Ehemalige Finanzminister kritisieren geplante Verstaatlichung von Energiekonzern ČEZ
Die beiden ehemaligen Finanzminister Zbyněk Stanjura (Bürgerdemokraten) und Ivan Pilný (parteilos) haben sich gegen eine Verstaatlichung des tschechischen Energiekonzerns ČEZ ausgesprochen. In der Polit-Talkshow von Václav Moravec sagten sie am Sonntag, der derzeitige 70-prozentige Anteil des Staates sei ausreichend, um Einfluss in dem Konzern auszuüben. Mit einer Senkung der Strompreise sei nicht zu rechnen, unklar sei auch, wie die Auszahlung der Minderheitenaktionäre finanziert werden soll.
Die Verstaatlichung des Energiekonzerns ČEZ ist eines der erklärten Ziele der derzeitigen Regierung in Prag. Das Kabinett erhofft sich, dadurch die Energiepreise steuern zu können. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte in den letzten Monaten verlauten lassen, man wolle die Verstaatlichung bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode im Jahr 2029 abschließen.