Mögliche Lieferengpässe aus Deutschland: Prag und Bratislava verhandeln über Treibstofflieferungen

Die Regierungen in Prag und Bratislava führen derzeit Gespräche hinsichtlich möglicher Treibstofflieferungen aus der slowakischen Raffinerie Slovnaft nach Tschechien. Wie Tschechiens Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) am Donnerstag auf einer Konferenz zu Energiefragen in Prag sagte, wolle man durch die Kooperation Engpässen vorbeugen. Zu diesen könne es laut dem Minister kommen, da Russland ab dem 1. Mai die Weiterleitung kasachischen Öls durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland beenden wolle. Aus Deutschland beziehe Tschechien derzeit rund 30 Prozent seiner Treibstoffe, so Havlíček.

Laut dem Minister sei von den möglichen Engpässen lediglich der Bezug von Erdölprodukten wie Diesel und Benzin betroffen. Rohöl erhalte Tschechien hingegen in ausreichender Menge über die TAL-Pipeline.