentrale Militärkrankenhaus teilte in einer Pressemeldung mit, dem Präsidenten sei weiterhin die Behandlung in einer spezialisierten medizinischen Einrichtung empfohlen worden. Aufgrund einer deutlichen Verbesserung seines Gesundheitszustandes respektiere man jedoch seine Entscheidung. Wie die Klinik informierte, übernehme nun eine private Pflegefirma die Betreuung von Zeman. Dazu seien ihr alle notwendigen medizinischen Unterlagen und der Pflegeplan übergeben worden, hieß es weiter.

    Zeman wurde seit 10. Oktober im Zentralen Militärkrankenhaus in Prag behandelt. Als Grund für die Einlieferung waren Nebenwirkungen seiner chronischen Erkrankungen angegeben worden.

  • 25.11.2021

    Die geschäftsführende Regierung kommt am Donnerstagnachmittag zu einer Sondersitzung zusammen, um weitere Corona-Maßnahmen für Tschechien beschließen. Grund dafür sind die steigenden Corona-Zahlen und immer größere Probleme, in die die Krankenhäuser hierzulande geraten.

    Nach Medienberichten sollen Großveranstaltungen im Sport- und Kulturbereich mit über 1000 Teilnehmern beschränkt werden. Zudem soll die Sperrstunde für Gaststätten und Bars um 22 Uhr eingeführt werden. Es werde auch erwogen, Weihnachtsmärkte abzusagen, wie das Nachrichtenportal SeznamZpravy.cz berichtet.

    Um die schärferen Maßnahmen einführen zu können, muss ein Notstand ausgerufen werden. Es wird erwartet, dass dieser ab Freitag in Kraft tritt.

  • 25.11.2021

    Im westböhmischen Bečov nad Teplou / Petschau wurde am Mittwoch eine neue Ausstellung des Reliquienschreins des Heiligen Maurus vorgestellt. Die Exposition befindet sich im neu restaurierten Pluh-Palast im oberen Teil des Burg- und Schlossgeländes.

    Der Burghof, die Burgwege und Aussichtspunkte seien damit zum ersten Mal in der Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, sagte Tomáš Wizovský, der Kastellan des Schlosses und der Burg Bečov, am Mittwoch vor Journalisten. Die Gesamtkosten erreichten 170 Millionen Kronen (6,67 Millionen Euro).

    Das Reliquiar des Hl. Maurus gilt als das zweitwertvollste bewegliche Kulturdenkmal in der Tschechischen Republik nach den Krönungsjuwelen der böhmischen Könige. Die romanische Goldschmiedearbeit wurde im 13. Jahrhundert geschaffen.

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