• 02.07.2026

    Aus dem Modernisierungsfonds der EU, der durch die Einnahmen beim Emissionshandel finanziert wird, sind am Donnerstag 516,8 Millionen Euro an Tschechien überwiesen worden. Dies teilte die Europäische Kommission mit.

    Insgesamt wurden am Donnerstag 2,5 Milliarden Euro aus dem Fonds auf elf EU-Mitgliedsländer verteilt. Mit dem Geld werden 51 Projekte im Energiebereich gefördert. Tschechien hat laut Kommission die drittgrößte Summe bekommen.

  • 02.07.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat sich am Donnerstag erneut zu dem Streit um die Besetzung der offiziellen Delegation für den Nato-Gipfel kommende Woche geäußert. Es sei das Hauptproblem von Staatspräsident Petr Pavel, dass dieser die Verfassung auslege, wie er wolle, sagte Babiš im Interview für das Nachrichtenportal Denik.cz. Der Präsident habe sich bereits verfassungswidrige Bedingungen ausgedacht, als er von Babiš noch vor dessen Ernennung zum Regierungschef einen Plan haben wollte, den anstehenden Interessenkonflikt als Premier und Unternehmer zu lösen. Außerdem warf Babiš dem Staatsoberhaupt in dem Interview vor, sich der Ernennung des Abgeordneten Filip Turek (parteilos) zum Minister verweigert zu haben.

    Kritik äußerte der Premier auch am Vorgehen Pavels rund um den Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara. Der Staatspräsident hat sich seinen Platz in der tschechischen Delegation durch das Verfassungsgericht erkämpft. Pavel sei eindeutig der Kopf der Opposition in Tschechien und führe bereits seine Kampagne für die nächste Präsidentschaftswahl, fuhr Babiš fort. Der Regierungschef schloss diesbezüglich aus, bei dieser noch einmal gegen Pavel antreten zu wollen.

  • 02.07.2026

    Am Freitagmorgen ist es in der Südosthälfte Tschechiens noch stark bewölkt, und es gibt letzte Regenschauer. Im Tagesverlauf lockert die Bewölkung dann überall im Land auf, bis der Himmel am Abend meist überall klar ist. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 20 bis 24 Grad, in Südmähren erreichen sie 27 Grad.

  • 02.07.2026

    Am Donnerstagvormittag hat in Prag der Sicherheitsrat der tschechischen Regierung getagt, wobei auch Staatspräsident Petr Pavel anwesend war. Wie der Kommunikationsleiter der Präsidialkanzlei, Vít Kolář, der Presseagentur ČTK mitteilte, wurden bei dem Treffen Konzeptions- und Strategiefragen für Krisenfälle diskutiert, zudem die Widerstandfähigkeit Tschechiens, die Handlungsfähigkeit der Sicherheitskräfte sowie Fragen der Cybersicherheit.

    Nicht gesprochen wurde laut Kolář hingegen über den anstehenden Nato-Gipfel im türkischen Ankara. Seit Monaten gibt es Streit über die Zusammensetzung der offiziellen Delegation.

    Pavels Teilnahme an der Sicherheitsratssitzung am Donnerstag begründete Kolář damit, dass die innere und die äußere Sicherheit zu den Prioritäten des Präsidenten gehörten, weswegen er über diese Fragen informiert bleiben wolle.

  • 02.07.2026

    In der Prager Altstadt wird seit Mittwoch eine kostenlose Open-Air-Ausstellung mit dem Titel „Hurvínek 100 – Kouzlo loutkářské dílny“ (Hurvínek 100 –Zauber der Marionettenwerkstatt) geboten. Damit wird auf dem Platz Mariánské náměstí vor dem Magistratsgebäude auf den 100. Geburtstag der berühmten Holzpuppe hingewiesen. Im Zentrum steht eine große gläserne Box, in der gleich mehrere Versionen von Hurvínek und Spejbl zu sehen sind, dazu die Figuren Mánička, Bábinka und der Hund Žeryk.

    Die Wanderausstellung gastiert in Prag bis zum 31. Juli. Einige der ausgestellten Marionetten seien immer noch im Spejbl-und-Hurvínek-Theater im Einsatz, betont Theaterdirektorin Denisa Kirschnerová. Sie hätten derzeit aber Ferien, so der Hinweis bei der Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch.

