• 05.02.2023

    Am Sonntag wird auf den Straßen Prags erstmals die historische Straßenbahn Tatra K2 unterwegs sein. Am Vormittag startet sie in Dlabačov auf der historischen Linie 42. Sie wird zudem auf der historischen Linie 41 sowie auf der aktuellen Linie 23 zu sehen sein. Darüber informieren die Prager Verkehrsbetriebe (DPP).

    Die Serienproduktion der K2 wurde vor über 40 Jahren eingestellt. In Prag fuhren die Wagen 1965 und 1966 nur zu Probezwecken und ohne Fahrgäste. Das Fahrzeug mit der Seriennummer 7000, das jetzt in Prag im Einsatz ist, wurde 1977 als letzte K2 nach Bratislava geliefert und dort nur als Übungswagen für neue Fahrer genutzt.

  • 05.02.2023

    Der tschechische Staatspräsident, Miloš Zeman, empfängt am Sonntagabend Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) auf Schloss Lány. Bei der Beratung, zu der sich beide Staatsmänner etwa einmal im Monat treffen, wird es diesmal um aktuelle Angelegenheiten einschließlich der vor kurzem stattgefunden Wahl des neuen Präsidenten Petr Pavel gehen. Ebenso könnten Zemans Pläne bis zum Ende seiner Amtszeit zur Sprache kommen.

    Zemans Mandat läuft am 8. März aus, einen Tag später findet die Inauguration Petr Pavels statt.

  • 05.02.2023

    In der Nacht zum Sonntag wurden die dauerhaften Polizeikontrollen an der Grenze Tschechiens zur Slowakei eingestellt. Die Regierung von Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) hatte sie am 29. September vergangenen Jahres eingeführt, um die illegale Migration in die EU einzudämmen. Nach dem Vorbild Tschechiens stellt laut Presseagentur AP auch Österreich am Montag die Kontrollen an seiner Grenze zur Slowakei ein.

    Wie die tschechische Polizei am Sonntag in einer aktualisierten Nachricht auf Twitter mitteilte, sind seit dem 29. September insgesamt 3,2 Millionen Menschen kontrolliert worden. 2636 Personen wurde der Grenzübertritt nach Tschechien verwehrt, 142 wurden wegen dem Verdacht auf Schleuseraktivitäten festgenommen. Laut Innenminister Vít Rakušan (Stan) bleibt die Grenze weiter unter erhöhter Beobachtung.

  • 04.02.2023

    Die südböhmische Polizei hat im vergangenen Jahr insgesamt etwa 14.000 illegale Migranten an der Grenze zur Slowakei aufgegriffen. Seit dem 29. September, als umfassende Kontrollen eingeführt wurden, waren es knapp 6000. Im Januar dieses Jahres ging ihre Zahl dann deutlich zurück, was Südböhmens Polizeidirektor Leoš Tržil gegenüber der Presseagentur ČTK mit den Kontrollen, aber auch dem Wetter begründete.

    Der Großteil der festgesetzten Personen, konkret 93 Prozent, stammte Tržil zufolge aus Syrien. Zumeist habe es sich um junge Männer, selten um Mütter mit Kindern gehandelt. In diesem Jahr seien kaum noch Syrer registriert worden, eher Menschen aus Moldawien, so Tržil. Weiter berichtete der Polizeidirektor, dass die allermeisten der kontrollierten Personen nach Deutschland unterwegs waren, auf der Suche nach Arbeit oder auf dem Weg zu Verwandten. Nach der polizeilichen Registrierung in Tschechien konnten sie darum weiterreisen.

  • 04.02.2023

    Auf dem Reservemilitärflugfeld in Líně bei Plzeň / Pilsen hat am Samstag ein Tag der offenen Tür stattgefunden. Nach Schätzungen der Organisatoren kamen fast 15.000 Menschen, um sich die historische sowie moderne Flugtechnik anzusehen. Gleichzeitig waren sie aufgerufen, die Bemühungen für den Erhalt des Flughafens zu unterstützen, auf dessen Geländer der Volkswagen-Konzern den Bau einer Batteriefabrik erwägt. Wie Štefan Koprda, Chef des Europäischen Verbandes für die Entwicklung der allgemeinen Luftfahrt (EAGA), der Presseagentur ČTK mitteilte, war das Event am Samstag keine Protestveranstaltung, es seien auch keine Reden gehalten worden.

