„Brünner Versöhnungsmarsch“ mit Tschechen und Deutschen findet zum 20. Mal statt

Mehrere hundert Tschechen und Deutsche sind am Samstagmorgen zu einer Pilgerwanderung vom südmährischen Pohořelice nach Brno / Brünn aufgebrochen. Die jährlich stattfindende Veranstaltung erinnert an die Vertreibung deutschsprachiger Bewohner am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Teilnehmer gehen die gleiche Strecke wir die Betroffenen 1945, nur in umgekehrter Richtung. Der „Versöhnungsmarsch“ findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt und ist Teil des Festivals Meeting Brno.

Auch Nachkommen und Verwandte der vertriebenen Deutschen nehmen jedes Jahr an der Veranstaltung teil. Es gibt nur wenige direkte Überlebende; dieses Jahr kam eine Frau, die als Vierjährige den „Brünner Todesmarsch“ 1945 mitgemacht hatte. Vertreter von Landsmannschaften aus Deutschland und Österreich würdigten anlässlich der Gedenkveranstaltung in Pohořelice die Bemühungen des Festivals, den Dialog zwischen den Völkern zu fördern.