Austerlitz: Neues Mahnmahl eingeweiht

Rund 200 Jahre nach der "Dreikaiserschlacht" in der tschechischen Kleinstadt Slavkov (Austerlitz) wurde am Sonntag in der Nähe des Kampfortes ein Mahnmal eingeweiht. Bei Austerlitz hatte der Franzose Napoleon am 2. Dezember 1805 die Russen unter Zar Alexander I. und die Österreicher unter Franz II. geschlagen. Die Gedenkstätte besteht aus drei 3,60 Meter hohen Holzsäulen, die die damaligen Feldherren symbolisieren. Am Ort des Mahnmals hätten sich unmittelbar vor dem Kampf kurz hintereinander alle drei Feldherren aufgehalten, sagte ein Behördensprecher. Direkt auf dem damaligen Schlachtfeld steht bereits ein 26 Meter hohes "Friedensdenkmal", in dessen Gruft die Gebeine von Soldaten ruhen. In der bis dahin größten Schlacht der Geschichte starben 15.000 Menschen.

Neueste Nachrichten

  • Parteiführung der Sozialdemokraten freiwillig in Quarantäne

    19.10.2020

    Die Mitglieder der Parteiführung der Sozialdemokraten (ČSSD) haben sich freiwillig in Quarantäne begeben. Der Grund dafür ist ein positiver Corona-Test bei Landwirtschaftsminister Miroslav Toman. Der Sozialdemokrat gehört nicht zum Führungskreis der Partei, bei der letzten Tagung des Gremiums am vergangenen Donnerstag war er jedoch zugegen. Daher sind alle Personen, die dort anwesend waren, jetzt in Quarantäne. Dazu zählen unter anderem Parteichef und Innenminister Jan Hamáček, Außenminister Tomáš Petříček und Fraktionschef Jan Chvojka. Laut Parteisprecherin Eva Gregorová unterziehen sich alle Gremiumsmitglieder am Dienstag einem weiteren Test.

    Aus einem ähnlichen Grund ist zuvor auch schon der Minister für Industrie, Handel und Verkehr, Karel Havlíček (parteilos), vorbeugend in Quarantäne gegangen. Die Chefin des zentralen Gesundheitsamtes, Jarmila Rážová, wiederum war selbst positiv getestet worden.

    Autor: Lothar Martin
  • Nach Ausschreitungen in Prag ermittelt Polizei wegen Straftat gegen 14 Personen

    19.10.2020

    Bei den Protesten gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie am Sonntag in Prag hat die Polizei 144 Menschen verhaftet. Gegen 14 von ihnen wird ermittelt wegen des Verdachts einer Straftat. Dies seien die herbeigeführten Ausschreitungen und der Angriff auf Beamte der Staatsgewalt, informierte Polizeisprecherin Eva Kropáčová im Internet. Ein Teil der Demonstranten attackierte nach dem offiziellen Abschluss der Kundgebung die Polizeikräfte. Die Angreifer warfen Feuerwerkskörper, Flaschen, Steine und Abfallkörbe auf die Beamten. Die Polizei setzte daraufhin Wasserwerfer und Tränengas ein und verdrängte die Unruhestifter mit Pferden und Einsatzautos vom Altstädter Ring.

    Bei den Ausschreitungen wurden 25 Polizisten verletzt, vier von ihnen wurden zur kurzzeitigen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Verletzungen erlitten auch Demonstranten, bemerkte die Sprecherin.

    Die Kundgebung wurde von der Bewegung „Hnutí občanské nespokojenosti“ (HON, deutsch: Bewegung unzufriedener Bürger) organisiert, Fußball- und Eishockeyfans des Landes hatten ihre Teilnahme zuvor angekündigt. Die Demonstration war für zwei Stunden geplant, sie wurde indes nach gut einer Stunde auf Weisung des Magistrats der Stadt aufgelöst. Der Grund war ein Verstoß gegen die Corona-Maßnahmen, denn anstatt der erlaubten 500 Teilnehmer hatten sich rund 2000 Menschen auf dem Altstädter Ring versammelt. Außerdem trug ein Großteil von ihnen keine Masken.

