• 10.05.2022

    Vor der russischen Botschaft in Prag demonstrierten am Montag etwa zwei Dutzend Personen gegen die Vergewaltigung ukrainischer Frauen durch russische Soldaten. Die Aktivisten trugen Plastiktüten über den Köpfen, ihre Unterkörper hatten sie lediglich mit Unterwäsche bekleidet. Rote Farbe an den Beinen symbolisierte Blut.

    Eine ähnliche Veranstaltung fand im April in der estnischen Hauptstadt Tallin statt. Informationen aus der Ukraine zufolge wurden seit der russischen Invasion circa 400 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Gewalt durch russische Soldaten gemeldet. Bei derartigen Vergehen handelt es sich laut den Vereinten Nationen um Kriegsverbrechen.

  • 10.05.2022

    In der Causa der Vergiftung des Flusses Bečva im Jahr 2020 hat das Bezirksgericht Vsetín am Montag den Fall an die Staatsanwaltschaft zurückgesendet. Es seien weitere Ermittlungen erforderlich, wie der Vorsitzende des Gerichts, Pavel Kotrady, der Presseagentur ČTK gegenüber bestätigte.

    Bei der Umweltkatastrophe verendeten im Herbst 2020 rund 40 Tonnen Fisch. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende März dieses Jahres das Unternehmen Energoaqua und dessen Geschäftsführer dafür verantwortlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft wird Pavel Kotrady zufolge nun die Polizei mit den weiteren Ermittlungen beauftragen. Im Fall Bečva gibt es seit Längerem Unklarheiten. So wies in der Vergangenheit der ehemalige Leiter der parlamentarischen Untersuchungskommission Petr Gadzík (Stan) darauf hin, dass Wasserproben falsch entnommen wurden oder verschwunden seien.

  • 10.05.2022

    In Tschechien wurden am Montag 865 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 52 Infizierten je 100.000 Einwohner. Es werden jedoch auch weniger Tests durchgeführt. Am Montag waren es ungefähr 9000, eine Woche zuvor wurden noch 7000 Tests mehr ausgewertet.

    Wie weiter aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht, gehen auch die Zahlen der mit Covid-19 in den Krankenhäusern behandelten Menschen weiter zurück. Derzeit sind es 372 Patienten, 14 davon haben einen schweren Krankheitsverlauf.

  • 09.05.2022

    Die Volleyballer aus Karlovy Vary / Karlsbad haben am Montag ihren Titel als tschechische Meister verteidigt. Im entscheidenden fünften Match konnten sie sich beim Extraliga-Finale gegen die Lvy Praha / Prag mit 3:2 nach Sets durchsetzen. Den Tie-Break gewannen die Westböhmen mit 16:14.

    Als erstes Team der Serie konnte Karlsbad den Vorteil als Heimmannschaft nutzen. Den Titel gewannen sie zum dritten Mal in der Geschichte der Mannschaft.

  • 09.05.2022

    Der russische Präsident Wladimir Putin führt schon seit Jahren einen Krieg gegen Europa. Dies sagte der tschechische Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) in einem Interview für die deutsche Tageszeitung Die Welt, das am Montag veröffentlicht wurde. Fiala warnte davor, autoritären Regimen nachzugeben. Tschechien werde der ukrainischen Armee helfen, so lange es nur ginge. Denn sonst könnten russische Soldaten einst an der tschechischen und dann auch an der deutschen Grenze stehen, so der Premier weiter.

    Fiala wies zudem darauf hin, dass sein Land der Ukraine schon vor dem Krieg Waffen geliefert habe. Nach Beginn der Invasion sei Tschechien eines der ersten Länder gewesen, die schwere Waffen geliefert haben. Vieles davon sei aus dem eigenen Arsenal gekommen und einiges auch gekauft worden, erläuterte Fiala.

  • 09.05.2022

    Die tschechische Schwimmerin Barnora Seemanová wird im Juni nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Als Grund führt sie in einer Pressemitteilung vom Montag gesundheitliche Probleme an, die es ihr nicht erlauben würden, sich auf den Wettkampf in Budapest ausreichend vorzubereiten.

    Die 22-jährige Seemanová ist amtierende Europameisterin über 200 Meter Freistil und gewann bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires 2018 zwei goldene und eine Bronzemedaille. Sie wolle sich nun auf die Europameisterschaften im August in Rom konzentrieren, schrieb die Sportlerin.

  • 09.05.2022

    Die staatliche Forstverwaltung Lesy České republiky (LČR) hat laut aktuellem Audit-Bericht seinen Reingewinn deutlich erhöhen können. Im vergangenen Jahr wurden 2,74 Milliarden Kronen (110 Millionen Euro) erwirtschaftet. 2020 lag die Summe noch bei 44 Millionen Kronen (1,76 Millionen Euro). Dies gab die Unternehmenssprecherin Eva Jouklová am Montag der Presseagentur ČTK bekannt.

    Der Hauptgrund für den Gewinnzuwachs liegt demnach in den gestiegenen Holzpreisen. Das Unternehmen habe zudem Subventionen für die Aufforstung nach der Borkenkäferplage erhalten, so Jouklová weiter.

    LČR verwaltet knapp die Hälfte der Waldfläche in ganz Tschechien.

  • 09.05.2022

    Am Dienstag ist es in Tschechien heiter bis wolkig. Im Südwesten kann es vereinzelt Regenschauer geben. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 21 bis 26 Grad Celsius.

  • 09.05.2022

    Der sowjetische Marschall Iwan Konew (1897-1973) soll nicht mehr als Ehrenbürger der Stadt Prag geführt werden. Darüber haben am Montag die Stadträte abgestimmt. Als Grund wird die Mitwirkung Konews bei der Bombardierung von Mladá Boleslav / Jungbunzlau sowie bei der Niederschlagung des Volksaufstandes in Ungarn 1956 genannt. Konew, der 1945 an der Befreiung Prags von den Nationalsozialisten beteiligt war, hatte die Ehrenbürgerschaft noch im gleichen Jahr erhalten. Deren Aberkennung muss vom Stadtparlament noch bestätigt werden.

    Auch in České Budějovice / Budweis ist am Montag ein ähnlicher Schritt beschlossen worden. Die Ehrenbürgerschaft der Stadt wird der ehemaligen SU-Kosmonautin Walentina Tereschkowa entzogen. Sie würde die Invasion Russlands in die Ukraine befürworten, hieß es zur Begründung.

  • 09.05.2022

    Nach Ansicht des tschechischen Premiers Petr Fiala (Bürgerdemokraten) fährt der russische Präsident Wladimir Putin fort, die Geschichte zu verzerren, um damit den Angriff seines Landes auf die Ukraine zu rechtfertigen. Fiala reagierte damit auf die Rede Putins bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Kriegsendes auf dem Moskauer Roten Platz am Montag. Wie der Premier gegenüber der Presseagentur ČTK weiter ausführte, werde damit nur bestätigt, dass ein einheitliches und schnelles Vorgehen des Westens gegen Russland nötig ist.

    Auch der tschechische Außenminister Jan Lipavský (Piraten) äußerte sich mit scharfer Kritik zu Putins Auftritt. Bei einer Pressekonferenz sagte er, Russland habe keinen moralischen Anspruch darauf, das Ende des Zweiten Weltkrieges von 1945 zu feiern. Was die russischen Truppen heute in der Ukraine anrichteten, sei vergleichbar mit den Taten der Nationalsozialisten. Putins Rede sei komplett von der Realität losgelöst, so der Diplomatiechef.

Pages