• 14.10.2026

    In den Praxen der tschechischen Heilsarmee fehlen Ärzte. Dies teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch in einer Presseerklärung mit. Darin heißt es auch, dass die Anlaufstellen für Menschen ohne Obdach außerdem durch eine unzureichende Finanzierung eingeschränkt würden.

    Die NGO führt als Beispiel eine ihrer Praxen in Prag an, in der vergangenes Jahr zwei Ärzte gearbeitet hätten, inzwischen aber nur noch einer vor Ort sei. Dadurch sei die Zahl der behandelten Personen um 31 Prozent gesunken. Einen Rückgang beim Bedarf gebe es jedoch nicht, so die Heilsarmee.

  • 14.10.2026

    Die Tschechische Republik hat sich der zwischenstaatlichen Umweltverträglichkeitsprüfung zu dem geplanten Windpark Sandl in Österreich angeschlossen. Die Anlage soll im Gratzener Bergland entstehen, das auch nach Tschechien hinüberreicht. Über die Mitarbeit an dem Prüfverfahren informierte am Mittwoch der Verein Krajina Novohradska.

    In dem Park auf österreichischer Seite soll es 19 Windräder mit einer Höhe von bis zu 285 Metern geben. Tschechische Naturschützer und Experten protestieren gegen diese Pläne und befürchten negative Auswirkungen für die umliegende Landschaft.

  • 14.10.2026

    Das tschechische Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch erneut die Novelle des Beamtengesetzes beschlossen und damit das Veto von Staatspräsident Petr Pavel überstimmt. Die neuen Regeln treten nun im November in Kraft und ermöglichen einen einfacheren Austausch von Staatsbeamten. Dafür stimmten 104 der anwesenden 175 Abgeordneten. Die Regierungskoalition der Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) sowie Motoristé sobě konnte damit ihre Mehrheit geltend machen.

    Pavel hatte nach der ersten Beschließung des Gesetzes seine Unterschrift vor einem Monat verweigert. Zur Begründung gab er an, die Beamten könnten durch die Novelle leichter politischer Einflussnahme ausgesetzt werden. Ein Teil des neuen Gesetzes schränkt zudem die Befugnisse des Staatsoberhauptes ein, die Leiter der Ständigen Missionen Tschechiens bei den internationalen Organisationen zu berufen oder abzuberufen.

  • 14.10.2026

    Die finanziellen Auswirkungen der Trockenheit in diesem Jahr könnten in Tschechien einen Umfang von bis zu 50 Milliarden Kronen (gut zwei Milliarden Euro) erreichen. Bei dieser Schätzung sind Wassermangel und direkte Schäden in Land- und Forstwirtschaft eingerechnet, aber auch mögliche Folgen in der Lieferkette, Rückstände bei Investitionen sowie Umweltschäden. Dies besagt eine Analyse der Tschechischen Versicherungsvereinigung (ČAP).

    Die Prognose für 2026 wurde dabei von den Daten aus dem Dürrejahr 2018 abgeleitet. Damals hatte das Landwirtschaftsministerium allein die Produktionsausfälle für Land- und Forstwirte mit rund 24 Milliarden Kronen (980 Millionen Euro) beziffert.

  • 14.10.2026

    Am Donnerstag ist es nach Auflösung der Frühnebelfelder eher freundlich und teils sonnig. Im Tagesverlauf zieht die Bewölkung immer mal wieder zu, regnen soll es aber nicht. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 12 bis 17 Grad.

  • 14.10.2026

    Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel wird kommende Woche an der Konferenz Global Dialogue in Berlin teilnehmen. Dies teilte Pavels Sprecher am Mittwoch der Presseagentur ČTK mit. Bei der Veranstaltung, die von Dienstag bis Donnerstag stattfinden wird, geht es um die Beziehung zwischen Politik, Wirtschaft und Geopolitik.

    Der Besuch in Berlin wird die erste Auslandsreise Pavels nach seinem Urlaub in Marokko sein. Aus diesem war er vergangenen Freitag kurz zurückgekehrt, um bei den Kommunalwahlen abzustimmen. Unter den Abgeordneten des Regierungslagers wurde am Dienstag die Forderung laut, Pavel solle die Kosten seiner Marokko-Reise offenlegen. Es soll geprüft werden, ob er sie privat bezahlt habe.

  • 14.10.2026

    Die Fußballer von Slavia Prag haben am zweiten Spieltag der Champions League in Baku gegen den Turnier-Neuling Sabah FK verloren. Am Dienstag war für die Prager nur ein 0:2 drin.

    Damit bleibt Slavia bei der diesjährigen Champions League weiterhin sieglos. Als nächstes tritt die Mannschaft kommende Woche bei Fenerbahce Istanbul an.

  • 14.10.2026

    Den Josef-Jungmann-Preis für die beste Übersetzung ins Tschechische im Jahr 2025 haben Vojtěch Frank und Jana Kitzlerová gewonnen. Geehrt wurden sie für ihre Translation der Poesie von Welimir Chlebnikow, einem Vertreter der russischen Avantgarde. Die tschechische Übersetzergesellschaft vergab ihre diesjährigen Auszeichnungen am Dienstag im Prager Goethe-Institut.

    In die Hall of Fame wurde dabei Helena Stachová aufgenommen, die aus dem Polnischen übersetzt. Und die außerordentliche Schöpferprämie ging an Ondřej Koupil für seine Übertragung der Chronica Boemorum aus dem Lateinischen ins Gegenwartstschechisch.

  • 14.10.2026

    Die tschechische Turnerbewegung Sokol (Falke) strebt einen Unesco-Titel an. Derzeit werde das Gesuch zum Eintrag auf die Liste des immateriellen Kulturerbes in der Tschechischen Republik vorbereitet, teilte eine Sokol-Sprecherin der Presseagentur ČTK mit. Danach wolle man sich um die Aufnahme in die weltweite Unesco-Liste bemühen.

    Die Sprecherin informierte weiter, dass zunächst nur das nationale Turnertreffen (všesokolský slet) eingetragen werden sollte. Nach Verhandlungen mit dem Kulturministerium sei der Antrag aber überarbeitet worden, und nun gehe es um das gesamte Phänomen der Turnerbewegung in Tschechien.

  • 14.10.2026

    Die beiden Parlamentskammern in Tschechien beschäftigen sich mit den hohen Kraftstoffpreisen. Das Abgeordnetenhaus unterstützte am Dienstag nach erster Lesung den Regierungsvorschlag, eine Sondersteuer für Raffinerien einzuführen. Sie zielt auf Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens zwei Milliarden Kronen (82 Millionen Euro) ab und soll 50 Prozent auf den Zusatzgewinn in den Jahren 2026 und 2027 betragen. Der Gesetzesentwurf wird jetzt im Haushaltsausschuss behandelt.

    Des Weiteren hat eine Gruppe von Senatoren beim Verfassungsgericht die Rücknahme des Gesetzes zum Benzinpreisdeckel beantragt. Dies gab das Gericht am Mittwoch bekannt. Demnach wird nicht bezweifelt, dass der Staat in außergewöhnlichen Situationen regulierend eingreifen dürfe. Die Senatoren kritisieren jedoch, dass das aktuelle Gesetz der Regierung zu breite Befugnisse einräume und die Unternehmen nicht ausreichend vor dauerhaften Verlusten schütze.

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