Nato-Gipfel: Präsident Pavel spricht über Verteidigungsausgaben und Unterstützung für die Ukraine
Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat am Rande des Nato-Gipfels in Ankara mehrere bilaterale Gespräche geführt. Im Zentrum der Debatten standen höhere Verteidigungsausgaben, die fortlaufende Unterstützung für die Ukraine sowie eine tiefere Integration der europäischen Verteidigungsindustrie. Dies erklärte Pavel am Mittwoch vor Journalisten nach einem Austausch mit Sicherheitsexperten.
Bereits am Dienstag hatte sich das tschechische Staatsoberhaupt mit Regierungsvertretern aus den Niederlanden, Belgien, Finnland, Ungarn, Polen und der Slowakei beraten. Am Mittwoch diskutierte Pavel zudem mit seinem finnischen Amtskollegen Alexander Stubb über das finnische Konzept der Gesamtverteidigung („comprehensive defence“). Die Gesprächspartner zeigten laut Pavel besonderes Interesse an der Entwicklung des tschechischen Wehretats sowie an den konkreten Plänen Prags zur weiteren Unterstützung der Ukraine.
Der NATO-Gipfel geht am heutigen Mittwoch zu Ende. Neben dem Präsidenten nimmt auch eine tschechische Regierungsdelegation unter der Leitung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) an dem Treffen teil.