• 18.10.2026

    Rund jedes elfte Kind, das vergangenes Jahr in Tschechien geboren wurde, hatte nicht die tschechische Staatsangehörigkeit. Über eine entsprechende Analyse des tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) informierte am Samstag die Presseagentur ČTK. Demzufolge ist der Ausländeranteil unter den Neugeborenen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. So hatte war vor zehn Jahren noch jedes 30. Kind eine andere als die tschechische Staatsangehörigkeit.

    Die Anzahl von Ausländern, die in Tschechien leben, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Ende vergangenen Jahres hielten sich nach Angaben des Innenministeriums 1,13 Millionen Ausländer im Land auf. Sie bildeten damit ein Zehntel der Bevölkerung Tschechiens.

  • 18.10.2026

    Die tschechische Nationalbank (ČNB) hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 599 gefälschte Banknoten und Münzen unterschiedlicher Währungen sichergestellt. Im Vorjahresvergleich ist die Anzahl der Blüten damit um rund 59 Prozent zurückgegangen.

    Bei den gefälschten Zahlungsmitteln handelte es sich vor allem um Banknoten Tschechischer Kronen, gefolgt von Euro-Scheinen.

  • 18.10.2026

    In Olomouc beginnen am Montag die Olmützer Kulturtage. Das Festival bietet erneut Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Filmvorführungen sowie ein Begleitprogramm für Schulklassen. Der Fokus liegt dabei auf den deutsch-tschechischen Beziehungen.

    Zu den Höhepunkten des diesjährigen Durchgangs zählt die Vorstellung eines Buches der Ethnologin Sandra Kreisslová. Dessen Thema ist der sogenannte „Heimattourismus“, also die Urlaube vertriebener Sudetendeutscher in der Tschechoslowakei. Die Schriftstellerin Ronya Othmann wird einen Text vorstellen, der im Rahmen des Projekts „Jenseits von Prag“ während einer Residenz in Olmütz entstanden ist. Geboten werden außerdem ein Kneipenquiz und Auftritte von Stand-up-Comedians.

    Die Olmützer Kulturtage dauern bis 25. Oktober. Sie werden von der Wissenschaftlichen Bibliothek in Olmütz (VKOL) gemeinsam mit dem Goethe-Institut und der Palacký-Universität organisiert.

  • 17.10.2026

    Zahlreiche tschechische Politiker aus den Reihen von Regierung und Opposition haben am Samstag das Ergebnis der zweiten Runde der Senatswahlen kommentiert. Vít Rakušan, Parteichef der Bürgermeisterpartei Stan, die die meisten Mandate erlangen konnte, sagte am Nachmittag, das Ergebnis sei besser als erwartet. Man wolle die Regierungspartei Ano nun auch bei den kommenden Parlamentswahlen herausfordern und beweisen, dass man ein würdiger Kontrahent sei, so Rakušan.

    Martin Kupka, Vorsitzender der Bürgerdemokraten (ODS), betonte, der Senat bleibe eine Absicherung für die Demokratie im Land und ein Gegengewicht zu den Regierungsparteien. Er begrüßte, dass seine Partei die stärkste Senatsfraktion haben wird. Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten) solle weiterhin Vorsitzender der oberen Parlamentskammer bleiben.

    Der Chef der Piratenpartei, Zdeněk Hřib, zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Kandidatin seiner Partei, Adéla Sucharda Šípová, ihr Mandat nicht verteidigen konnte. Die Piraten sind damit nicht mehr im Oberhaus vertreten. Auch Hřib begrüßte aber generell das Abschneiden der Oppositionsparteien.

    Tschechiens Premier Andrej Babiš nannte das Ergebnis seiner Partei Ano „katastrophal“. Die Partei hatte in den Senatswahlen kein einziges Mandat geholt. Man müsse sich nun Gedanken machen, wer in der Partei wirklich arbeite und wer sich nur auf den Namen der Bewegung verlasse. Die Regierung werde ihre Strategie aber nicht ändern, so der Regierungschef.