  • 02.07.2026

    Seit dem Start der Ausgabekampagne Mitte Mai hat die Öffentlichkeit in Tschechien Staatsanleihen im Wert von rund 80 Milliarden Kronen (3,3 Milliarden Euro) bestellt. Das Interesse lag damit viermal so hoch als das Ziel des Finanzministeriums, mit der Maßnahme 20 Milliarden Kronen (830 Millionen Euro) einzunehmen. Darüber informierte eine Pressemitteilung des Ressorts am Mittwoch.

    Die erste Zeichnungsfrist endete am 28. Juni. Die bestellten Schuldbriefe müssen nun bis 7. Juli bezahlt werden.

  • 02.07.2026

    Die fünf Oppositionsfraktionen im tschechischen Abgeordnetenhaus haben sich bei der Plenarsitzung am Mittwoch geschlossen gegen eine Änderung des Finanzierungsmodells der öffentlich-rechtlichen Medien hierzulande ausgesprochen. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten sie das bestehende System der Rundfunkgebühren als funktional. Es garantiere die Unabhängigkeit und finanzielle Planbarkeit für das Tschechische Fernsehen (ČT) und den Tschechischen Rundfunk (ČRo), heißt es in dem Papier.

    Die Regierung will die Rundfunkgebühren abschaffen und die beiden Medienanstalten ab kommendem Jahr aus dem Staatshaushalt finanzieren. An den Plänen gab es bisher viel Kritik und einen Warnstreik der Medienmitarbeiter. Die Opposition forderte Kulturminister Oto Klempíř (Motoristé sobě) am Mittwoch auf, zu diesem Thema ein Treffen aller Parlamentsparteien sowie der Generaldirektoren von ČT und ČRo einzuberufen.

  • 02.07.2026

    Das Verfassungsgericht in Brno / Brünn hat am Mittwoch eine Klage von einer Gruppe Senatoren abgewiesen, die das bestehende Verteilungssystem der Steuereinnahmen auf die einzelnen Kreise Tschechiens abschaffen sollte. 32 Mitglieder der oberen Parlamentskammer hatten sich gegen jenen Teil des Verfassungsgesetzes gewandt, der für jede Verwaltungseinheit einen festgelegten Anteil bestimmt. Dieser wird als ungerecht kritisiert, da er weder die Größe eines Kreises noch die Einwohnerzahl und deren Entwicklung berücksichtige, so die Kläger.

    Die fixe Prozentzahl sei sicherlich keine ideale Festlegung, räumte das Verfassungsgericht am Mittwoch ein. Die Aufteilung der Steuergelder könne aber nicht isoliert bewertet werden, so die Begründung der Ablehnung der Klage. Laut dem Gericht kann nicht außen vor gelassen werden, dass der Staat finanzielle Defizite der Kreise durch andere Instrumente kompensiere.

  • 02.07.2026

    Das Defizit im tschechischen Staatshaushalt betrug zu Ende Juni 183,6 Milliarden Kronen (7,6 Milliarden Euro). Für das gesamte Jahr ist ein Defizit von 310 Milliarden Kronen (12,8 Milliarden Euro) genehmigt. Zur Jahreshälfte waren also schon fast 60 Prozent des geplanten Mankos ausgeschöpft. Dies geht aus den Zahlen hervor, die das Finanzministerium am Donnerstag veröffentlichte.

    Der aktuelle Halbjahresstand ist das viertgrößte Etatminus zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte der Tschechischen Republik. Im vergangenen Jahr hatte das Defizit Ende Juni noch 152,4 Milliarden Kronen (6,3 Milliarden Euro) betragen.

  • 01.07.2026

    Der Vorsitzende der Bürgermeisterpartei Stan, Vít Rakušan, und der Abgeordnete Ivan Bartoš (Piraten) kritisieren das Verhalten der Regierung von Andrej Babiš (Partei Ano) im Streit um die Position von Staatspräsident Petr Pavel in der Delegation beim  bevorstehenden Nato-Gipfel in Ankara. Die beiden Politiker sind davon überzeugt, dass der Staatspräsident die Delegation leiten müsse und das Kabinett den Streit ihren Worten zufolge nicht eskalieren solle. Dies teilten die Politiker am Mittwoch gegenüber der Presseagentur ČTK mit. Die tschechische Delegation wird der Premier anstelle von Staatspräsident leiten.

    Der Präsident als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte solle natürlich an der Spitze der Delegation stehen, sagte Bartoš. Der Staatspräsident bemüht sich seinen Worten zufolge mit dem Kabinett fair und konstruktiv zu kommunizieren. Die Regierung soll laut Bartoš aufhören, Schande zu machen und soll sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Pages