• 08.06.2021

    Die Ärzte in Tschechien haben zum Ende der Coronavirus-Pandemie einen Zuwachs von Patienten mit Magen-, Gallenblasen- oder Leberbeschwerden festgestellt. Die gesundheitlichen Probleme seien oft auf den Bewegungsmangel während des Lockdowns und auf den höheren Konsum von Lebensmitteln oder Alkohol zurückzuführen. Viele Menschen haben in den ersten Wellen der Pandemie einige Kilo zugenommen, zudem spielte der Aufschub von geplanten Untersuchungen oder Operationen eine Rolle. Darüber informierten am Dienstag Ärzte des Allgemeinen Universitätskrankenhauses (VFN) und der Medizinischen Fakultät der Karls-Universität in Prag.

    Allein im April und Mai dieses Jahres verzeichneten die Ärzte der Allgemeinen Uniklinik doppelt so viele Krankenhauseinweisungen wegen Gallensteinkomplikationen und um 50 Prozent mehr endoskopische Eingriffe zur Freisetzung von Gallensteinen wie im Vorjahr.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    In Tschechien kann es bis zu 1,3 Millionen Menschen geben, die aufgrund individueller Benachteiligungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, keine Arbeit finden, minderwertige Tätigkeiten ausüben, ein unregelmäßiges Einkommen haben, und weder staatliche Hilfe noch günstigere Kredite erhalten. Das zeigt eine Studie auf, die Teil des Projektes Neviditelní (Invisible-Projekt) ist. „Neviditelní“ wurde am Dienstag von seinen Autoren auf einer Pressekonferenz in Prag vorgestellt. An dem Projekt zusammenarbeiten das Verbraucher-Forum, das Zentrum für ökonomische und marktgerechte Analysen (CETA) sowie der Anbieter von Nichtbankkrediten Provident Financial.

    Das CETA-Zentrum untersuchte alle verfügbaren wirtschaftlichen und soziologischen Studien. Den Ergebnissen der Analyse zufolge wurden dabei 13 gefährdete Gruppen identifiziert, die zu den „Unsichtbaren“ in der Gesellschaft gezählt werden. Vertreter der Gesellschaft Ipsos sprachen persönlich mit mehreren Personen aus jeder Gruppe. Das Ergebnis sind Empfehlungen für Menschen in sehr schwierigen Situationen, für Unternehmen und den Staat. Zu den sogenannten „Unsichtbaren“ gehören laut den Autoren Studenten aus armen Familien, alleinstehende Frauen, junge Familien mit Kindern, Arbeiter in der Schattenwirtschaft, unfreiwillig arbeitslos gewordene Menschen über 50, Behinderte, arme Haushalte, Kriegsveteranen, Landwirte, Kleinunternehmer, Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen, Rentner und Vertreter von Minderheiten.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Bei den French Open in Paris trumpft die tschechische Tennisspielerin Barbora Krejčíková weiterhin groß auf. Am Dienstag bezwang sie zusammen mit ihrer Landsfrau Kateřina Siniaková im Viertelfinale des Damen-Doppel das tschechische Zwillingspaar Karolína und Kristýna Plíšková in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:4. Damit stehen Krejčíková und Siniaková gemeinsam schon zum vierten Male in der Vorschlussrunde des Grand-Slam-Turniers Roland Garros. 2018 haben beide Tschechinnen das Damen-Doppel an der Seine gewonnen, genauso wie das Wimbledon-Turnier im gleichen Jahr.

    Am Mittwoch tritt Barbora Krejčíková zudem im Viertelfinale des Damen-Einzel an. Ihre Gegnerin ist die US-Amerikanerin Cori Gauff.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Die Umsätze im Einzelhandel sind im April, nach Bereinigung der Saisoneinflüsse, im Jahresvergleich um 7,4 Prozent gestiegen. Zuvor hatten bereits die Umsätze für den März um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt, gab das Tschechische Statistikamt (ČSÚ) am Dienstag bekannt.

    Am meisten verbessert zum vorjährigen April haben sich die Geschäfte mit Bekleidung und Schuhen, ihre Umsätze stiegen um 80 Prozent. Im vergangenen Frühjahr konnten sie wegen der anti-epidemischen Maßnahmen nur äußerst eingeschränkt betrieben werden. Im diesjährigen April durften die Geschäfte mit Kinderbekleidung und -schuhen wieder öffnen. Dem Statistikamt zufolge hatte auch der inzwischen sehr gut funktionierende E-Shop-Verkauf einen großen Anteil an der Umsatzsteigerung. Ebenso starke Zugewinne verzeichneten Verkauf und Reparatur von Kraftfahrzeugen, hier stiegen die Umsätze im Jahresvergleich um 67,1 Prozent.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Im Streit um den Braunkohletagebau Turów will die polnische Seite mit dem Nachbarn Tschechien nach Möglichkeit eine gütliche Einigung erzielen. Das hat die Regierung in Warschau am Dienstag beschlossen. Sie reagierte damit auf eine Entscheidung des Prager Kabinetts vom Montag, wonach die Minister für Umwelt und äußere Angelegenheiten mit Polen ein bilaterales Abkommen aushandeln sollen. Zudem will die Regierung in Prag dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorschlagen, gegen Polen eine Strafe von fünf Millionen Euro pro Tag zu verhängen, weil man sich in Warschau der Anordnung aus Luxemburg wiedersetze, die Arbeit im Bergwerk einzustellen. Tschechien habe das Anrecht zu einem solchen Schritt, bekannte die polnische Seite.

