• 20.10.2026

    Das Museum des Böhmischen Paradieses in Turnov wird im November ein neues Reliquiar des heiligen Wenzel ausstellen. Das aus zwölf Kilogramm Silber, Gold und Edelsteinen gefertigte Werk lokaler Goldschmiede wird für genau einen Monat dort zu sehen sein. Nach Ablauf der Sonderausstellung wird der Schrein mit der Reliquie des Landespatrons dauerhaft auf dem Hauptaltar der Basilika in Stará Boleslav aufgestellt.

    Bei dem Kunstwerk handelt es sich um eine 70 Zentimeter hohe Herme, die den Kopf und die Brust des Heiligen darstellt. Entworfen und gefertigt wurde sie vom Goldschmied Jiří Urban aus Turnov in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Petr Vogel, der das Gesicht des Landespatrons modellierte. Die einzelnen Teile goss Josef Syrový in seiner Werkstatt, während der Juwelier Vladimír Komňacký an den Feinheiten mitarbeitete.

  • 20.10.2026

    In Tschechien beschäftigen 71 Prozent der Firmen Arbeitskräfte aus der Ukraine. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Personalunternehmens Hofmann Personal hervor. Demzufolge folgen dahinter Beschäftigte aus der Slowakei (54 Prozent) und Polen (18 Prozent). Obwohl 73 Prozent der Betriebe unter akutem Personalmangel leiden, bereitet sich die große Mehrheit nicht auf einen möglichen Abzug der ukrainischen Arbeitskräfte vor. Ein Wegzug dieser Mitarbeiter könnte den Betrieb von Unternehmen quer durch die gesamte Wirtschaft erschweren, warnte Hofmann-Personal-Chefin Gabriela Hrbáčková.

    Derzeit sind in Tschechien mehr als 200.000 Geflüchtete aus der Ukraine mit vorübergehendem Schutzstatus beschäftigt. An der Studie nahmen über 300 Großunternehmen mit insgesamt 230.000 Angestellten sowie rund 1000 Arbeitnehmer teil.

  • 20.10.2026

    Die Tschechische Nationalbank (ČNB) hat vor einer neuen Betrugsmasche gewarnt, die im Namen der Zentralbank und der tschechischen Regierung operiert. Per E-Mail bieten Kriminelle sogenannte „Investitionsgutscheine“ an und versprechen eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals. Die ČNB stellte klar, dass es sich um Betrug handelt, und riet dringend davon ab, auf die Angebote zu reagieren.

    Laut dem Tschechischen Bankenverband zählt Anlagebetrug zu den gefährlichsten Formen der Cyberkriminalität. Die Schäden steigen rasant: In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres verloren Bankkunden in Tschechien durch Cyber-Betrug 1,9 Milliarden Kronen (rund 75 Millionen Euro), das ist ein Plus von 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der durchschnittliche Schaden pro Opfer stieg um 10.000 Kronen auf 30.335 Kronen (1200 Euro).

  • 20.10.2026

    Das Oberlandesgericht Olomouc / Olmütz hat am Dienstag die neunjährige Freiheitsstrafe gegen einen jungen Mann rechtskräftig bestätigt. Der Angeklagte wurde wegen eines versuchten Terroranschlags auf die Synagoge in Brno / Brünn, versuchten Mordes an einem Obdachlosen sowie wegen Terrorpropaganda verurteilt.

    Ein Teil der Delikte fiel noch in die Minderjährigkeit des Täters. Der Verurteilte hatte gegen das Ersturteil des Kreisgerichts in Brünn Berufung eingelegt und das Strafmaß als zu hoch gerügt. Das Oberlandesgericht wies dies ab und erklärte die Strafe für angemessen: Aufgrund des Jugendstrafrechts lag die gesetzliche Höchstgrenze in diesem Fall bei zehn Jahren.

  • 20.10.2026

    Ab Januar steigen die Gehälter im öffentlichen Dienst in Tschechien. Vertreter von Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern haben sich am Montag  auf neue Gehaltstabellen für die rund 585.000 Beschäftigten geeinigt.

