Karlsbader Kreis fordert Verlegung von Covid-19-Patienten nach Deutschland

Das Regionalparlament des Karlsbader Kreises hat am Montag einen Beschluss verabschiedet, mit dem die tschechische Regierung aufgefordert wird, die Verlegung von Covid-19-Patienten in deutsche Krankenhäuser zu genehmigen. Der Kreis kann über einen solchen Schritt nicht selbst entscheiden. Auf die kritische Lage im Krankenhaus von Cheb / Eger, in dem es keine freien Plätze auf der Intensivstation mehr gibt, hat am Wochenende auch die Petition „Macht die Grenzen für Krankenwagen auf“ hingewiesen.

Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hält die Verlegung in das Nachbarland für unsinnig. Die Nationale Bettenverteilung würde ausreichend gut funktionieren, schrieb er am Sonntag auf seinem Facebook-Profil. Eine Übernahme tschechischer Patienten hat wiederholt der Freistaat Sachsen angeboten. Im Karlsbader Kreis sind aktuell etwa 5500 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Im Laufe der vergangenen Woche schnellte diese Zahl auf das Doppelte nach oben.

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