    Tschechien hatte im Februar eine Klage beim EuGH gegen die Ausweitung des Tagebaus eingereicht mit dem Argument, dass die Trinkwasserqualität für die Bewohner der angrenzenden Region Böhmens bedroht sei. Auf Beschluss des Gerichtshofes müsse Polen den Tagebau nun unverzüglich schließen. Der polnische Premier Mateusz Morawiecki hat vor zwei Wochen indes erklärt, dass sein Land dies nicht tun werde. Stattdessen wolle man mit Tschechien eine gemeinsame Lösung suchen, so Morawiecki.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Am Mittwoch ist es in Tschechien überwiegend bewölkt. Am Nachmittag treten örtlich Schauer auf, vereinzelt wird es auch Gewitter geben. Nur in Mähren und Mährisch-Schlesien ist es zu Tagesbeginn heiter, am Abend ziehen die Wolken auch im nördlichen Landesteil ab. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 21 bis 26 Grad, in Südmähren sogar bei 28 Grad Celsius. In Höhenlagen über 1000 Meter bewegen sich die Höchstwerte um 18 Grad Celsius. Es weht ein schwacher bis mäßiger Nordwind.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Ab dem 1. Juli wird in Tschechien die Testpflicht von Arbeitnehmern und Gewerbetreibenden zur möglichen Feststellung des Coronavirus aufgehoben. Das hat die Regierung in Prag am Montag entschieden. Ab diesem Darum sind auch keine Corona-Tests mehr an Schulen nötig, was sich vorteilhaft auswirken dürfte auf die Vergabe von Prüfungsterminen an den Universitäten in den Sommermonaten. Ab diesem Dienstag werden zudem die Bedingungen für Besuche in Gesundheits- und sozialen Einrichtungen gelockert, informierte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

    Für Besuche von Patienten oder Heimbewohnern genügt jetzt ein negativer PCR-Test, der nicht älter als sieben  Tage ist, oder ein Antigen-Schnelltest mit einer Gültigkeitsdauer von 72 Stunden. „Auch der vom Arbeitgeber oder der Schule durchgeführte Test wird anerkannt. Geimpfte können die Einrichtungen nach Vorlage ihres Zertifikats betreten. Zudem besteht die Möglichkeit, den Test vor Ort zu machen“, informierte das Gesundheitsministerium. Bisher musste zum Besuch einer Gesundheits- oder sozialen Einrichtung ein negativer PCR-Test mit einer Gültigkeitsdauer von 48 Stunden vorgelegt werden. Und Antigen-Schnelltests konnten die Besucher bis zum Montag nur vor Ort in der jeweiligen Einrichtung vornehmen lassen.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Am Montag wurden in Tschechien lediglich 386 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Das war rund ein Viertel weniger als vor einer Woche und der niedrigste Wert an einem Montag seit 31. August vergangenen Jahres, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

    Auch die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt hierzulande beständig weiter. Am Montag waren es 21 Fälle je 100.000 Einwohner. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März vergangenen Jahres haben sich in Tschechien mehr als 1,66 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. An der Lungenkrankheit Covid-19 sind in dieser Zeit fast 30.200 Menschen  gestorben.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Der diesjährige Frühling war in Tschechien die kühlste erste Jahreszeit seit 1987 und der sechstkälteste Frühling seit dem Jahr 1961. Das gaben die Meteorologen in Prag am Montag bekannt. Demnach lag die Durchschnittstemperatur des Frühjahres 2021 bei 6,2 Grad Celsius, vor 34 Jahren war es mit 5,2 Grad Celsius letztmals kälter gewesen. Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März und endet am 31. Mai.

    Die Durchschnittstemperatur dieses Frühjahrs sei um 1,7 Grad Celsius niedriger gewesen als die Normalwerte für die 30-jährige Periode von 1981 bis 2010, informiert das Tschechische Hydrometeorologische Institut (ČHMÚ) auf seiner Webseite.

    Autor: Lothar Martin
  • 08.06.2021

    Die weißrussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja setzt am Dienstag ihren viertägigen Besuch in Tschechien fort. Dabei wird sie auf die ranghöchsten Politiker des Landes treffen. Am Vormittag wurde sie von Präsident Miloš Zeman auf Schloss Lány bei Prag empfangen, es folgen zudem Gespräche mit Premier Andrej Babiš (Partei Ano) sowie den Vorsitzenden der in Umfragen vorn liegenden Oppositionsparteien, Ivan Bartoš von den Piraten und Vít Rakušan von der Bürgermeisterpartei Stan, führen. Am Abend wird Tichanowskaja in Prag einem Konzert für belarussische Bürger beiwohnen, die vom Lukaschenko-Regime ihres Landes verfolgt werden. Sie will die Konzertteilnehmer persönlich begrüßen.

    Zum Auftakt ihres Besuches traf Tichanowskaja am Montag unter anderem mit Senatschef Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten) und dem Rektor der Prager Karlsuniversität, Tomáš Zima, zusammen. Auf der Pressekonferenz nach der Begegnung mit Vystrčil rief die Politikerin dazu auf, dass Tschechien konsequent gegen das ungesetzliche und terroristische Lukaschenko-Regime vorgehen solle. Hierbei sollte man weitere Sanktionen gegen dessen Funktionäre und die mit ihnen verbandelten Unternehmen unterstützen. Vystrčil bezeichnete die weißrussische Oppositionsführerin als die tatsächlich gewählte Präsidentin von Belarus. Sie weilt auf Einladung des Senatschefs in Tschechien und wird am Mittwoch eine Rede in der oberen Parlamentskammer halten.

    Autor: Lothar Martin

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