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30.10.2026
Das Atomkraftwerk Dukovany nimmt am Freitagabend seinen dritten Block ungeplant vom Netz. Bei einer Routinekontrolle sei eine undichte Stelle in einer Armatur gefunden worden, hieß es. Der Fehler soll laut einem Sprecher des Akw in den kommenden Tagen behoben werden. Seinen Worten nach bestehen keine Auswirkungen auf die Sicherheit des Reaktors.
Dukovany ist das ältere der beiden tschechischen Atomkraftwerke, seine vier Blöcke wurden zwischen 1985 und 1987 in Betrieb genommen. Der Energiekonzern ČEZ als Betreiber plant eine Laufzeit von 80 Jahren für die Blöcke. Atomkraftgegner halten die Anlage für potenziell gefährlich, weil sie noch auf sowjetischer Technik beruht.
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30.10.2026
Bei dem schweren Zugunglück in Spanien ist auch ein tschechischer Staatsbürger ums Leben gekommen. Dies teilte das Außenministerium in Prag am Freitag mit. Er gehört zu insgesamt vier Todesopfern aus dem Ausland, wie spanische Medien berichteten.
Am Mittwochmorgen waren auf der Strecke zwischen Madrid und Sevilla zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidiert, mehrere Waggons entgleisten und fielen eine zehn Meter tiefe Böschung herunter. Mindestens 69 Menschen starben dabei. Die Identifizierung zahlreicher Todesopfer gestaltete sich schwierig.
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30.10.2026
Nach der Auflösung örtlicher Frühnebelfelder ist es am Samstag in Tschechien meist stark bewölkt mit örtlich leichtem Regen oder Schauern. Nur an einigen Orten kann es vorübergehend auch heiter sein. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 7 bis 11 Grad, die Schneefallgrenze liegt bei 900 Metern.
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30.10.2026
Tschechische Politiker haben die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas kritisiert, dass russische Eishockey-Mannschaften wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen. Sportminister Boris Šťastný (Motoristé sobě) teilte mit, er werde eine offizielle Protestnote dazu an das Berufungsgericht schicken. Der Vorsitzende der oppositionellen Bürgerdemokraten, Martin Kupka, schrieb auf X, mit der Wiederzulassung werde allen Sportlern ins Gesicht gespuckt, die wegen der russischen Aggression ihre Karriere, ihre Heimat oder ihr Leben verloren haben. Die Europaabgeordnete Danuše Nerudová von der Bürgermeisterpartei Stan führte aus, dass Russland unter Präsident Putin ein terroristischer Staat sei und man sich dementsprechend ihm gegenüber verhalten müsse.
Der Eishockey-Weltverband IIHF hatte Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 von all seinen Wettbewerben ausgeschlossen. Als Grund nannte der Verband Sicherheitsbedenken. Dagegen hatte Russland vor dem Cas geklagt. Der IIHF ließ am Freitag in einer Reaktion verlauten, dass er mit der Entscheidung nicht übereinstimme, sie aber respektieren werde.
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30.10.2026
Die Europäische Kommission hat Tschechien die letzte Zahlung für die Umsetzung des Nationalen Aufbauplans vorläufig genehmigt. Es handelt sich um 950 Millionen Euro. Dies gab die ständige Vertretung Tschechiens bei der EU über den Kurznachrichtendienst X bekannt.
Mit der Summe sollen unter anderem kommunale Energiesystem ausgebaut, der ÖPNV in Prag weiter elektrifiziert, bezahlbare Mietwohnungen geschaffen sowie Forschung und Hochschulen unterstützt werden.
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30.10.2026
Die Umweltorganisation Arnika hat ihr alljährliches Ranking der größten Umweltverschmutzer in Tschechien vorgestellt. Demnach trugen Unternehmen aus dem Kreis Ústí nad Labem am meisten zur Verschmutzung bei, gefolgt von jenen in den Kreisen Mährisch-Schlesien und Pardubice. Die größten Emittenten von Treibhausgasen waren die Braunkohlekraftwerke Počerady, Tušimice und Prunéřov, die alle im Kreis Ústí stehen.
