Deloitte-Studie: Tschechiens Altenpflege braucht 2,9 Milliarden Euro Investitionen
Bis zum Jahr 2035 muss Tschechien rund 70 Milliarden Kronen (2,9 Milliarden Euro) in die Altenpflege investieren, um den demografischen Wandel zu bewältigen. Laut einer neuen Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte für den Verband der Sozialdienstleister (APSS) müssten dafür 35.000 neue Pflegebetten entstehen. Die Ergebnisse wurden am Dienstag im Ministerium für Arbeit und Soziales vorgestellt.
Demzufolge würden die jährlichen Realkosten des Pflegesystems durch den Anstieg der Über-65-Jährigen von derzeit 80 Milliarden Kronen (3,3 Milliarden Euro) auf 137 Milliarden Kronen (5,7 Milliarden Euro) steigen. Trotz dieser massiven Investitionen wird die Nachfrage nach Heimplätzen und häuslicher Pflege laut den Autoren nicht vollständig gedeckt werden können.
Im Jahr 2024 standen in den tschechischen Pflegeheimen insgesamt 76.000 Betten zur Verfügung. Laut der Deloitte-Studie stand diesem Angebot jedoch eine tatsächliche Nachfrage von 121.000 Betten gegenüber.