• 08.12.2021

    Staatspräsident Miloš Zeman hat seine Gespräche mit den künftigen Ministern der neuen Regierungskoalition fortgesetzt. Auf Schloss Lány / Lana empfing er am Mittwoch zunächst Vít Rakušan (Bürgermeisterpartei Stan), der Innenminister werden soll. Am Nachmittag sprach Zeman zudem noch mit Jozef Síkela (Stan), dem Kandidaten für den Posten des Industrie- und Handelsministers.

    Das Staatsoberhaupt hat seine Gespräche mit den künftigen Ministern am 29. November aufgenommen, diese sollen am Freitag zu Ende gehen. Da sich Zeman mit dem Coronavirus angesteckt hat, sitzt er bei den Gesprächen in einem Plexiglaskasten. Die Verständigung läuft über eine Gegensprechanlage.

    Autor: Till Janzer
  • 08.12.2021

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Tschechien zum sechsten Mal in Folge zurückgegangen. Am Dienstag wurden insgesamt 19.482 Fälle bekannt. Das waren rund 2500 weniger als vor einer Woche, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

    Die positive Entwicklung zeigt sich mittlerweile auch bei der Zahl der Covid-19-Patienten in den tschechischen Krankenhäusern. Sie ging leicht zurück auf etwa 6700. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist aber hierzulande weiterhin hoch. Am Dienstag lag sie bei 1025 Neuerkrankten auf 100.000 Einwohner.

    Autor: Till Janzer
  • 07.12.2021

    Der Privatradiosender Frequence 1 vermeldet, dass Präsident Miloš Zeman dem Kandidaten für das Außenministeramt, Jan Lipavský (Piraten), bei ihrem Treffen am Dienstag empfohlen hat, als Anwärter auf den Kabinettsposten zurückzutreten. Der Sender beruft sich dabei auf zwei Quellen, die mit dem Gesprächsinhalt vertraut seien. Der designierte Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) teilte daraufhin auf Twitter mit, dass sich an den Nominierungen seiner Regierungsriege nichts ändere. Auch der Vorsitzende der Piratenpartei, Ivan Bartoš, sagte gegenüber der Presseagentur ČTK, dass er hinter der Kandidatur von Lipavský stehe.

    Lipavský selbst hat am Dienstag nach seinem Treffen mit Zeman keinen Kommentar dazu abgegeben, ob er es sei, gegen den das Staatsoberhaupt Vorbehalte habe. Vielmehr hat der Piratenpolitiker von einer „sachlichen und korrekten“ Debatte gesprochen. Der Präsident hatte unlängst angedeutet, dass er gegen einen Kandidaten aus Fialas angehendem Kabinett Veto einlegen werde.

  • 07.12.2021

    Der Stiftungsfonds Archa der Familie Löw-Beer und Oskar Schindler hat die Baugenehmigung beantragt für den Gedenkort „Schindlers Arche“ auf dem Areal der ehemaligen Textilfabrik Vitka in Brněnec / Brühnitz im Bezirk Svitavy / Zwittau. Auf dem Gelände soll zunächst ein gläserner Pavillon entstehen, in dem Bildungsveranstaltungen abgehalten werden sollen. Laut Aussagen des Fondsleiters František Olbert könnte die Genehmigung im Laufe des Winters erteilt werden.

    Durch die Beschäftigung in seiner Fabrik hatte Oskar Schindler während des Zweiten Weltkriegs etwa 1200 Juden vor der Deportation gerettet. Der Stiftungsfonds plant, einige verfallene Gebäude abzureißen und ein Museum und Gedenkort auf dem Areal zu errichten. Dafür sollen auch EU-Gelder beantragt werden.

  • 07.12.2021

    Der Kandidat für das Außenministeramt, Jan Liúavský (Piraten), hat nach seinem Treffen mit Präsident Miloš Zeman am Dienstagvormittag nicht bestätigt, dass er das Mitglied des zukünftigen Kabinetts sei, gegen das Zeman Vorbehalte hat. Der Piraten-Politiker bestätigte hingegen, man habe unterschiedliche Ansichten zu bestimmten Themen. Er habe dem Staatsoberhaupt seine Prioritäten für die Außenpolitik dargelegt, ergänzte Lipavský und bezeichnete die gemeinsame Debatte als „sachlich und korrekt“.