    Autor: Lothar Martin
  • Das Wetter am Dienstag, dem 20. Oktober 2020

    19.10.2020

    Am Dienstag ist es in Tschechien heiter bis wolkig. Am Morgen örtlich Frühnebel oder tiefhängende Bewölkung, die vereinzelt auch den ganzen Tag über anhalten kann. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 12 bis 16 Grad, bei langanhaltender Tiefenbewölkung nur bis zu 10 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter bewegen sich die Höchstwerte um 8 Grad Celsius. Es weht ein frischer Südostwind, der in den Gebirgen Sturmstärke erreicht. In der Westhälfte Böhmens ist der Wind schwächer.

    Autor: Lothar Martin
  • Umweltschützer: Kohleausstieg im Jahr 2038 ist zu spät

    19.10.2020

    Im Hinblick auf den Klimaschutz, aber ebenso auf die wirtschaftlichen Aussichten des Kohlenbergbaus in Tschechien sei ein Ausstieg aus der Kohlenutzung im Jahr 2038 viel zu spät. Dieses Fazit zogen Vertreter der Umweltorganisationen Greenpeace und Hnutí Duha (Bewegung Regenbogen) am Montag bei einer Online-Pressekonferenz. Ihrer Meinung nach sollten die Kohlekraftwerke im Land schrittweise bis zum Jahr 2030 stillgelegt werden. Und was den Emissionsausstoß von Kohlendioxid betrifft, müsste als erstes das Braunkohlekraftwerk in Počerady abgeschaltet werden, bemerkten die Umweltschützer.

    Die von ihnen vorgelegte Reihenfolge bei der schrittweisen Stilllegung von Kohlekraftwerken spiegele indes nicht die Wünsche ihrer Organisationen wider. Sie basiere vielmehr auf den Kriterien, die von der Kohlekommission auf ihrer Sitzung am 5. Juni in Prunéřov genehmigt wurden, betonten die Umweltschützer. Die Grundlage dafür seien Daten für die Jahre 2017 bis 2019, hieß es.

    Autor: Lothar Martin
  • Ausrüstung für Feldlazarett in Prag ist eingetroffen

    19.10.2020

    Ein Militärkonvoi mit der hauptsächlichen Ausrüstung für das Feldlazarett in Prag ist am Montagmittag in der Hauptstadt eingetroffen. Er war am Morgen von Hradec Králové / Königgrätz aus gestartet. Das Lazarett dient als Reserve für die Behandlung von Covid-19-Patienten, sollte die Bettenkapazität in den Krankenhäusern dazu irgendwann nicht mehr ausreichen. Der Konvoi transportierte in 20 Containern eine Ladung von 165 Tonnen medizinischen Materials, das auf 14 Trucks geladen war. Das teilte eine Sprecherin der Militärischen Gesundheitsbehörde gegenüber Journalisten mit.

    Das Feldlazarett soll auf dem Messegelände im Prager Stadtteil Letňany entstehen.

    Autor: Lothar Martin
  • Kostenlose Corona-Tests für tschechische Pendler in Bayern verlängert

    19.10.2020

    Tschechische Arbeitspendler können sich an der Grenze zu Bayern auch noch am Montag von 6 bis 18 Uhr kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. An zwei Plätzen direkt am Grenzübergang in Bayerisch Eisenstein haben sich von Montag bis Donnerstag vergangener Woche 1500 Pendler kostenlos testen lassen, die regelmäßig zur Arbeit nach Deutschland fahren. Wegen der großen Nachfrage hat der bayerische Landkreis Regen das Angebot zu den Schnelltests noch einmal verlängert.

    Vorerst werden die Tests um einen Tag verlängert, sagte die Koordinatorin für deutsch-tschechische Zusammenarbeit am Landratsamt in Regen, Simona Fink, der Nachrichtenagentur ČTK. Ob dieser Service weiter fortgesetzt wird, werde am Montag entschieden, ergänzte Fink. Pendler haben derzeit in Bayern eine Ausnahme von der Quarantänepflicht, die ansonsten für Reisende aus Tschechien in Deutschland gilt. Der Landkreis Cham hat allerdings seit vergangenem Montag eine Testpflicht eingeführt, und der Landkreis Regen will aufgrund der Ergebnisse seiner Testreihe entscheiden, ob das Pendeln auch weiter ohne regelmäßigen negativen Corona-Test möglich sein kann.

