Analytiker: Karpaten-Initiative kann die Zusammenarbeit der Ukraine mit Mitteleuropa vertiefen

Die Karpaten-Initiative, die Anfang der Woche vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgestellt wurde, hat das Potenzial, zu einer Plattform für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den mitteleuropäischen Staaten zu werden, die über die militärische Hilfe hinausgeht. Darüber waren sich von der Pressagentur ČTK angefragte Analytiker am Mittwoch einig.

Der Analytiker von der Assoziation für internationale Fragen (Amo), Pavel Havlíček, ist beispielsweise der Meinung, dass die Initiative auf den Bemühungen des ukrainischen Ex-Außenministers Dmytro Kuleba aufbaut, die Ukraine stärker in Mitteleuropa zu verankern und sie von der Wahrnehmung als Teil Osteuropas zu lösen. Havlíček wies daraufhin, dass die Initiative auch Staaten offenstehen sollte, die bei direkter militärischer Hilfe für die Ukraine eher zurückhaltend sind. Zu diesen Staaten gehört laut dem Analytiker derzeit auch Tschechien.