Tschechien verhandelt weiter über in China inhaftierten Staatsbürger
Bei den Verhandlungen, die der Vorsitzende des tschechischen Abgeordnetenhauses Tomio Okamura („Freiheit und direkte Demokratie“, SPD) derzeit mit seiner Delegation in China führt, hat es neue Informationen über jenen Tschechen gegeben, der in Peking wegen angeblicher Bedrohung der staatlichen Sicherheit inhaftiert ist. Dies teilte Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) am Freitag der Presse mit. Sein Ressort sei in der Delegation durch Staatssekretär Jiří Brodský vertreten, mit dem er die Lage bespreche, so der Minister weiter. Er habe Brodský auch darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Fall in Tschechien vom Außenministerium sowie vom Justizministerium behandelt werde, sagte der Chefdiplomat.
Der tschechische Staatsbürger war Ende Juni in China festgenommen, wo er laut Macinka auf Privatbesuch war. Am Donnerstag berichtete die tschechische Tageszeitung Deník N, die Sicherheitsdienste würden nicht ausschließen, dass China den Mann gegen einen eigenen Staatsbürger austauschen wolle, der wiederum wegen Spionagevorwürfen in Tschechien in Haft sitzt.