Die Krippen von Pribram

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Und nun möchten wir Sie zu einer Weihnachtsausstellung einladen. Sie findet in der mittelböhmischen Stadt Pribram statt und zeigt 40 Weihnachtskrippen, dortige Künstler, Vereine und Privatleute für eine Ausstellung errichtet haben. Mehr dazu von Jürgen Webermann:

Die größte Krippenausstellung der Republik ist benannt nach einem der Wahrzeichen der Stadt, der Wallfahrtsstätte "Heiliger Berg". Und unter diesem Heiligen Berg weihnachtet es in allen Variationen. Die berühmte Geburtsszene mit Josef, Maria und dem neugeborenen Jesus wird mal in Keramik, mal in Holz, mal in Salzteig, mal in Lebkuchen oder sogar in Papierform in Szene gesetzt.

In drei Teile haben die Veranstalter, das sind der Verein der Pribramer Krippenbauer, 11 tschechische Museen und Privatsponsoren, die Ausstellung gegliedert. Im ersten werden Holzschnitzereien gezeigt. Gleichzeitig wird auf Bildern sowie durch ausgestellte Arbeitswerkzeuge dokumentiert, wie die feinschliffigen Werke entstehen. Teil 2 ist das Herzstück: Hier befinden sie sich, die berühmten Krippen. Auf tschechisch heißen sie übrigens Betlem, abgeleitet vom Geburtsort Jesu - Bethlehem. Sie wurden teilweise einst im 19. Jahrhundert von bekannten tschechischen Künstlern wie Bartos errichtet. Den Abschluss der Ausstellung bildet ein Querschnitt durch die tschechische Krippenkunst. Spätestens hier wird deutlich: Wenn es um die heilige Nacht in Betlehem geht, sind der Phantasie und ihrer Umsetzung keine Grenzen gesetzt. Dass die Krippenschau ausgerechnet in der Kleinstadt Pribram gezeigt wird, hat übrigens gute Gründe: Der Bezirk ist nicht nur bekannt als Bergbauregion und durch die Wallfahrtsstätte, sondern - wenn es um Weihnachten geht - vor allem durch die rege Tradition des Krippenbaus. Die Ausstellung im Bezirks-Bergbau-Museum in Pribram ist noch bis zum 21. Januar zu sehen.

Autor: Jürgen Webermann
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