Tschechien reduziert Truppenkontingent an der Nato-Ostflanke
In den kommenden zwei Jahren können maximal 1600 tschechische Soldaten zur Verteidigung der Nato-Ostflanke entsandt werden. Das sind 400 weniger als bisher. In den vergangenen Jahren war die Obergrenze aufgrund der russischen Aggression gegen die Ukraine angehoben worden. Ein entsprechender Vorschlag wurde am Donnerstag vom tschechischen Senat gebilligt.
Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) begründete die Reduzierung mit Einsparmaßnahmen sowie der Tatsache, dass das bisherige maximale Kontingent ohnehin nicht voll ausgeschöpft wurde. Im Gegenzug soll die Anzahl der tschechischen Soldaten, die an der Ausbildung ukrainischer Streitkräfte außerhalb der EU beteiligt sind, von 40 auf 60 aufgestockt werden.
Die geplanten Auslandseinsätze des Militärs müssen abschließend noch vom Abgeordnetenhaus bestätigt werden.