    Seit Zeman Mitte November geäußert hatte, dass er gegen einen Ministeranwärter aus dem zukünftigen Kabinett von Petr Fiala (Bürgerdemokraten) Vorbehalte habe, konzentrieren sich die Spekulationen auf Lipavský. Der angehende Diplomatiechef wollte dies am Dienstag trotz wiederholter Nachfragen von Journalisten nicht kommentieren.

  • 07.12.2021

    Die Mehrheit der Menschen in Tschechien wählt bei Auslandsreisen weder die Art des Transports noch der Unterbringung nach Umweltkriterien aus. Fragen des nachhaltigen Reisens interessieren hierzulande lediglich vier Prozent der Einwohner. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die das Haus der Internationalen Zusammenarbeit (Dům zahraniční spolupráce, DZS) im März hat durchführen lassen. Dessen Sprecherin Lucie Petříková präsentierte die Ergebnisse am Dienstag in Prag.

    Für die Studie wurden 1012 Personen ab 15 Jahre befragt. Laut Petříková bestätigt sie frühere Erkenntnisse darüber, dass etwa ein Viertel der Menschen in Tschechien eine gefestigte Meinung zu ökologischer Nachhaltigkeit hat. Die Betreffenden seien zwischen 20 und 44 Jahre alt, hätten meist Abitur und einen Hochschulabschluss, stammten aus den reicheren Gegenden des Landes sowie aus größeren Städten, so die Zusammenfassung.

  • 07.12.2021

    Die geschäftsführende Regierung Tschechiens hat die Einreisebeschränkungen aus acht afrikanischen Staaten bis zum 20. Dezember verlängert. Das gleiche gilt für die Quarantänepflicht von Menschen mit Wohnsitz in Tschechien, die aus den betreffenden Ländern zurückkehren. Ursprünglich sollten die Vorschriften, die zur Eindämmung der Corona-Variante Omikron getroffen wurden, nur bis zum 12. Dezember gelten.

    Ein Einreiseverbot nach Tschechien gilt derzeit für die Bürger von Drittländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen länger als zwölf Stunden in einem der acht Länder aufgehalten haben. Zu diesen zählen etwa die Republik Südafrika, Namibia, Simbabwe oder Mosambik.

  • 07.12.2021

    Am Mittwoch ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, im Osten kommt örtlich auch die Sonne durch. Vereinzelt gibt es Schneeschauer, mitunter überfrierenden Schneeregen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -2 bis +2 Grad Celsius.

  • 07.12.2021

    Die tschechische Wirtschaft hat im Oktober einen Rückgang um 4,9 Prozent im Jahresvergleich erlebt. Damit beschleunigte sich die Minusbilanz, die im September noch bei vier Prozent lag. Der Grund dafür liegt weiterhin in der Automobilindustrie und dem Mangel an Computerchips. Diese Angaben hat das tschechische Statistikamt am Dienstag veröffentlicht.

    Weiter wurde mitgeteilt, dass der Außenhandel Tschechiens im Oktober ein Defizit von 18,2 Milliarden Kronen (710 Millionen Euro) aufwies. Im Jahresvergleich stellt dies einen Rückgang von 49,4 Milliarden Kronen (1,9 Milliarden Euro) dar.

    Nur im Baugewerbe gibt es hierzulande einen Positivtrend zu vermelden. Dieses legte im Oktober um 3,7 Prozent im Jahresvergleich zu. Im Vergleich zum Vormonat beträgt das Plus 0,4 Prozent.

  • 07.12.2021

    Als politisch motiviertes Urteil und weiteren Schlag für die Demokratie in Myanmar kritisiert der tschechische Noch-Außenminister Jakub Kulhánek (Sozialdemokraten) die Haftstrafe für Aung San Suu Kyi in Myanmar. Das Fehlen eines ordentlichen Prozessen sei der Beweis für die vollständige Ablehnung des Rechtstaates, äußerte der Diplomatiechef auf Anfrage der Presseagentur ČTK. Tschechien würde fest hinter Aung San Suu Kyi und den anderen demokratisch gewählten Volksvertretern stehen, schloss Kulhánek ab.

    Die entmachtete Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin wurde von der Militärjunta in Myanmar wegen angeblichem Aufruf zur Gewalt ursprünglich zu vier Jahren Haft verurteilt. Am Montag wurde die Strafe auf zwei Jahre halbiert.

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