    Für die Mehrheit steigen die Tarife um bis zu 9000 Kronen (370 Euro), Kürzungen gibt es nicht. Laut Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) und Arbeitsminister Aleš Juchelka (parteilos) war die Reform dringend nötig, da ohne die Anpassung vielen Angestellten ein Gehalt unter dem gesetzlichen Mindestlohn gedroht hätte.

  • 19.10.2026

    Der Flughafen im nordwestböhmischen Karlovy Vary / Karlsbad soll künftig vom tschechischen Staat betrieben werden. Am Montag billigten die Abgeordneten des Kreises Karlsbad die Überführung des Flughafens an die staatliche Firma Letecké opravny Malešice (LOM). Damit soll der Airport künftig nicht nur für zivile, sondern auch für militärische Zwecke genutzt werden können.

    Der entsprechende Vertrag zwischen dem Kreis und dem Verteidigungsministerium soll am Dienstag unterschrieben werden. In der Folge muss noch die tschechische Regierung das Projekt bestätigen.

    Der Flughafen Karlsbad hat in den vergangenen Jahren regelmäßig Verluste ausgewiesen. 2025 waren es 31 Millionen Kronen. Einer der Gründe ist der Krieg in der Ukraine, durch den die meisten Linienverbindungen verloren gegangen sind.

    Autor: Till Janzer
  • 19.10.2026

    Die Technische Universität und das Kreiskrankenhaus in Liberec wollen ein Innovationszentrum zur Nutzung Künstlicher Intelligenz und moderner Technologien im Gesundheitswesen aufbauen. Dies sagte die Prorektorin für Strategie und Entwicklung an der TU, Jana Šimanová, der Presseagentur ČTK. Ziel sei, medizinische Innovationen schneller in die Praxis zu übertragen, so Šimanová.

    Laut der Prorektorin soll der sogenannte HUB unter anderem aus EU-Geldern finanziert werden. An dem Projekt ist neben der Universität und dem Krankenhaus auch die Kreisverwaltung beteiligt.

    Autor: Till Janzer
  • 19.10.2026

    Tschechien will nicht den Vorschlag Finnlands unterstützen, um die Visumsbestimmungen für russische Staatsbürger überall in der Europäischen Union zu verschärfen. Prag habe selbst schon schärfere Bedingungen eingeführt, sagte der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) dem Nachrichtenportal Seznam Zprávy. Und eine EU-weite Lösung sei wegen der geringen Zahl an Ländern, die sich Finnlands Initiative angeschlossen hätten, nicht zu erwarten, so der Minister. Oppositionspolitiker haben Macinkas Entscheidung kritisiert.

    Mehrere EU-Länder haben wie Finnland bereits ihre Visumsbestimmungen verschärft, aber es gibt keine übergreifende Regelung in der Europäischen Union. Im vergangenen Jahr wurden im Schengenraum insgesamt eine halbe Millionen Touristenvisa an russischen Staatsbürger vergeben.

    Autor: Till Janzer
  • 19.10.2026

    Die Visegrád-Länder Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei fordern von der Europäischen Kommission eine vorübergehende Ausnahmeregelung, um mit EU-Geldern geringere Energiepreise für die Industrie zu sichern. Dies sagte die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Saková nach Verhandlungen der zuständigen Ressortchefs der Länder mit dem EU-Kommissar für Energie, Dan Jørgensen.

    Tschechien erwäge, eine Obergrenze bei den Herstellern und eine Deckelung bei den Händlern einzuführen, sollte sich der Strompreis weiter erhöhen, teilte Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) mit. Laut dem tschechischen Ressortchef könnten für die nötigen Maßnahmen etwa Gelder aus den Kohäsionsfonds oder aus dem Modernisierungsfonds genutzt werden.

    Autor: Till Janzer
  • 19.10.2026

    Nach der Auflösung örtlicher Frühnebelfelder ist es am Dienstag in Tschechien meist stark bewölkt. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 11 bis 15 Grad, im Westen des Landes werden maximal 9 Grad erreicht.

    Autor: Till Janzer

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