Präsident Pavel fordert in Bosnien zur Überwindung innerer Unterschiede auf dem Weg in die EU auf

Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat während seines Besuchs in Bosnien und Herzegowina am Donnerstag die dortigen Politiker zur Überwindung der Unterschiede aufgefordert, die das Land von der EU-Mitgliedschaft abhalten. Es handelt sich um die erste Visite eines tschechischen Staatsoberhauptes in dem Balkan-Land nach 30 Jahren.

In Sarajevo traf Pavel mit den Mitgliedern des Staatspräsidiums zusammen, das ein kollektives Staatsoberhaupt des Landes ist. Der tschechische Präsident sagte nach dem Treffen, er wünsche dem Land viel guten Willen, um Ziele zu erreichen, die der Großteil der Bevölkerung offensichtlich unterstütze. Pavel wünschte Bosnien und Herzegowina eine vollwertige Mitgliedschaft in der EU. Er merkte an, er unterstütze zudem die Mitgliedschaft des Landes in der Nato. Der Staatspräsident trifft des Weiteren Vertreter der beiden Parlamentskammern. In Sarajevo eröffnete er zudem ein Unternehmerforum.

Pavel besuchte zuvor Montenegro. Dem Land bot er die tschechische Unterstützung für den EU-Beitritt an. Die dortigen Politiker forderte er auf, die für den Beitritt notwendigen Reformen zu verwirklichen. Der Westbalkan, der außer Bosnien und Herzegowina und Montenegro auch Albanien, den Kosovo, Nordmazedonien und Serbien umfasst, gehört zu den Prioritäten der tschechischen Außenpolitik.