Modulare Reaktoren in Tschechien: Škoda JS sichert sich Exklusivvertrag mit Rolls-Royce
Das tschechische Unternehmen Škoda JS, das zum halbstaatlichen Konzern ČEZ gehört, hat einen Exklusivvertrag mit der britischen Firma Rolls-Royce SMR über die Entwicklung und Lieferung von Antrieben für kleine modulare Reaktoren (SMR) geschlossen. Wie der tschechische Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch bekanntgab, wird das in Plzeň / Pilsen ansässige Unternehmen damit zum alleinigen Konstrukteur und Lieferanten dieser Reaktorenantriebe.
Laut dem Generaldirektor von Škoda JS, Karel Bednář, sichert dieser Vertrag dem Unternehmen wiederkehrende Aufträge mit einem geschätzten Wert von jeweils rund einer Milliarde Kronen (40 Millionen Euro) pro SMR-Anlage. Der erste kleine modulare Reaktor in Tschechien soll Mitte der 2030er Jahre in Temelín in Betrieb genommen werden.