Minister Brabec: Wegen Akw Dukovany sind Beziehungen zu Österreich nicht belastet
Zum Streit um die Laufzeitverlängerung für den ersten Reaktorblock des südmährischen Atomkraftwerks Dukovany hat sich am Freitag auch der tschechische Umweltminister Richard Brabec (Ano) geäußert. Seiner Meinung nach würden sich die Beziehungen zwischen Tschechien und Österreich durch diese Verlängerung nicht verschlechtern. Und die tschechische Seite habe auch nicht im Widerspruch zu dem gehandelt, was sie in der Vergangenheit deklariert habe, so Brabec. Österreich will sich aber deswegen an die Europäische Kommission wenden mit dem Antrag, dass eine aktualisierte Umweltverträglichkeitsprüfung zum geplanten Fortbetrieb des ersten Reaktors in Dukovany vorgenommen wird.
„Ich kann eidesstattlich verkünden, dass die Tschechische Republik nie gesagt hat, dass zur Laufzeitverlängerung für das Akw Dukovany eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht werde. Und zwar deshalb nicht, weil wir überzeugt sind, dass uns die Legislative dazu nicht verpflichtet“, sagte Brabec bei seinem jüngsten Besuch im Böhmerwaldort Horská Kvilda.