    Bei dem Tag der offenen Tür begann der Verein „Stop gigafactory“ mit der Unterschriftensammlung, um ein regionales Referendum zum Bau der Batteriefabrik einzuleiten. Darüber hatte ein Sprecher des Vereins ČTK schon am Freitag informiert. Die Pläne für die Gigafabrik, die 120 Milliarden Kronen (5 Milliarden Euro) kosten soll, werden von der tschechischen Regierung unterstützt.

  • 04.02.2023

    Am Sonntag ist es in Tschechien wechselnd bewölkt. Vereinzelt gibt es leichte Schneefälle, die am Nachmittag von Westen her zunehmen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -4 bis +1 Grad Celsius.

  • 04.02.2023

    Der Vertrag, mit dem sich Tschechien und Polen am 3. Februar 2022 auf den Weiterbetrieb des polnischen Braunkohletagebaus Turów geeinigt haben, hat den Streit beigelegt, der die Nachbarschaftsbeziehungen, aber auch die Partnerschaft in der EU belastet hatte. Dies schreibt der tschechische Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) in einer Stellungnahme zum ersten Jahrestag für die Presseagentur ČTK. Es gelinge, das Hauptziel des Vertrags umzusetzen, so Fiala weiter, nämlich die Interessen der Bewohner im tschechischen Grenzgebiet zu wahren.

    Um die Auswirkungen der Kohleförderungen im grenznahen Turów hatte es mehrere Jahre lang Streitigkeiten zwischen den beiden Ländern gegeben. Die Menschen im Kreis Liberec beklagten einen sinkenden Grundwasserspiegel, Lärm und Bodenabsenkungen. Der Vertrag von 2022 sieht einen Weiterbetrieb bis 2044 unter gerichtlicher Beobachtung vor und hatte Polen zu Schadensersatzzahlungen von 45 Millionen Euro verpflichtet, woraufhin Tschechien seine Klage beim Europäischen Gerichtshof zurückzog.

  • 04.02.2023

    Die tschechischen Banken haben nach den vorläufigen Ergebnissen 2022 einen Reingewinn von 104,1 Milliarden Kronen (4,4 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 35,1 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro). Dies geht aus den Statistiken der Tschechischen Nationalbank (ČNB) hervor, wobei die Daten vom Dezember vergangenen Jahres Ende Februar noch spezifiziert werden.

    Der Gesamtgewinn aller tschechischen Banken und Sparkassen hat damit im vergangenen Jahr das erste Mal die Marke von 100 Milliarden überschritten. Der bisher höchste Wert war im Vor-Corona-Jahr 2019 erreicht worden und betrug 89,7 Milliarden Kronen (3,8 Milliarden Euro).

  • 04.02.2023

    Von den Spitzenpolitikern in Tschechiens genießt der Ano-Parteivorsitzende Andrej Babiš derzeit das meiste Vertrauen in der Bevölkerung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM sprachen sich 45 Prozent der Teilnehmer für ihn aus. Mit 43 Prozent folgt an zweiter Stelle der Chef der Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD), Tomio Okamura. Auf dem dritten Platz landete Staatspräsident Miloš Zeman mit 35 Prozent und an vierter Stellen Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) mit 34 Prozent.

    Die Umfrage wurde von November 2022 bis Januar 2023 durchgeführt. Im Vergleich zur vorangegangenen Studie vom Frühjahr letzten Jahres hat die Zustimmung für Babiš und Okamura zugenommen. Zemans Wert hat sich nicht verändert, und Premier Fiala ist vom damaligen ersten Platz auf den jetzigen vierten zurückgefallen. Wie die Autoren der aktuellen Analyse aber betonen, sprachen die Befragten zu allen abgefragten Politikern in höherem Maße ihr Misstrauen als ihr Vertrauen aus.

  • 04.02.2023

    Die Parlamentschefs der vier Visegrád-Staaten (V4), also Tschechiens, Polens, Ungarns und der Slowakei, haben sich über ihre weitere Unterstützung der Ukraine mittels Militär- und humanitärer Hilfe verständigt. Darüber informierte der tschechische Senatsvorsitzende, Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten), nach einem gemeinsamen Treffen in Bratislava am Freitag die Presse. Zudem sagte die tschechische Abgeordnetenhauschefin, Markéta Pekarová Adamová, dass die Ukrainer nicht nur ihre eigene Souveränität verteidigten, sondern auch dafür sorgten, dass der Konflikt mit Russland sich nicht über ihre Grenzen ausweitet.

    Bei der Beratung in Bratislava wurde zudem über die illegale Migration in die EU gesprochen. Vystrčil zufolge müsse diese verhindert, aber gleichzeitig auch jenen Menschen geholfen werden, die diese Hilfe brauchen.

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