• 04.02.2023

    Wegen Sturmschäden, die umgefallene Bäume auf Überlandleitungen verursacht haben, waren am Samstagmorgen etwa 70.000 Haushalte in Tschechien ohne Strom. Der Energiekonzern ČEZ registrierte über 130 Störfälle an Hochspannungsleitungen und mehrere Dutzend Schäden im Niederspannungsnetz. Weitere gut 20.000 Haushalte waren von der Stromversorgung durch das Unternehmen E.ON abgeschnitten. Dies teilten die Sprecher der beiden Firmen der Presseagentur ČTK mit.

    Am äufigsten waren die Kunden im Mährisch-Schlesischen Kreis betroffen. Starker Wind und Schneefall behindern weiterhin die Reparaturarbeiten. Eine entsprechende Wetterwarnung der Meteorologen gilt noch für den ganzen Samstagvormittag.

  • 03.02.2023

    Der designierte tschechische Staatspräsident, Petr Pavel, wird zur Sicherheitskonferenz nach München reisen. Dies kündigte er am Freitag bei einem Pressebriefing an. Sein Plan sei es, am 15. und 16. Februar den Kreis Karlovy Vary / Karlsbad zu besuchen und anschließend nach München weiterzufahren.

    In der Vergangenheit nahm Pavel schon als Vorsitzender des Nato-Militärausschusses an der Sicherheitskonferenz teil. In diesem Jahr erwarte er, am Rande der Konferenz mit einer Reihe von Regierungsvertretern nicht nur der europäischen, sondern auch der nordamerikanischen Länder zusammenzutreffen, sagte Pavel am Freitag.

  • 03.02.2023

    Die Staatliche Materialverwaltung (SSHR) hat schon zum sechsten Mal die Ausschreibung für Erdöleinkäufe eröffnet. Die vorangegangenen fünf Aufrufe zur Aufstockung der staatlichen Notreserven waren erfolglos. Auch in der neuen Ausschreibung geht es um Erdöl im Wert von 52 Millionen Dollar (48 Millionen Euro). Dies teilte SSHR-Chef Pavel Švagr der Presseagentur ČTK mit.

    Konkret wird ein Lieferant gesucht, der die Raffinerie im nordwestböhmischen Litvínov / Leutensdorf versorgen kann. Dabei kommt Öl aus der Nordsee, aus Amerika, aus Russland oder aus Saudi-Arabien in Frage.

  • 03.02.2023

    Zu den größten Stars des diesjährigen Leoš-Janáček-Festivals gehören der deutsche Violoncellist Daniel Müller-Schott oder der norwegische Klaviervirtuose Christian Ihle Hadland. Darüber informierte die Festival-Sprecherin, Eva Kijonková, am Freitag die Presse.

    Gleichzeitig wurde das gesamte Programm des neuen Jahrgangs vorgestellt. Das internationale Musikfestival findet vom 1. Juni bis 1. Juli in verschiedenen Kirchen, Klöstern und industriellen Bauwerken im Mährisch-Schlesischen Kreis statt. Der Vorverkauf läuft.

  • 03.02.2023

    Der tschechische Noch-Präsident, Miloš Zeman, und sein Nachfolger, Petr Pavel, werden am 13. Februar auf Schloss Lány zusammentreffen. Auf einer Pressekonferenz teilte Pavel am Freitag mit, dass er Zeman den Termin vorgeschlagen und dieser ihn akzeptiert habe. Die Verabredung bestätigte zur gleichen Zeit auch Zemans Sprecher, Jiří Ovčáček, auf Twitter.

    Das aktuelle und das künftige Staatsoberhaupt hatten in den vergangenen Tagen ihre Bereitschaft zu einer solchen Zusammenkunft bestätigt, die Initiative aber von der jeweils anderen Seite erwartet. Pavel bestritt am Freitag jedoch, dass es sich um ein Tauziehen gehandelt habe. Schon zuvor hatte der neugewählte Präsident angekündigt, er wolle Zeman unter anderem dazu auffordern, bis zur Beendigung des Mandats am 8. März keine wichtigen Entscheidungen mehr auszuführen.