  • 17.10.2026

    Tomáš Rychlý ist neuer Präsident des tschechischen Richterverbandes (Soudcovská unie). Der Richter des Obersten Verwaltungsgerichts wurde am Freitag in Lipno nad Vltavou in sein neues Amt gewählt.

    Rychlýs Vorgänger Libor Vávra, der von 1998 bis 2002 sowie ab 2020 an der Spitze des Verbands stand, konnte sein Mandat bei der Wahl nicht verteidigen. Die dritte Kandidatin war Martina Flanderová, die Vorsitzende des Kreisgerichts von České Budějovice / Budweis.

  • 17.10.2026

    Die tschechische Staatsverschuldung ist in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres um 204,6 Milliarden Kronen (8,4 Milliarden Euro) auf 3,882 Billionen Kronen (159,5 Milliarden Euro) angestiegen. Darüber informierte am Freitag das Finanzministerium in Prag.

    Die Staatsverschuldung erreichte damit einen neuen Rekordwert. Pro Kopf lag die Verschuldung hypothetisch bei 356.046 Kronen (14.600 Euro).

  • 17.10.2026

    In der tschechischen Notfall-App „Záchranka“ können künftig auch Angaben aus dem E-Rezept übernommen werden. Konkret können Daten zu Impfungen und verschriebenen Medikamenten automatisiert eingepflegt werden. Dies soll Rettungskräften die Erste Hilfe erleichtern. Über die neue Funktion informierte am Freitag das Staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle (SÚKL).

    Die Smartphone-Anwendung wurde bisher über vier Millionen Mal heruntergeladen. Den Entwicklern zufolge wird über die App täglich über 100 Mal der Rettungsdienst gerufen. Neben der Notruffunktion kann die Software etwa auch genutzt werden, um Defibrillatoren in der Nähe anzuzeigen oder vor Gefahrensituationen zu warnen.

  • 17.10.2026

    Die Bürgermeisterpartei Stan konnte bei der zweiten Runde der Senatswahlen in Tschechien die meisten Mandate gewinnen. Insgesamt zehn Kandidaten der Partei wurden in die obere Parlamentskammer gewählt. Zwei waren bereits im ersten Wahlgang vor einer Woche gewählt worden. Die konservativen Bürgerdemokraten konnten sieben Sitze gewinnen. Die Christdemokraten (KDU-ČSL) verteidigten ihre drei Mandate, Top 09 zwei Sitze. Die Piratenpartei hingegen wird künftig nicht mehr im Senat vertreten sein.

    Die Regierungspartei Ano von Premier Andrej Babiš erlebte ein Debakel. Von den 13 Kandidaten in der Stichwahl konnte sich kein einziger durchsetzen.

    In der zweiten Runde der Senatswahlen, in denen ein Drittel der oberen Parlamentskammer neu gewählt wurde, waren rund 2,25 Millionen Menschen wahlberechtigt. Gewählt wurden 22 Abgeordnete in den Senat. Die Wahlbeteiligung lag traditionell niedrig. Sie erreichte nur rund 21 Prozent, was allerdings den höchsten Wert seit 2010 bedeutet.

  • 17.10.2026

    Am Sonntag ist es in Tschechien bewölkt, ortsweise gibt es Regen und Nebel. Am Abend klart es vielerorts auf. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 14 bis 18 Grad.

  • 17.10.2026

    Im Atomkraftwerk im südböhmischen Temelín wurde am Freitagabend der erste Reaktorblock heruntergefahren. Grund dafür sind Wartungsarbeiten, die zwei Monate andauern sollen. 66 der insgesamt 163 Brennelemente werden ausgewechselt, zudem werden die Sicherheitssysteme und die Turbine kontrolliert. Insgesamt sind 1000 Menschen an den Wartungsarbeiten beteiligt.

    Im Zuge der Arbeiten wird das Kernkraftwerk auch auf einen neuen Brennelementzyklus umgestellt. Eine Abstellung des Reaktorblockes soll dadurch künftig nur noch alle 16 Monate erforderlich sein.

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