• 26.10.2026

    Eine Gruppe von Abgeordneten und Senatoren der tschechischen Oppositionsparteien hat beim Verfassungsgericht in Brno / Brünn Klage eingereicht gegen das Gesetz, das die Kompetenzen des Staatspräsidenten einschränken soll. Konkret geht es um die Ernennung und Abberufung von Leitern der Ständigen Missionen Tschechiens bei den internationalen Organisationen, was ab November nicht mehr Aufgabe des Staatsoberhauptes sein soll. Über die Beschwerde, die am Freitag eingereicht worden ist, informierten die Kläger am Montag bei einer Pressekonferenz im Abgeordnetenhaus.

    Das Gericht ist demnach auch um eine vorläufige Maßnahme gebeten worden angesichts dessen, dass die betreffende Novelle bereits am Sonntag in Kraft tritt. Für das Gesetz hat das Abgeordnetenhaus vorvergangene Woche das Veto von Präsident Petr Pavel und die Ablehnung durch den Senat überstimmt.

  • 26.10.2026

    Mit dem Prague Car Festival findet an diesem Wochenende, vom 31. Oktober bis 1. November, zum 15. Mal die größte Fahrzeugmesse Mittel- und Osteuropas statt. Im Fokus des Interesses stehen dabei Tuning, Motorsport- und Oldtimer. Die Beucherinnen und Besucher können die Gefährte auf einer Fläche von 38.000 Quadratmetern bewundern.

    Neben der Möglichkeit durch die acht verschiedenen Austellungshallen zu schlendern, stehen auch Podiumsdiskussionen, Autogrammstunden, Wettbewerbe und Veranstaltungen für Kinder auf dem Programm. Auktionsinteressierte Personen erhalten die Möglichkeit, sich an Versteigerungen limitierter Wagen zu beteiligen oder hochwertige Ausstellungsobjekte zu bestaunen. Flankiert wird die Veranstaltung durch Vorträge, in denen es um die Sicherheit im Straßenverkehr, Erste-Hilfe-Kurse bei Autounfällen sowie aktuelle Gesetzesänderungen im Verkehrsrecht geht.

    Autor: Lukas Kersting
  • 26.10.2026

    Die Regierung in Prag will die tschechische Krone als nationale Währung in der Verfassung verankern. Dazu nahm das Kabinett am Montag einen Vorschlag der beiden kleineren Koalitionspartner Motoristé sobě und „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) an. Der Vorsitzende von Motoristé sobě und Außenminister, Petr Macinka, sagte auf der anschließenden Pressekonferenz, eine fundamentale Veränderung, wie es die Euro-Einführung wäre, bräuchte dann die Zustimmung der großen Mehrheit der Gesellschaft und ein sehr starkes Mandat.

    Die Koalition mit der Partei Ano an der Spitze hat derzeit nicht die nötige Stimmmehrheit im Parlament, um eine Verfassungsänderung durchzusetzen. Finanzministerin Alena Schillerová (Ano) bezeichnete das Vorhaben aber als starke politische Geste, dass in Währungsfragen die Krone die Priorität der Regierung sei.

  • 26.10.2026

    Nach einer Pause von acht Jahren wird Tschechien demnächst wieder eigene Vertreter in der Leitungsebene des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben. Tomáš Adam, derzeit Berater des Gouverneurs der tschechischen Nationalbank (ČNB), wird stellvertretender Leiter der Sieben-Länder-Gruppe, zu der Tschechien gehört. Zudem wird Mikuláš Zeman, leitender Experte der ČNB für internationale Zusammenarbeit, Berater des Leiters dieser Gruppe. Dies teilte die ČNB dem Nachrichtenserver Seznam Zprávy am Montag mit.

    Beide Fachleute setzten sich in einem Auswahlverfahren durch, das sich an alle Mitarbeiter der tschechischen Nationalbank gerichtet hatte. Adam und Zeman treten ihre neuen Funktionen am 1. November an.