  • 03.02.2023

    In der Diskussion um die Sicherheitslage im Präsidentensitz auf der Prager Burg hat sich die Präsidialkanzlei zu Wort gemeldet. Weder der tschechische Inlandsgeheimdienst (BIS) noch die Polizei hätten Präsident Miloš Zeman über mögliche Sicherheitsrisiken informiert, schrieb dessen Sprecher, Jiří Ovčáček, am Freitag in einer Pressemitteilung. Der neugewählte Präsident Petr Pavel solle daher seine ernsthaften Anschuldigungen in diese Richtung belegen, so die Forderung.

    Pavel hatte in den vergangenen Tagen öffentlich über die Notwendigkeit einer „tiefgreifenden Reinigung“ der Burg in allen Bereichen gesprochen. Am Sonntag kündigte er an, ein Audit in der Präsidialkanzlei durchführen zu lassen. Dem Chef des Rechnungshofes (NKÚ), Miloslav Kala, zufolge ist dies aber nicht mehr bis zur Inauguration am 9. März zu schaffen.

  • 03.02.2023

    Am Samstag ist es in Tschechien leicht bis dichter bewölkt. Örtlich gibt es Regenschauer, die in Richtung Osten allmählich in Schnee übergehen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 0 bis 4, im Nordosten bei -1 Grad Celsius.

  • 03.02.2023

    Der abgewiesene Präsidentschaftsbewerber Karel Janeček hat am Mittwoch beim Obersten Verwaltungsgericht eine Beschwerde über den Ablauf der gerade abgehaltenen Präsidentschaftswahl in Tschechien eingereicht. Dies sei ein erster notwendiger Schritt zur Anrufung des Europäischen Gerichtshofes, schreibt Janeček in einer Presseerklärung, die er am Freitag veröffentlichte. Darin gratulierte er auch Petr Pavel zum Wahlsieg.

    Janeček hatte in den vergangenen Wochen schon einmal erfolglos das Oberste Verwaltungsgericht sowie das Verfassungsgericht angerufen, weil das Innenministerium ihn nicht als Kandidaten zur Wahl zugelassen hat. Von den eingereichten 73.000 Unterschriften aus der tschechischen Bevölkerung wurden vom Ministerium so viele aberkannt, dass Janeček nicht mehr auf die nötigen 50.000 Signaturen kam.

  • 03.02.2023

    Mehr als vier Monate nach den Kommunalwahlen in Tschechien zeichnet sich eine Koalition im Prager Magistrat ab. Die Vertreter des Wahlsiegers Spolu (Bündnis aus Bürgerdemokraten, Top 09 und Christdemokraten), der Piraten sowie der Bürgermeisterpartei Stan haben in der Nacht zum Freitag einen Koalitionsvertrag aufgesetzt. Er soll kommende Woche von den einzelnen Parteien genehmigt werden. Darüber informierte Noch-Oberbürgermeister Zdeněk Hřib (Piraten) die Presseagentur ČTK.

    Die Verhandlungen haben sich so lange hingezogen, weil die Piraten ursprünglich auf eine Regierungsbeteiligung der Bewegung Praha Sobě bestanden hatten. Die Unterzeichnung des Koalitionsvertrags ist noch vor der Stadtratssitzung am 16. Februar geplant, auf der Bohuslav Svoboda (Bürgerdemokraten) zum Oberbürgermeister gewählt werden soll.

  • 03.02.2023

    Das Tschechische Olympiakomitee (ČOV) erwägt keinen Boykott der Sommerspiele 2024 in Paris, auch wenn daran Sportler aus Russland und Weißrussland teilnehmen werden. Dies teilte die Organisation in einer Stellungnahme für die Presseagentur ČTK mit. Die Leitung des ČOV würde jedoch die geltenden Sanktionen wegen Russlands Angriff auf die Ukraine unterstützen, hieß es weiter.

    Auf Empfehlung des Internationalen Olympiakomitees (IOC) sind russische und weißrussische Sportler von den meisten internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Unlängst ließ das IOC aber verlauten, dass ausgewählte Athleten aus den beiden Ländern in Paris als neutrale Teilnehmer antreten könnten, sofern sie sich von dem Krieg in der Ukraine distanzieren. Die Ukraine und Lettland haben für diesen Fall einen Boykott der Sommerspiele angekündigt.

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