Am meisten Formaldehyd stieß der Holzverarbeiter Kronospan CR in Jihlava aus, am meisten Quecksilber ebenfalls die Braunkohlekraftwerke. Bei Cyaniden sowie per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) lagen Kläranlagen vorne. Laut Arnika stieg im vergangenen Jahr der gemeldete Ausstoß von PFAS, Formaldehyd und Treibhausgasen an. Die Umweltorganisation erstellt seit 2005 das Ranking der größten Umweltverschmutzer in Tschechien.
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30.10.2026
Die tschechische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 1,6 Prozent gewachsen. Damit verlangsamte sich die Wachstumsgeschwindigkeit. Im zweiten Quartal hatte ein Plus von 1,8 Prozent zu Buche gestanden. Dies gab das Statistikamt (ČSÚ) am Freitag bekannt.
Gegenüber dem zweiten Quartal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt in Tschechien um 0,5 Prozent. Vor allem hätten die höheren Ausgaben der Endverbraucher, die Bruttoanlageinvestitionen und die steigende Nachfrage des Auslands dazu beigetragen, teilten die Statistiker mit.
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30.10.2026
Der Tennisspieler Jiří Lehečka hat bei den Swiss Indoors in Basel das Viertelfinale erreicht. Am Donnerstag besiegte der Tscheche im Achtelfinale seinen deutschen Gegner Daniel Altmaier mit 7:5 und 6:4. Im Kampf ums Halbfinale trifft Lehečka auf den Schweizer Jérôme Kym, der sich gegen den an Nummer eins gesetzten US-Amerikaner Ben Shelton durchsetzte.
Jiří Lehečka ist bisher ohne Satzverlust durch die Swiss Indoors gekommen. In der ersten Runde warf er den Schweizer Stan Wawrinka aus dem Turnier, für den es der letzte Auftritt im Profibereich war.
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30.10.2026
Premier Andrej Babiš (Partei Ano) erwägt weitere Finanzierungsmodelle für die öffentlich-rechtlichen Medien jenseits jenes aus dem Staatshaushalt. Dies sagte der Chef des Tschechischen Fernsehens (ČT), Hynek Chudárek, am Donnerstagabend nach einem Treffen mit dem Regierungschef. Seinen Worten nach handelt es sich um Modelle, die in den skandinavischen Ländern genutzt werden. Babiš selbst hat sich dazu bisher nicht geäußert.
Die Regierungskoalition hatte am vergangenen Samstag im tschechischen Abgeordnetenhaus ein Gesetz zur Abschaffung der Rundfunkgebühren in der ersten Lesung durchgebracht. Die Novelle sieht vor, dass die öffentlich-rechtlichen Medien direkt aus dem Staatshaushalt finanziert werden. Dies hat in den vergangenen Tagen zu öffentlichen Protesten geführt und wird von der Opposition abgelehnt. Der Medienausschuss des Abgeordnetenhauses hat am Donnerstag nach mehrstündiger Debatte die zweite Lesung der Novelle bis 10. Dezember ausgesetzt. In der Zwischenzeit sollen Änderungsvorschläge ausgearbeitet werden können.
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29.10.2026
Das südkoreanische Unternehmen KHNP, das für den Ausbau des Atomkraftwerkes im südmährischen Dukovany zuständig ist, hat die offiziellen Verhandlungen mit den Baufirmen ohne Vertragsabschluss abgebrochen. Die praktischen Arbeiten sollte ein Konsortium der beiden südkoreanischen Firmen Daewoo Engineering & Construction und Doosan Enerbility übernehmen. Wie KHNP am Donnerstag die Presseagentur ČTK informierte, habe es unterschiedliche Auffassungen zu grundlegenden Vertragsbedingungen gegeben.
In Dukovany sollen zwei neue Reaktorblöcke entstehen, der erste davon bis 2036. Der Investor teilte nicht mit, ob durch den Verhandlungsstopp der Zeit- und Kostenplan bedroht ist. Tschechiens Industrieminister Karel Havlíček (Partei Ano) äußerte, dies sei nicht der Fall. KHNP sei darauf vorbereitet, auch mit anderen Interessenten zu verhandeln, so Havlíček.
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