Pragmatische Wirtschaftspolitik: Tschechiens Premier fordert vollen Fokus auf Handelsbeziehungen
Tschechien setzt laut Premier Andrej Babiš (Partei Ano) in der Außenpolitik auf eine rein pragmatische Wirtschaftsorientierung ohne ideologische Barrieren. Die Regierung befasse sich nicht damit, welches Land welches Regime habe oder ob es dieses ändern solle, erklärte Babiš am Dienstag in Prag vor tschechischen Diplomaten auf einer Konferenz zur Wirtschafts- und Wissenschaftsdiplomatie. Von den Botschaftern forderte der Regierungschef vollen Einsatz beim Knüpfen persönlicher Kontakte, um die Export- und Handelsmöglichkeiten des Landes gezielt zu vertiefen.
In diesem Zusammenhang kündigte Babiš mehrere strategische Auslandsreisen an: Eine Reise nach Algerien stehe an, um über den Einkauf von Erdgas zu verhandeln. Für September ist ein Besuch in Norwegen geplant, gefolgt von einer Mission nach Indonesien und Vietnam.
Das Außenministerium veranstaltet in diesen Tagen die traditionelle Konferenz für Wirtschafts- und Wissenschaftsdiplomatie. Die Veranstaltung bringt jährlich Wirtschaftsdiplomaten mit Partnern aus der öffentlichen Verwaltung, der Wirtschaft, der Wissenschaft und Exportagenturen zusammen. Die Konferenz wurde am Dienstagmorgen von Premier Andrej Babiš und Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) eröffnet.