    Autor: Lothar Martin
  • Bei Hochzeiten und Beerdigungen wird Gästezahl auf 30 Personen begrenzt

    19.10.2020

    An Hochzeiten und Beerdigungen in Tschechien dürfen ab Montag nur noch bis zu 30 Gäste teilnehmen. Bei den Maßnahmen der Regierung zur Kontaktbeschränkung galt für diese Anlässe bisher eine Ausnahmeregelung, nach der die Zahl der Teilnehmer unbegrenzt war. Die anschließenden Hochzeitsfeiern und Zusammentreffen der Trauergäste können in Restaurants bis Mitternacht begangen werden. Seit einer Woche sind in Tschechien Restaurants, Bars und Klubs geschlossen, man kann bestelltes Essen lediglich über ein Ausgabefenster abholen.

    Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen gilt für Hochzeitsfeiern und Beerdigungen in Catering-Einrichtungen jedoch eine Ausnahme.

    Autor: Lothar Martin
  • Coronavirus: 5059 Infizierte sind Höchstwert an einem Sonntag

    19.10.2020

    Am Sonntag sind in Tschechien 5059 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hinzugekommen. Das sind rund 3600 weniger als am Samstag, andererseits ist dies der höchste Tageszuwachs an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. Und an Sonntagen wird in der Regel am wenigsten getestet. Seit dem 1. März sind hierzulande nahezu 174.000 Corona-Fälle festgestellt worden. Gegenwärtig sind über 100.000 Menschen mit dem Covid-19-Erreger infiziert, mehr als 72.000 der Infizierten gelten als geheilt. Darüber informierte das Gesundheitsministerium in Prag am Montag.

    Bei der Mehrzahl der Patienten nimmt die Krankheit einen milden Verlauf. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern aber ist mittlerweile auf 3519 gestiegen. Einen ernsthaften Verlauf nimmt die Krankheit bei 587 Patienten, das ist dreimal so viel wie im September. 1422 Patienten sind bisher im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    Autor: Lothar Martin
  • Umfrage: Partei Ano würde trotz Stimmenverlusten bei Parlamentswahl siegen

    18.10.2020

    Laut einer repräsentativen Umfrage von Anfang Oktober würde die Partei Ano derzeit bei tschechischen Parlamentswahlen siegen. Nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Kantar CZ käme die Partei von Pemier Andrej Babiš auf 24,5 Prozent der Stimmen. Dies ist das schlechteste Umfrageergebnis für Ano seit den Wahlen im Herbst 2017.

    Auf den zweiten Platz kämen die Piraten mit 19 Prozent Wählerstimmen und auf den dritten die Bürgerdemokraten (13,5 Prozent). Insgesamt würden der Erhebung nach sieben Parteien die Fünfprozenthürde schaffen und ins Abgeordnetenhaus einziehen. Nicht dabei wären die mitregierenden Sozialdemokraten (4,0 Prozent) und die Kommunisten (4,5 Prozent), die das derzeitige Minderheitskabinett tolerieren.

    Autor: Till Janzer
  • Tschechischer Landwirtschaftsminister positiv auf Corona getestet

    18.10.2020

    Landwirtschaftsminister Miroslav Toman (parteilos) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Minister folge nun den Anweisungen des Gesundheitsamtes in Prag, teilte ein Sprecher des Ressorts am Sonntag mit. Toman ist der erste tschechische Minister, bei dem das Virus bestätigt wurde. Zuvor waren Kabinettsmitglieder allenfalls in präventiver Quarantäne wegen Kontakten mit einer infizierten Person.

    Miroslav Toman hatte sich vergangenen Mittwoch unter anderem auch mit Staatspräsident Miloš Zeman getroffen. Ein Sprecher des Präsidenten versicherte jedoch, dass dabei alle Hygienemaßnahmen eingehalten worden seien.

    Autor: Till Janzer