Eishockey: Tschechien will wegen Entscheidung zu Russland eine Protestnote an den Cas schicken

Tschechische Politiker haben die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas kritisiert, dass russische Eishockey-Mannschaften wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen. Sportminister Boris Šťastný (Motoristé sobě) teilte mit, er werde eine offizielle Protestnote dazu an das Berufungsgericht schicken. Der Vorsitzende der oppositionellen Bürgerdemokraten, Martin Kupka, schrieb auf X, mit der Wiederzulassung werde allen Sportlern ins Gesicht gespuckt, die wegen der russischen Aggression ihre Karriere, ihre Heimat oder ihr Leben verloren haben. Die Europaabgeordnete Danuše Nerudová von der Bürgermeisterpartei Stan führte aus, dass Russland unter Präsident Putin ein terroristischer Staat sei und man sich dementsprechend ihm gegenüber verhalten müsse.

Der Eishockey-Weltverband IIHF hatte Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 von all seinen Wettbewerben ausgeschlossen. Als Grund nannte der Verband Sicherheitsbedenken. Dagegen hatte Russland vor dem Cas geklagt. Der IIHF ließ am Freitag in einer Reaktion verlauten, dass er mit der Entscheidung nicht übereinstimme, sie aber respektieren werde.

Autor: Till Janzer