Babiš: Tschechisch-polnische Zusammenarbeit ist von fundamentaler Bedeutung für Mitteleuropa
Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ist am Mittwoch in der polnischen Hauptstadt zu bilateralen Gesprächen mit seinem Amtskollegen Donald Tusk zusammengekommen. Auf der Agenda standen neben aktuellen EU-Themen und den Verhandlungen über den künftigen EU-Haushalt auch die Reaktivierung der Zusammenarbeit innerhalb der Visegrád-Gruppe (V4). Nach dem Treffen lobten beide Politiker ausdrücklich die Wiederbelebung der V4-Kooperation, die in der Vergangenheit durch politische Differenzen und Streitigkeiten zwischen den Mitgliedsländern zeitweise blockiert worden war. Als zentrale Kernpunkte der bilateralen Beziehungen nannte der tschechische Regierungschef die Energiesicherheit sowie den zügigen Ausbau der grenzüberschreitenden Infrastruktur, insbesondere bei Autobahnen und Hochgeschwindigkeitszügen.
Direkt vor seinem Abflug nach Warschau unterstrich der tschechische Premier die strategische Rolle der Beziehungen zum Nachbarland. Die Zusammenarbeit mit Polen sei von fundamentaler Bedeutung für die Sicherheit, den Wohlstand und die gesamte Zukunft Mitteleuropas, erklärte Babiš vor Journalisten in Prag. Polen gehöre zu den wichtigsten und engsten Partnern der Tschechischen Republik, betonte er.