Experten erwarten in nächsten zehn Jahren keine Einführung des Euro in Tschechien

Die Einführung des Euro in Tschechien ist vor allem eine politische Frage. Darin waren sich mehrere Experten einig, die am Mittwoch in der Universität in Pardubice zum Thema debattiert haben. Die hiesigen Politiker würden den Währungswechsel immer weiter aufschieben, weil die Unterstützung in der Bevölkerung zu niedrig sei, lautete die Analyse von Petr Sklenář, dem Leiter der Währungssektion in der Tschechischen Nationalbank (ČNB).

An dem Gespräch beteiligt war etwa auch der Vorsitzende des Nationalen Haushaltsrates, Mojmír Hampl. Er erinnerte daran, dass die Diskussion um eine mögliche Euro-Einführung schon länger als 20 Jahre geführt werde. Tschechien könne weiterhin mit seiner eigenen Währung funktionieren, sofern die Währungs- und Geldpolitik besser sei als der EU-Durchschnitt, so Hampl. Unter gegenteiligen Umständen ist eine eigene Währung seiner Ansicht nach aber eher eine Belastung.

Und mit seiner Vorhersage, dass hierzulande auch in zehn Jahren noch mit der Tschechischen Krone bezahlt werde, stieß Ivan Štefanec, der ehemalige slowakische Regierungsbeauftragte für die Euro-Einführung, in der Diskussionsrunde auf allgemeine Zustimmung.