3. Europäischer Kongress der Internationalen Vereinigung der christilichen Familienbewegungen findet vom 2. - 6. August 2000 in Prag statt

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"Die Bedeutung der Familie im neuen Jahrtausend" steht beim dritten Europäischen Kongress des ICCFM auf dem Programm. ICCFM heißt "International Confederation of Christian Family Movements", auf deutsch Internationale Vereinigung der christlichen Familienbewegung. Klar, dass es bei der Tagung, die vom 2. bis zum 6. August dauert, um die Familie geht, darum, wie man sie schützen und unterstützen kann. Ein Bericht von Bettina Schlener und Veronika Siskova.

Zum dritten Mal findet in diesen Tagen der Europäische Kongress der Internationalen Vereinigung der christlichen Familienbewegung statt. Veranstaltet wird er diesmal von der tschechischen Organisation "YMCA - Lebende Familie". Über die Anfänge der Familienbewegung informiert Lily Gauci, die zusammen mit ihrem Mann bereits seit fünf Jahren die Präsidentschaft der Bewegung für den europäischen Kontinent innehat:

"Die Bewegung entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele Familien zerrissen waren. Väter und Söhne sind im Krieg gefallen, die Mütter mussten außer Haus arbeiten. Das sind die Wurzeln und das ist der Grund, warum die Familie neu konsolidiert werden musste. Zuerst in dem Sinne, Unterschlupf zu finden, denn viele Familien hatten ihre Bleibe verloren. Das Ziel war eine Arbeit für Familien, die auf sozialen Grundlagen beruhte."

Zu dem fünftägigen Kongress werden neben 150 Teilnehmern aus fast allen europäischen Ländern auch Vertreter der Familienbewegung aus Südamerika, Asien und Afrika erwartet. Außerdem treffen anlässlich des Kongresses auch die Delegierten aus den Vereinigten Staaten ein, aus Costa Rica, Thailand und Kamerun, denn die Internationale Vereinigung der christlichen Familienbewegung ist, wie der Name schon sagt, international.

Über welche Themen diskutiert wird, verriet uns Jiri Ludvik, der Vorsitzende der Organisation YMCA - Lebende Familie:

"Folgende vier Themen werden diskutiert: Die Rolle der christlichen Familienbewegungen in ihren örtlichen Bedingungen, dann das Problem des Verhältnisses von Familie und Beruf, weiter das Thema Familie als Lebensquelle, Lebensfundament und Lebenssicherheit, dann ökonomische Aspekte und Fragen gesellschaftlichen Ansehens und schliesslich das Thema Familien in Not.

Den Kongressteilnehmern sind die aktive Teilnahme und der persönliche Austausch sehr wichtig. Aus diesem Grunde hören sie in den fünf Tagen nur vier Vorträge, die meiste Zeit verbringen sie dann in Workshops und Diskussionsrunden. Die Internationale Vereinigung der christlichen Familienbewegung stellt die Familie als natürliche Familie, d. h. mit Ehefrau, Ehemann und ihren Kindern an die erste Stelle. Deshalb steht die Bewegung auch der Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe skeptisch gegenüber.

Der 3. Europäische Kongress der Internationalen Vereinigung der christlichen Familienbewegungen findet vom 2. bis zum 6. August im Erzbischöflichen Seminar in Prag statt.

Autoren: Veronika Siskova , Bettina Schlener
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