  • 26.10.2026

    Berichten des Nachrichtenportals Politico zufolge könnten sich Tschechien und die Slowakei nicht mehr an einem neuen EU-Darlehen beteiligen, welches die Ukraine im kommenden Jahr mit rund 45 Milliarden Euro unterstützen würde. Diese Absicht kündigten tschechische und slowakische Offizielle nach einem Treffen der EU im Oktober an. Die Leihgabe aus dem EU-Haushalt soll dem kriegsgebeutelten Land im nächsten Jahr eine finanzielle Unterstützung zusichern.

    Im vergangenen Dezember hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten auf ein erstes Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro geeinigt. Die Verhandlungen über die Bedingungen des neuen Kredits sollen auf einem außerordentlichen EU-Gipfel am 26. und 27. November in Brüssel stattfinden.

    Autor: Lukas Kersting
  • 26.10.2026

    Am Dienstag ist es im Westen Tschechiens zunächst noch wolkig, dann aber überall sonnig. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 10 bis 14 Grad.

  • 26.10.2026

    Die tschechische Regierung hat am Montag beschlossen, die Benzinpreisdeckelung hierzulande zu verlängern. Sie soll bis 30. November fortgeführt werden. Dies schrieb Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) auf X.

    Ihr Ressort gibt seit 1. Oktober wieder den täglichen Höchstpreis für den Verkauf von Benzin und Diesel an den Tankstellen in Tschechien aus. Ursprünglich sollte die Maßnahme nur bis Ende Oktober laufen. Sie reagiert auf die hohen Kraftstoffpreise auf dem Weltmarkt.

  • 26.10.2026

    Im Hinblick auf die geplante Abschaffung der Rundfunkgebühren zeigt sich der Generaldirektor des Tschechischen Rundfunks (ČRo), René Zavoral, bereit für eine sachliche Diskussion mit Premier Andrej Babiš (Partei ano). Diese müsse jedoch öffentlich geführt werden, sagte Zavoral am Montag gegenüber der Presseagentur ČTK. Der Intendant forderte die Regierung dabei erneut auf, den Gesetzesentwurf zurückzuziehen.

    Babiš hatte am Montagmorgen gegenüber der Presse geäußert, dass Zavoral es im Gegensatz zum Fernsehintendanten Hynek Chudárek ablehne, mit ihm zu verhandeln. Der Premier habe ihn jedoch zu einem Treffen weder aufgefordert noch eingeladen, entgegnete Zavoral gegenüber ČTK.

  • 26.10.2026

    Nach ihrem Sieg beim WTA-Turnier in Osaka am Sonntag klettert die tschechische Tennisspielerin Kateřina Siniaková in der Weltrangliste um 37 Plätze nach oben. Im aktualisierten Ranking erschien sie am Montag auf Position 49.

    Die 30-Jährige steht zudem schon lange an der Spitze der Doppel-Weltrangliste. Im Einzel konnte sie in Osaka nun den sechsten WTA-Titel ihrer Karriere holen.

  • 26.10.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš äußerte am Montag, er habe Informationen, dass das Thema der Abschaffung der Rundfunkgebühren in Tschechien bei den Gedenkfeiern am 17. November missbraucht werden soll. An diesem Tag wird in Tschechien an die Samtene Revolution von 1989 erinnert. Die Abschaffung der Gebühren sei aber kein Angriff auf die Demokratie oder die Unabhängigkeit der Medien, betonte Babiš am Montagmorgen kurz vor seinem Abflug nach Algerien.

    Das tschechische Abgeordnetenhaus hatte am frühen Samstagmorgen dem Regierungsvorhaben nach erster Lesung zugestimmt. Er respektiere das Recht der Öffentlichkeit und der Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Medien, dagegen zu protestieren, wiederholte Babiš am Montag. Die Koalition werde ihren Gesetzesentwurf jedoch nicht zurückziehen. Über dessen genauen Inhalt werde aber noch verhandelt, so der Premier. So soll in der zweiten Lesung die Möglichkeit zur freiwilligen Zahlung von Rundfunkgebühren eingefügt werden.

Pages