Gemüseanbau in Tschechien schrumpft: Erzeuger fordern verlässliche Rahmenbedingungen

Die Gemüseanbaufläche in Tschechien ist in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 447 Hektar auf 11.824 Hektar geschrumpft. Obwohl die Erträge bislang gut aussehen würden, hänge das Endergebnis stark von der Wetterentwicklung in den kommenden Wochen ab. Dies erklärten Vertreter der Gemüsebau-Union Böhmens und Mährens (ZUČM) zum Auftakt der Haupterntephase am Montag vor Journalisten.

Die tschechischen Erzeuger kämpfen langfristig mit ausufernder Bürokratie, Wetterkapriolen, akutem Arbeitskräftemangel und einer unsicheren Marktlage. Die ZUČM-Vorsitzende Monika Nebeská betonte, dass verlässliche Rahmenbedingungen nötig seien, um langfristige Planungen und Investitionen zu ermöglichen. Besonders wichtig sind ihren Worten Investitionen nach in Bewässerungsanlagen, ohne die der Gemüseanbau kaum noch möglich sei.

Laut Daten des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) aus dem vorletzten Jahr kann sich Tschechien bei Gemüse nur zu rund 32 Prozent selbst versorgen.