Drohnenvorfall in Leipzig: Macinka weist Erläuterung der russischen Botschafterin in Prag zurück
Der tschechische Außenminister, Petr Macinka (Motoristé sobě), hat am Donnerstag die Erklärung der russischen Botschafterin in Prag, Anna Ponomareva, zum Drohnenvorfall in Leipzig zurückgewiesen. Ihren Worten zufolge sei Deutschlands Vorwurf, dass Russland hinter der Aktion stehen würde, eine Provokation, die anderen Interessen diene. Macinka hingegen bezog sich bei dem Gespräch im Czernin-Palais auf die Informationen von deutscher Seite sowie auf die Erkenntnisse zweier tschechischer Geheimdienste. Dies teilte sein Sprecher Adam Čörgő der Presseagentur ČTK mit.
Macinka hatte Ponomareva vorgeladen, weil die deutsche Regierung Russland für den versuchten Drohnenanschlag am Flughafen Halle/Leipzig verantwortlich macht. Er kündigte bei der Unterredung auch strengere Akkreditierungsvorgaben für diplomatisches und technisches Personal in Tschechien an. Dies begründete der Außenminister mit den unlängst verschärften Bedingungen für die tschechische diplomatische Mission in Moskau.