Staatsfeiertag: In Tschechien wird an die Entstehung der Tschechoslowakischen Republik erinnert
Der 28. Oktober gilt in Tschechien als Staatsfeiertag. Im ganzen Land wird die Gründung des tschechoslowakischen Staates vor 106 Jahren gefeiert. Präsident Petr Pavel, Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) und weitere führende Politiker erinnerten am Montagvormittag auf dem Prager Vítkov-Hügel an die Entstehung der Tschechoslowakei im Jahre 1918. An der Gedenkveranstaltung nahmen auch Vertreter der Armee, der Kirche und Kriegsveteranen teil.
Premier Fiala sagte nach dem Gedenkakt gegenüber den Medien, die Unabhängigkeit und Freiheit seien fragil und es sei notwendig, sich um sie kümmern. Der Vorsitzende des Senats Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten) machte auf das internationale Geschehen aufmerksam und betonte die Notwendigkeit, die Demokratie zu verteidigen. In einer Anspielung an die Ukraine, die gegen Russlands Aggression kämpft, sagte er, derzeit sei es besonders wichtig, zu helfen. Die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Markéta Pekarová Adamová wünschte dem Staat und seinen Bürgern eine demokratische Zukunft. Die Bürger können darüber laut der Politikerin selbst in den Wahlen entscheiden oder können sich auch engagieren.
Pavel, Fiala, Vystrčil, Pekarová Adamová, der Generalstabschef der tschechischen Armee Karel Řehka, Verteidigungsministerin Jana Černochová (Bürgerdemokraten), der Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda (Bürgerdemokraten) und der Prager Erzbischof Jan Graubner legten Kränze am Grab des Unbekannten Soldaten auf dem Vítkov-Hügel nieder. Präsident Pavel und weitere Politiker legten anschließend Kränze auch am Masaryk-Denkmal auf dem Hradschiner Platz nieder.