EU-Fonds sollen in Tschechien zur Flüchtlingshilfe eingesetzt werden
Zur Bewältigung der Flüchtlingsaufnahme kann den einzelnen Regionalverwaltungen Tschechiens Geld aus EU-Fonds zur Verfügung gestellt werden. Dies kündigte der Minister für Regionalentwicklung, Ivan Bartoš (Piraten), am Donnerstag auf den Webseiten des Ministeriums an. Sein Ressort überprüfe derzeit die Möglichkeiten der Finanzierung, die sich aus einem aktuellen Vorschlag der Europäischen Kommission ergeben.
In Reaktion auf die Invasion Russlands in der Ukraine hatte die Europäische Kommission am Dienstag die Pläne für ein Programm namens CARE (Cohesion’s Actions for Refugees in Europe / Kohäsionsmittel zugunsten von Flüchtlingen in Europa) veröffentlicht. In Tschechien sei ein Großteil der EU-Gelder bereits verplant, räumte Bartoš ein. Trotzdem werde eine Umverteilung geprüft, um den Regionen kurzfristig und schnell helfen zu können. Gleichzeitig müsse aber auch an langfristigen Finanzierungsstrategien gearbeitet werden, so Bartoš.