Deutschland trägt weitere 300 Millionen Euro zur tschechischen Munitionsinitiative bei

Deutschland wird weitere 300 Millionen Euro zur tschechischen Munitionsinitiative beitragen. Dies gab der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag bei einem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Jaromír Zůna (parteilos) bekannt. Laut Pistorius reicht diese Summe aus, um rund 50.000 Stück Munition für die Ukraine zu beschaffen. Der Bundesverteidigungsminister betrachtet die tschechische Munitionsinitiative als ein wichtiges Instrument zur Unterstützung der Ukraine, die sich seit fünf Jahren der russischen Aggression widersetzt. Er dankte der Tschechischen Republik für die Fortführung der Initiative.

Tschechien startete die Munitionsinitiative 2024 mit dem Ziel, die Ukraine im Kampf gegen die Feuerkraft der russischen Armee zu unterstützen. Die regierende Koalition aus den Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) und Motoristé sobě erwog zunächst, die Initiative ganz abzubrechen. Schließlich beschloss das Kabinett sie fortzuführen. Die Tschechische Republik beteiligt sich dabei nicht mehr finanziell an den Munitionskäufen, übernimmt aber weiterhin die Projektleitung.

Bundesverteidigungsminister Pistorius gab zudem bekannt, Deutschland werde rund 200.000 Pistolen für die Bundeswehr in Tschechien kaufen. Der Auftrag hat einen Wert von 56 Millionen Euro.