Mährische Aktivisten bemalen Hände der Statue von Präsident Beneš in Brünn mit roter Farbe

Vier mährische Aktivisten haben am Mittwoch die Hände der Statue des zweiten tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš vor der juristischen Fakultät der Masaryk-Universität in Brno / Brünn mit roter Farbe bemalt. Wie der Nachrichtenserver iDnes.cz informierte, hängten sie auf die Statue ein Schild mit der Aufschrift „Tschechischer Nazi, Schädling Mährens“.

Einer der Aktivisten ist Mitglied der Mährischen Landesbewegung, Tomáš Kočko. In einer Erklärung, die er der Presseagentur ČTK zur Verfügung stellte, sagte er, die Aktivisten würden verlangen, dass die Statue beseitigt wird. Nach Meinung der Aktivisten hat Beneš mit Brünn und der Masaryk-Universität nichts zu tun. Die rote Farbe auf den Händen von Beneš symbolisier laut den Aktivisten nicht nur die Toten bei der Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch die Opfer der politischen Schritte des Präsidenten, konkret seines „Paktierens mit den tschechischen und sowjetischen Kommunisten“. Kočko sagte dem Nachrichtenserver, Beneš habe das Blut von 23.000 tschechoslowakischen Bürgern an den Händen, die in sowjetische Gulags verschleppt worden seien. Der Präsident habe sich für diese Bürger nicht eingesetzt, betonte der Aktivist.